Donnerstag

Spareribs in scharfer Honig-Senf-Marinade

Der Plan stand seit Wochen: Es war Zeit zum Angrillen, und am letzten Wochenende war keiner im Klausurenstress und alle da. Und sogar die Sonne ließ uns nicht im Stich, aber das war dann ja eher Glück. Klar war allerdings von vornherein ein, dass die Herren Lust auf richtig männlichen Essen hatten: Es sollte Spareribs geben. Da die noch keiner von uns je selbst zubereitet hatte, sollte es meine Aufgabe sein, ein passendes Rezept zu finden. Also hab ich die Suchmaschine meines Vertrauens befragt, bin auf zig Chefkoch-Rezepte und ein paar wenige Blogs gestoßen und hab mich durch Unmengen (naja, also so um die 20 werden es eben gewesen sein) Rezepte  gekämpft. Und bin schließlich zu dem Schluss gekommen, dass es anscheinend nicht DAS Spareribs-Marinaden-Rezept gibt. Einzig Ketchup, Chili, Pfeffer und Salz waren eigentlich allen Rezepten gemein. Und viel zu viele klangen irgendwie lecker.
Aber da man ja anscheinend machen kann, was man will, haben wir das dann auch getan. Nur leider wollte mir dann (ich durfte als erste probieren) keiner glauben, dass die Marinade "so schlecht ist, dass ich sie keinem anderen zumuten wolle". Stattdessen saßen wir schon bald alle mit rot verschmierten Fingern da und haben genüsslich das erste gegrillte Fleisch des Jahres verzehrt, bei dem man die Marinade noch von unverzehrbaren Reststückchen abgenagt hat:


Zutaten (für 3-4 Portionen, je nach Beilagen)

- Spareribs (1200 g)

- Ketchup (eta 80-100 ml)
- Senf (3 EL)
- Honig (3 EL)
- Chiliflocken (1 EL)
- Sambal Oelek (2 TL)
- Pfeffer, Salz
- Zucker (1 TL)
- Oregano (1 EL)
- Basilikum (1 EL)
- Knoblauch (2 große Zehen)
- Jack Daniels BBQ Sauce Rich Honey (1 EL)


Zubereitung (10 Minuten für Marinade, mindestens 1 Stunde Marinierzeit, auf dem Grill 15-25 Minuten)

Knoblauch in feine Scheiben schneiden, restliche Zutaten der Marinade verrühren und abschmecken. Wahlweise noch kurz durcherhitzen, damit auch die getrockneten Gewürze ihren vollen Geschmack entfalten.

Anschließend das Fleisch gut mit der Marinade mischen. Ich hab dazu jedes der störrischen Rießendinger einmal ordentlich eingerieben und durchgekneten und anschließend nochmals alles vermischt und zugedeckt ziehen lassen.

Anschließend auf einem nicht allzu heißen Grill unter regelmäßigem Wenden grillen. Die ersten sind uns noch sehr dunkel geraten, da der Grill ziemlich heiß war, die nächsten waren zwar auch relativ dunkel, schmeckten aber nicht wirklich verbrannt: Der Honig nimmt eben schnell Farbe an...


Dazu

gab es bei uns fränkischen Kartoffelsalat, den auch ein echter Franke fachgerecht zubereitet hat, und einen gemischten Salat. Und natürlich Brot, mit dem sich die Reste der Marinade ganz wunderbar vom Teller naschen lassen!

Preis (pro Person) 2,90 Euro

Kommentare:

  1. Hmmm, lecker!! Mir ist grad trotz der frühen Morgenstund das Wasser im Munde zusammen gelaufen :) Angrillen tun wir auch nächste Woche, ich freue mich schon!! Hoffentlich bleibt das Wetter so schön und die Sonne leistet uns noch ein wenig Gesellschaft...
    Liebste Grüße,
    Rike

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  2. Das ist die Idee! Am Wochenende soll es hier so warm werden, dass man echt grillen könnte. Da hatte ich nach dem langen Winter gar nicht mehr dran gedacht.... Der Frühling ist da und ich bemerke es nicht mal... Unglaublich!

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  3. Die Zeit zum Angrillen ist definitiv gekommen, und man muss sie nutzen: Letztes Jahr wurde nur im Frühjahr gegrillt, weil der Sommer nicht besonders gutes Wetter mit sich brachte, und auch diese Woche haben wir nur bis einschließlich Freitag knappe 20°C, dann verlässt uns das Glück übers Wochenende, und wir dürfen bei einstelligen Temperaturen wieder die warmen Jacken rauskramen... :)

    Liebe Grüße und euch auch viel Spaß beim ersten Grillvergnügen dieses Jahres,
    Ina

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  4. Gerade wegen des Honigs (der schnell verbrennt und bitter wird) ist die klassische Grilltechnik für Spareribs eigentlich die: Rippchen mit einer trockenen Gewürzmischung einreiben, dann bei ungefähr 120 Grad fertig grillen, dann erst mit der BBQ Sauce bestreichen und nochmal kurz(!) auf den Grill.

    Die ultimative Quelle für die Zubereitung von Spareribs ist http://amazingribs.com

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  5. @ Michael: Danke erstmal für den Tip, davon hab ich noch nirgens gelesen. Hatte nur Rezepte mit unterschiedlichsten Marinaden gefunden, in denen die Rippchen aber etwas mariniert werden.

    Insgesamt waren unsere Rips trotz des relativ dunklen Honigs überhaupt nicht bitter. Aber ich hab mir für's nächste Mal schonmal überlegt, die Marinade mit nur ganz wenig Honig zuzubereiten und erst auf dem Grill gegen Ende nochmals etwas Honig drüberzugeben. Das könnte ein guter Kompromiss sein.

    Ganz auf's Marinieren mag ich ungern verzichten, da trockene Gewürze einfach keinen Geschmack ins Fleisch bringen, und ich gerade das am Grillen so mag: Dass man sich etwas Zeit für richtig aromatisches Fleisch gibt... :)

    Liebe Grüße,
    Ina

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