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Dienstag

Gratinierte Ochsenherztomaten mit Spinat und Gorgonzola auf Reis

Meine Mama hat so von überbackenen Tomaten mit Blattspinat-Gorgonzola-Füllung geschwärmt, dass ich das unbedingt auch mal ausprobieren musste. Fürs Erste kamen sie allerdings ein bisschen abgewandelt auf den Tisch: Statt "normaler" Tomaten wurden leckere Ochsenherztomaten gefüllt, statt Lauchzwiebeln und Petersilie wanderte eine Schalotte in die Füllung und statt Kartoffeln gab es dazu Reis und ein Tomatensößchen aus dem Innenleben der fleischigen Tomaten.
Auf jeden Fall sehr, sehr lecker - nur: Mein Kochverhalten hat sich noch nicht wieder ans Bloggen angepasst. Dabei hatte ich das vor der Diplomarbeit gerade halbwegs perfektioniert. Und dann ging es rasant drei Schritte zurück zu: in der Küche stehen, gedankenverloren irgendwas schnippeln, zum PC rennen, zurück in die Küche, irgendwas in die Pfanne schmeißen, noch schnell was in nem Buch nachschlagen, oh, schnell Essen umrühren gehen, zurück zum Buch und stand da nicht noch was in... ohje, der Topf kocht über und würzen sollt ich auch noch... und dann während des Essens noch ein paar Sätze tippen... Also nicht falsch verstehen. Kochen kann ich noch. Nur alles abzuwiegen, die Mengen mitzuschreiben und auf die Uhr zu sehen ist wieder vollkommen in Vergessenheit geraten. Entsprechend vage sind heute mal wieder die Mengenangaben. Aber das wird auch wieder! Und zum Glück sind vage Angaben heute auch gar nicht sooo wild:)


Sonntag

Gourmandes vegetarische Bolognese-Spinat-Lasagne

Wow! Beziehungsweise eigentlich ja: Wow, wow, wow! Denn erstens hab ich glaub noch nie etwas so schnell nachgekocht, wie diese Bolognese-Spinat-Lasagne. Da sind keine 3 Stunden zwischen lesen & anhimmeln und nachkochen & genießen vergangen. Kaum zu toppen glaub ich - zumindest wenn man nicht bewusst nach Inspiration sucht, sondern eher zufällig drüber stolpert.
Gut, ok, Gourmandes Lasagne kam auch gerade recht, weil ich mich abends sowieso endlich mal an einer vegetarischen Bolognesesoße versuchen wollte und zufällig noch frischen Blattspinat zuhause hatte.
Womit wir denn auch schon bei  zweiten "Wow" wären: Diese vegetarische Bolognese... Ich war hin und weg! Geschmacklich war da wirklich kein Unterschied zu einer "richtigen" Bolognesesoße zu erkennen! Ich hab extra immer und immer wieder probiert, aber: Nein, schmeckt wirklich gleich. Nur optisch sah man es ihr dank der verwendeten Sojaflocken statt -schnetzel denn eben doch etwas an - aber das kann man das nächste Mal ja noch ändern!
Und das dritte Wow des Tages bezieht sich schlichtweg auf die Lasagne an sich. Also jetzt nicht nur darauf, dass sie superlecker war, sondern auch, weil ich zuvor immer der Meinung war, Lasagne lohne sich wegen der langen Zubereitungszeit nur in rießigen Mengen. Aber nix da: Lasagne ist Soulfood, beschmutzt mit 3 Sößchen zwar echt viele Töpfe, aber ist dennoch auch super in kleinen Portionen kochbar!
Wobei "klein" relativ ist, denn auch wenn ich Gourmandes Mengenangaben geringfügig abgewandelt hatte: Bei mir hat "eine Portion" eigentlich für 2 kleine Auflaufförmchen, also 2 Portionen gereicht. Das hier war eine halbe:


Elsässer Flammkuchen

Da die Fotos vom gestrigen Foogblogger-Treffen in Würzburg gerade mit dem Herrn Mitgenießer gerade Richtung München düsen, muss mein bzw. unser Bericht davon leider noch ein bisschen warten.
Stattdessen erwartet euch jetzt ein Erfahrungsbericht unseres ersten "richtigen" Flammkuchens! Bisher gab es die hier nämlich nur in einer Sparvariante mit Wraps als Boden. Weil das auch sehr lecker und vor allem super schnell zubereitet und eine perfekte Resteverwertung ist. Aber: Eben nicht das Original!
Vor dem hatte ich nämlich auch immer ein bisschen Angst: Ich dachte, so ohne Ausrollhilfsmittel würde ich den Teig sicher nicht dünn genug bekommen, und sie würden im heimischen Backofen sicher nicht so superknuspriglecker werden.
Die Angst besiegt habe ich dann dank Charlottes super einfachem Flammkuchenteigrezeptes und einem Forumsbeitrag, der mich hoffen lies, dass im Gasofen der Gastkochwohnung zumindest Flammkuchen gut gelingen würden. Also nichts wie ran, solang es noch Federweißen gibt!
Gut, unsere Flammkuchen hatten letztendlich noch sehr individuelle, "handgemachte" Formen und der Gasofen hat halt doch zu vereinzelten Verbrennungserscheinungen an der Oberfläche geführt. Aber trotzdem: Die Flammkuchen waren genial: Knsupriger Boden mit reichlich leckerem Belag. Die wird es ab jetzt öfter selbstgemacht geben - auch wenn die Flammkuchenstandbetreiber darunter finanziell vielleicht ein wenig leiden müssen:) 


Freitag

Mangold-Paprika-Quiche

Gerade geht hier alles etwas drunter und drüber. Deswegen kommt zur Feier des Tages, an dem ich endlich einkaufen war und wieder frisches Obst und Gemüse mein Eigen nennen kann, nicht etwa ein wunderbar frisches Rezept - sondern ein fast eine Woche altes, in dem ich "damals" die letzten vorhandenen frischen Zutaten verwurstelt habe. Entsprechend ist diese Quiche noch nicht so ganz das Optimum: Zum einen war der Vollkornmehlteig doch etwas arg "gesund", zum anderen hätte ich echt gern noch Egerlinge mit drin gehabt. Naja, lecker war es trotzdem! Nur die Pinienkerne sind geschmacklich leider etwas untergegangen..
Dafür war aber meine Quicheform ganz groß in Form, und ich liebe sie nach dem ersten herzhaften Backversuch jetzt noch mehr: Leicht einfetten, leicht bemehlen, ganz viel Mehl wiederabklopfen, und dennoch löst sich die Quiche sooooo toll. Und das macht den Genuss doch erst perfekt:) 


Dienstag

Selbstgemachte Chili Cheese Fries - neu interpretiert ;)

"Was sagt ein Soziologe (wahlweise zu ersetzen durch einen Soz.Päd., Historiker, Germanisten oder sonstigen Geisteswissenschaftler) ohne Arbeit zu einem mit Arbeit?" - "Einmal Pommes rot-weiß, bitte!"
Im Gegensatz zum klassischen Taxischein für mich immerhin halbwegs rosige Zukunftsaussichten. Denn dafür kann ich mich trotz einem komplett leeren Kühlschrank sogar neben der Diplomarbeit autodidaktisch berufsqualifizierend weiterbilden. Und zwar sogar in der Deluxe-Version, denn dank fehlendem Gefrierfach gibt es Pommes hier meist wirklich frisch selbst zubereitet. Für eine Portion dauert das ja eigentlich auch nicht viel länger als TK-Ware - nur muss man dabei eben anwesend sein.
Pommes rot-weiß sind allerdings eher schwierig bei mir zu realisieren, da Ketchup und Mayo in meinem Kühlschrank extrem selten gesehene Gäste sind.
Also eben Chili Cheese Fries. Bzw. nunja: zu wirklich originalgetreuen Chili Cheese Fries hat es dank fehlendem Hackfleisch und Bohnen natürlich auch nicht gereich. Aber hey: Es sind Fries mit Chili und Cheese - also eben doch irgendwie Chili Cheese Fries:)


Donnerstag

Schnelle Kässpatzen aus der Pfanne

Ich hab es zwar schon erwähnt, aber ich sag es nochmal: Dank meiner Diplomarbeit bin ich gerade beständig auf der Suche nach dem schnellen Genuss. Das Gericht muss dann schon wirklich lecker sein, immerhin ist es nicht nur kulinarisch gerade oft der Höhepunkt des Tages. Aber gleichzeitig muss es eben auch noch schnell auf dem Tisch sein, möglichst wenig Zeit und Geduld beanspruchen und - im Idealfall - dann auch noch nur ganz wenig Küchenutensilien beschmutzen (denn zum abspülen finden Diplomanden nämlich natürlich auch nie wirklich die Zeit ;). Also alles nicht so einfach...
Aber diese schnelle Kässpätzlepfanne hat sämtliche Anforderungen mit Bravour gemeistert! Und das, obwohl sie eigentlich erst während des Kochvorgangs kreiert wurde, weil ich plötzlich viel zu hungrig war, um die Spätzle erst noch im Ofen zu backen (was denn genau betrachtet sogar auch noch ökologisch und studentenbudgettechnisch etwas wertvollen Strom gespart hat ;).
Und natürlich haben sie auch die zusätzliche, kässpätzletechnisch alles entscheidende Anforderung erfüllt, und herrlich viele, unglaublich lange Käsefäden gezogen:)



Montag

Geröstete Tomatensuppe mit Balsamicozwiebeln & gratinierten Brotwürfeln

Meine Lieblingssuppen? Definitiv Tomatensuppe (egal ob schnell aus Dosentomaten oder aus frisch gerösteten) und Zwiebelsuppe (egal ob klassisch französisch oder die helle Straßburger Variante)!
Wenn ich mich bisher so gar nicht entscheiden konnte, gab es immer eine Cipollata.
Ab sofort wird die Cipollata allerdings mit dieser Suppenkreation konkurrieren müssen, denn auch sie vereint einfach alles, was eine Tomaten- bzw. eine Zwiebelsuppe so richtig lecker macht:
Die Basis ist eine Tomatensuppe aus gerösteten Tomaten (sowieso super lecker und gerade einfach die perfekte Saison). Verfeinert wird sie durch eingelegte Balsamicozwiebeln (inspiriert von Steph), separat überbackenen Ciabattawürfeln (natürlich inspiriert von einer klassischen Zwiebelsuppe) und frischem Basilikum (weil das zu Tomatensuppe immer toll ist).
Und wer das bisher noch nicht rausgelesen hat: Das Ergebnis hat mich absolut umgehauen: 


Freitag

Bunte Gemüse-Tartiflette

Was macht man, wenn zwei Menschen großen Hunger, aber jeweils nur noch kleinere Gemüsereste daheim haben? Man legt zusammen! Es hätte eine simple Bratkartoffel-Gemüse-Pfanne mit etwas Käse werden können. Aber beim Einpacken des Reblochon fiel mir glücklicherweise die Zucchini-Paprika-Tartiflette wieder ein, die ich neulich bei Gourmande so neidisch beäugt hatte.
Der passende Käse war ja vorhanden (wenn auch kein Ganzer, wie es eigentlich sein sollte), Gemüse gab es en masse (wenn auch keinen Parika). Aber nachdem Gourmande sich so erfolgreich an einer gemüsigen Variante einer klassischen Tartiflette versucht hatte, konnte uns all das auch nicht mehr stoppen und wir trieben das Ganze einfach mit den vereinten Gemüsresten auf die Spitze. So sehr vielleicht, dass es gar nicht mehr "Tartiflette" genannt werden dürfte. Aber das ist einem ehrlich gesagt relativ schnuppe, wenn man gerade eine große Portion davon verschlungen hat:


Samstag

Pasta 'ncasciata - sizilianischer Nudelauflauf mit Auberginen

Als ob er Saisonware wäre, lachte mich seit Wochen an jeder nur erdenklichen Ecke Scarmoza Affumicata an. Um diesem Theater ein Ende zu setzen, packte ich dann neulich einfach einen in meinen Einkaufskorb. Doch nichts da: Seitdem grinst er mich immer wieder hämisch aus meinem Kühlschrank an und fordert ein würdigeres Ende als das schnittchenweise Dahinsiechen in Form kleiner Häppchen zum Abendbrot ein.
Auf der Suche nach einem passenden Rezept warf ich mein Hirn an. Und als erstes wuselte mir in Gedanken gleich mal der liebe Sizilianer über den Weg, bei dem ich das erste Mal mit Scarmoza in Berührung kam. Leider sind weder er, geschweige denn seine Mamma gerade in greifbarer Nähe.
Aber Sizilien... Sizilien... Da war doch was? Na klar: Andrea Camellieri und seine liebenswerte Hauptfigur Commissario Montalbano! Seinem Schreibstil war ich von Anfang an verfallen, aber dass seine Hauptfigur alle paar Seiten eine andere sizilianische Köstlichkeit verspeist hat, hat mich beim Lesen regelmäßig in massive Heißhungerattacken getrieben... ;)
Die Bücher verfügen im Glossar denn auch passenderweise über eine Liste der "Im Text erwähnten kulinarischen Köstlichkeiten". Lange konsultiert werden musste die aber nicht, denn beim ersten Überfliegen blieb ich gleich an einem der wiederkehrenden Klassiker, dem Lieblingsnudelauflauf des Commissario, hängen.
Das Internet war diesbezüglich zwar leider nicht allzu auskunftsfreudig, aber immerhin habe ich diese vier Seiten hier gefunden, und mir daraus mein eigenes kleines - vielleicht nicht wirklich originalgetreues, aber sehr leckeres - Rezept für Pasta 'ncasciata zusammengebastelt: 


Sonntag

Polentapizza mit gebratenen Zucchinischeiben, Kapern und Gorgonzola

Auf der Suche nach Ideen, was man außer einer leckeren aber irgendwie auch langweiligen Beilage sonst noch aus Polenta so machen könnte, bin ich vor einiger Zeit bei Homemade deliciousness auf ein Rezept für Polentapizza gestoßen. Erinnert geschmacklich ein bisschen an Polentascheiben im Auflauf, ist aber optisch eine viel ausgefallenere Sache!
Ein bisschen gedauert bis zum Selbstversuch hat es dann noch, aber jetzt hatte ich mal fast die passenden Gemüsereste im Kühlschrank, und der Rest wurde eben ein bisschen abgewandelt, damit der Kühlschrank auch wirklich leer ist danach:
Mein Polentaboden fiel dann etwas dünner aus, weil viele Reste nunmal viel Grundfläche brauchen.
Die Tomatensoße war bei mir denn auch passenderweise etwas reichlicher, weil noch eine halbe Fleischtomate mitpüriert werden wollte.
Oliven hatte ich leider keine, aber zumindest ein offenes Glas der hochgelobten Kapern. Und als kleine Ergänzung hab ich die Zucchinischeiben vorher noch kurz angebraten - einfach weil ich das voll gern mag.
Zu guter Letzt musste der nicht vorhande Pizzakäse meinem reifen Gorgonzola weichen und auch die Parmesanmenge wurde entsprechend etwas verringert.
Herausgekommen ist dann eine wunderbar leckere Pizza, von der man dank des relativ dünnen Bodens lieber keine rießen Stücke abschneiden sollte, das wird sonst zum Balanceakt:)


Freitag

Mini-Kartoffelgratin. Oder: Wie zaubert man eine schöne Beilagenportion?

Ich bin ja ein Rießenfan von Kartoffelgratin! Das gibt es bei mir auch ständig. Wahlweise ganz klassisch oder auch mal mit Gemüse gemischt. Aber meistens "pur", also maximal mit etwas Brot oder Salat dazu. Dabei wird es meistens ja eher als Beilage serviert. Nur bei uns daheim war das eben nie so.
Irgendwann wollt ich es dann auch mal als Beilage machen, hab aber festgestellt, dass es als Beilage einfach nur nach einer flatschenden Mensa- oder Film-Gefängsniskellen-Ladung an Kartoffelmatsch aussieht.
Versuchsweise hab ich die Kartoffeln mal ringförmig ziegelartig in Tarteletteförmchen geschichtet, gratiniert und anschließend im Förmchen als Beilage serviert. Schon wesentlich schöner, aber irgendwie auch doch suboptimal mit einem zusätzlichen Förmchen mit auf dem Teller.
Aber mit meinen kleinen Auflaufförmchen ist denn auch die rettende Idee mit bei mir eingezogen! Seitdem mache ich Kartoffelgratin als Beilage einfach in diesen kleinen Förmchen (auch wenn man da mit der Soße immer etwas aufpassen muss, dass sie nicht zu stark überkocht) und packe anschließend ordentliche, runde Kartoffelgratintürmchen mit auf die Teller:


Montag

Hochgestapelte Melanzane alla parmigiana

Der Sommer ist für mich ja oft so eine ganz schlimme Phase, da ich mich beim Einkaufen kaum vor frischen Zutaten retten kann und dann soviel kaufe, dass es zuhause weder in meinen Kühlschrank, meine Küche, geschweige denn meinen Bauch passen könnte.
Aber naja, dann gibt es eben umso mehr Gemüse, ist ja gesund. Auberginen hatten mich neulich jedenfalls auch mal wieder angelacht, und so sollte es Melanzane alle parmigiana geben, nachdem das Wetter nicht wirklich beständig genug ist, um eine Grillsession planen zu können.
Eigentlich ist das Rezept ja schon verbloggt, eigentlich dachte ich auch immer, dass ich dem nichts mehr hinzuzufügen sondern es lediglich noch ganz oft heimlich still und leise für mich zuzubereiten hätte.
Aber dann lachte mich doch neulich genau dieses Gericht aus der Juli-Ausgabe des tegut-Kundenmagazins an. Prinzipiell nichts ungewöhnliches, ist ein Klassiker, es ist Auberginensaison, und selbst die Zutatenliste entsprach grob meiner bisherigen.
Aber da war denn doch etwas, was mich so richtig begeistert hat: Die Auberginen waren nämlich längs in Scheiben geschnitten und mit den restlichen Zutaten ordentlich aufgestapelt! Was als Beilage einfach nur phantastisch aussieht, fast sämtliche zum-Teller-balancier-Unfälle ausmerzt, und somit auch nur für halb soviel Futter für das Fluchkassensparschweinchen sorgt:


Donnerstag

Strammer Max mit Schwarzwälder Schinken, Cheddar & gebratenen Zwiebeln

Heißt ein Strammen Max eigentlich überall in Deutschland so? Wie nennt man denn bei euch eine Scheibe Brot mit Schinken und Spiegelei? Für mich ist das ja eine fast schon überlebensnotwendige Frage für die Reisen innerhalb Deutschlands. Denn ich bin ein rießen Strammer-Max-Fan! Meist gibt es ihn hier zwar in der ganz klassischen, simplen Original-Form, aber ab und an gibt es so Variationen, die mich ebenfalls überzeugen können. Und die hier ist eine davon!
Erfinder der Kombination, die erstmal seltsam anmuten mag, aber absolut phantastisch schmeckt ist übrigens der Eigentümer meiner Gastkochwohnung. Dessen Kühlschrank gab letztes Wochenende nur noch diese Zutaten her, und herausgekommen ist ein absoluter Gaumenschmaus! Und weil es so lecker war, das Wetter wieder erlaubt, dass man etwas Warmes isst, und mein Kühlschrank heute ebenfalls alle nötigen Zutaten enthielt, gab es das Ganze gleich noch einmal. War aber auch zu lecker:


Montag

Julianes Bärlauch-Tartes mit Kirschtomaten in leichter Variation

Woran merkt man, dass man sich dank seiner Diplomarbeit definitiv zu ungesund ernährt?

a)      Wenn man sich nachmittags schon den ganzen Weg zur Bib wie ein kleines Kind darauf freut, dass man sich beim Bäcker eine Breze holen kann. Zumal es die erste feste Nahrung des Tages ist.
b)      Wenn einem der eigene Mann mitteilt, dass er nun auch endlich wieder ganz viel Grünzeug im Kühlschrank hat und gerade schon einen großen Salat verputzt hat. Und man kleinlaut zugeben muss, dass man selbst kein bisschen Grün im Kühlschrank liegen hat.
c)      Wenn alle um einen rum schon seit Wochen Bärlauchrezepte posten, und sicherlich schon sämtliche Bestände im Umland abgeerntet sind. Und man selbst erst auf dem Wochenmarkt mit reichlich Verspätung den ersten Bärlauch für teuer Geld ersteht. 

Als Soziologe mitten in der Diplomarbeitsleküre vertieft möchte ich anmerken, dass hier entweder eine Antwortmöglichkeit fehlt oder definitiv eine Mehrfachnennung möglich sein muss. Ansonsten wähle ich Antwortmöglichkeit:

d)      Irgendwie von allem ein bisschen.

Tja, und so kommt esdenn auch, dass bei mir erst jetzt der erste Bärlauch auf den Tisch kommt. Undzwar in Form einer kleinen Quiche, die ich mir - zumindest weitestgehend - von Juliane von Schöner Tag noch! abgeschaut hab. Die sah einfach soooo toll aus! Und Bärlauch und Tomate geht eh immer zusammen. Das Originalrezept findet ihr übrigens hier.
Da ich leider trotz frisch erworbenem Bärlauch, neuen Tarteförmchen und - so winzigen, dass man sie nur noch putzig nennen kann - Kirschtomaten leider nicht alle Zutaten im Haus hatte, folgt hier noch mein leicht abgewandeltes Rezept für 2 ganz kleine oder eine kleinere Quiche:


Donnerstag

Krustenbrot mit Auberginen-Sesam-Mousse und Tomate gratiniert

Nur was kleines. Aber lecker, und was will man bei Mitte 20°C denn sonst essen? :)
Und wenigstens gibt das leckere Auberginen-Sesam-Mousse so auch optisch eine etwas bessere Figur ab. Bzw., nunja, eigentlich ist es ja nur von farbenprächtigeren Tomaten und Käse verdeckt:


Mittwoch

Egerling-Spinat-Quiche mit halbgetrockneten Tomaten und Chili

Küchenreste juhee! Irgendwie sammeln sich nämlich insbesondere im Frühling immer Unmengen an frischem Gemüse bei mir. Endlich gibt es das alles schließlich wieder! Und es schmeckt auch wieder nach was! Und ist billig! Nur muss man sich dann immer wieder neue Kreationen ausdenken, um diese Berge gesunder Lebensmittel irgendwie auch verzehrt zu bekommen.
Naja. Jedenfalls klang diese Gemüsemischung für mich nicht nur äußerst lecker, sondern sah auch bereits in der Pfanne so herrlich farbenfroh aus, dass es ja nur irgendwie gut werden konnte! Gut, Quiche ist meist nur so mittelmäßig fotogen, aber das wirkt sich ja glücklicherweise nicht negativ auf ihren Geschmack aus:



Dienstag

Chicorée mit Schwarzwälder Schinken und Camembert gratiniert

Die etwas mildere Variante hab ich hier schonmal vorgestellt, heute gab es mal wieder die sehr würzige Variante mit Schwarzwälder Schinken. So, wie es meine Mama immer kocht. Bei mir ist normalerweise nämlich nur sehr, sehr selten Schwarzwälder Schinken im Haus, obwohl ich eigentlich lange genug in einer der Städte gewohnt hab, die sich gerne als das Tor zum Schwarzwald bezeichnen.
Naja, jedenfalls ist es wirklich ein relativ würziges Gericht, weswegen sowohl Menschen, die Chicorée nicht besonders mögen als auch die, die Schwarzwälder Schinken maximal "so mittel" finden, diese Leckerei denn doch lieber meiden sollten. Dafür kommen Liebhaber denn aber mal voll auf ihre Kosten:



Donnerstag

Gratinierte Auberginenscheiben auf Tomatensugo

Nachdem in den letzten Wochen durch ein neues Kochbuch meine Lust auf Tapas neu erwacht ist, kommen nun auch ein paar altbewährte Rezepte wieder auf den Tisch. Das hier hab ich in Barcelona mal gegessen, und anschließend zuhause nachgebaut: Auberginen- und Tomatenscheiben auf Tomatensugo mit Manchego überbacken. Es hat ein bisschen Ähnlichkeit mit Melanzane alla parmigiana, schmeckt aber durch den Manchego doch ganz anders und ist vor allem schneller und einfacher zubereitet:


Melanzane alla parmigiana - Italienischer Auberginenauflauf

Eigentlich etwas zeitaufwändig in der Zubereitung, aber ich hatte mal wieder richtig Lust darauf.
Der Auflauf kann sowohl pur, als Beilage zu Fleisch, mit Reis oder einfach mit etwas Brot als Vorspeise serviert werden. Und am besten lauwarm!
Aber zwei Fragen haben sich soeben ergeben: Zum einen, was eigentlich alle anderen machen, damit sie immer so unglaublich sauber blitzende Auflaufformen fotografieren? Oder ist das nur Photoshop?
Und zweitens, ob außer mir eigentlich auch noch andere vergessen, die schon fertig gehackten Kräuter über - in diesem Fall - den Auflauf zu geben, bevor er fotografiert wird? Ich hab sie schon wieder erst wieder gesehen, als ich den Auflauf schon aus der Form raus hatte. Und dabei sieht er mit etwas Grün darauf noch viel leckerer aus:


Mittwoch

Auflauf mit Nürnberger Würstchen, Lauch und Brezen

 Diesmal bin ich an der eventuell für manchen Franken so empfundenen "Vergewaltigung" der Nürnberger Bratwürste gar nicht selbst Schuld. Denn tatsächlich, so unfränkisch es eigentlich klingt, und trotz der Tatsache dass ich das hier noch nie vorgesetzt bekommen hab - befindet sich dieses Rezept in meinem fränkischen Kochbuch.
Und die Kombination klang auch für mich erst verstörend, aber letztendlich war ich positiv überrascht. Kochen mit Brezen kannte ich aus Bayern, eine Weißwein-Sahne-Soße ist eigentlich nie verkehrt, Würstchen in einem Auflauf schmecken tatsächlich, und der geschmolzene Edelpilzkäse hat nicht nur aus dem Ofen schon wunderbar gerochen, sondern tatsächlich auch herrlich dazugepasst. Mein Mut wurde also voll und ganz belohnt: