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Donnerstag

Strammer Max mit Italian Touch

Kennt ihr das, wenn was so lecker ist, dass man es gleich fünfmal hintereinander essen kann - und das dann auch macht? So ging es mir in den letzten Tagen mal wieder. Und zwar mit dieser sonntäglichen Resteverwertungsabwandlung des Strammen Max.
Also so ein Strammer Max ist ja eh immer klasse. Und in allen Abwandlungen. Aber die letzten Tage kam er immer und immer wieder genau so auf den Tisch. Und das Beste ist: Er macht sich so nebenbei. Also ein super Frühstück / der perfekte Snack zwischendurch / ein wunderbares Vesper bei akutem großen Hunger und wenig Zeit:


Sonntag

Schokolierte Zimt-Mandeln

An Weihnachten hatten wir noch gescherzt, ob wir die Geschenke bei diesem schönen Wetter nicht vielleicht lieber draußen verstecken sollten. So für den Fall, dass wir zum Ausgleich dann an Ostern bei Minusgraden und Schnee drinnen sitzen sollten...
Damals war das lustig, jetzt scheint es traurige Realität zu werden. Und die Existenz von Karmagöttern scheint damit auch immer wahrscheinlicher... ;)
Aber hey: Think positive! Immerhin heißt das auch, dass die Zimtsaison noch nicht um ist! Und ich kann auch an Ostern nochmal ein paar dieser oberleckeren schokolierten Zimt-Mandeln verschenken. 
Und selbst ganz viele naschen. Denn dank der süßen Hex Karin weiß ich jetzt ja endlich, dass man die nicht für teuer Geld kaufen muss, sondern auch ganz einfach selbst herstellen kann! Die Zutaten mal mehr, mal weniger abgewandelt steht bei mir seitdem immer wieder mal innerhalb kürzester Zeit eine rießige Menge schokolierter Mandeln als Last-Minute-Geschenk oder zum selber Vernaschen bereit:


Dienstag

Mein Alexander-Herrmann-Selfmade-Geburtstagsessen - Teil 1
Salatherzen im Speckmantel mit gerösteten Mandeln & Rosmarin

Letztes Jahr hab ich von ein paar lieben Freunden zum Geburtstag ein rießiges Kochbuch bekommen: Küchen IQ von Alexander Herrmann.
Als Fernseh- und Promi-Muffel musste ich mir dann zwar erstmal erklären lassen, weshalb auf dem Cover ein Mann und kein Essen abgebildet ist - dafür bin ich nach dem Aufschlagen aber sofort in den geschmackvollen Fotos versunken, die einem wirklich das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen.
Dennoch habe ich es im gesamten letzten Jahr irgendwie nie geschafft, etwas aus dem Buch zu kochen. Das mag aber daran liegen, dass ich generell kein so großer Kochbuchfreund bin, sondern sie meist nur durchblätter und ein paar Ideen mitnehme, an die ich beim einkaufen vielleicht mal zurückdenke - aber eben nur sehr selten Rezepte wirklich exakt nachkoche. 
Aber jetzt, ein Jahr später, musste es endlich getestet werden! Ein Drei-Gänge-Menü sollte es sein. Also das große Buch auf den Schoß legen, aufschlagen, und ... das erste Problem wurde direkt deutlich: Es gibt kein Vorspeisen-Kapitel. Um das Buch dennoch endlich umfassend einweihen zu können, wurde dann eben ersatzweise in den zahlreichen Beilagen-Kapiteln gestöbert. Und siehe da: Es fand sich darunter auch etwas vorspeisentaugliches. Und zwar:
Salatherzen im Speckmantel. Mit gerösteten Mandelblättchen und Rosmarin. Dazu etwas Brot. Erinnert übrigens nicht nur optisch, sondern auch geschmacklich etwas an Chicorée im Speckmantel - kam bei den Herren aber von vornherein wesentlich besser an. Schließlich wird da einfach Salat am Stück in einem männlichen Scheibchen Speck gebraten :)


Montag

Mozartkugeln

Ich bin wieder hier! Die Diplomarbeit abgegeben, alle Bücher zurück in der Bibliothek, der Weg zur Küche nicht mehr von Ordnern, Exzerpten und Tonnen von Notizzetteln versperrt und neben dem Warten auf die Abschlussnote, Wälzen von Stellenanzeigen, Bewerbungen Schreiben und Kaffee in der Sonne Trinken sollte denn doch auch wieder etwas mehr Zeit sein, um sich nicht mehr nur von Kaffee, Kartoffeln in allen Variationen, Nudeln mit Tomaten-und-irgendwas-aus-der-Dose-Soßen, Rotwein, Crackern, Trauben und Käsewürfeln zu ernähren - und das Ganze denn auch fotografisch festzuhalten und darüber zu berichten... ;)
Sollte man meinen. Doch der erste Versuch ist gleich mal fast gescheitert: Reichen doch tatsächlich nur ein paar Wochen, um glatt zu vergessen, dass man Pralinen lieber VOR der fünfstündigen Zugfahrt ablichten sollte. Aber egal. Denn da Mozartkugeln die allerersten Pralinen waren, die ich selbst hergestellt hab, müssen die endlich auch mal hier vorgestellt werden! Vor allem weil sie zwar toll und total kompliziert aussehen, eigentlich aber ganz leicht herzustellen sind und noch dazu so wenig Alkohol enthalten, dass die zukünftige Mozartkugelngroßproduktion zu Weihnachten ab jetzt Aufgabe meiner kleinen Geschwister sein wird:)


Sonntag

Elsässer Flammkuchen

Da die Fotos vom gestrigen Foogblogger-Treffen in Würzburg gerade mit dem Herrn Mitgenießer gerade Richtung München düsen, muss mein bzw. unser Bericht davon leider noch ein bisschen warten.
Stattdessen erwartet euch jetzt ein Erfahrungsbericht unseres ersten "richtigen" Flammkuchens! Bisher gab es die hier nämlich nur in einer Sparvariante mit Wraps als Boden. Weil das auch sehr lecker und vor allem super schnell zubereitet und eine perfekte Resteverwertung ist. Aber: Eben nicht das Original!
Vor dem hatte ich nämlich auch immer ein bisschen Angst: Ich dachte, so ohne Ausrollhilfsmittel würde ich den Teig sicher nicht dünn genug bekommen, und sie würden im heimischen Backofen sicher nicht so superknuspriglecker werden.
Die Angst besiegt habe ich dann dank Charlottes super einfachem Flammkuchenteigrezeptes und einem Forumsbeitrag, der mich hoffen lies, dass im Gasofen der Gastkochwohnung zumindest Flammkuchen gut gelingen würden. Also nichts wie ran, solang es noch Federweißen gibt!
Gut, unsere Flammkuchen hatten letztendlich noch sehr individuelle, "handgemachte" Formen und der Gasofen hat halt doch zu vereinzelten Verbrennungserscheinungen an der Oberfläche geführt. Aber trotzdem: Die Flammkuchen waren genial: Knsupriger Boden mit reichlich leckerem Belag. Die wird es ab jetzt öfter selbstgemacht geben - auch wenn die Flammkuchenstandbetreiber darunter finanziell vielleicht ein wenig leiden müssen:) 


Chili Cheese Nuggets

Ich musste feststellen, dass ich - obwohl eigentlich eher selten gepflegt amerikanisch essend - doch ein bisschen Fastfood-geschädigt bin: Als ich nämlich neulich im Gemüseregal Jalapenos entdeckt hab, musste ich als erstes an Chili Cheese Burger und Chili Cheese Nuggets denken... ;)
Also wanderte neben den Jalapenos auch gleich noch etwas Cheddar und ein paar Scheibletten mit in den Einkaufskorb. Zuhause wurde dann sofort das Internet konsultiert, aber zumindest ich war nicht in der Lage, ein Rezept für Chili Cheese Nuggets zu finden.
Naja, dann musste eben improvisiert werden! Das hat dann auch gleich beim ersten Mal ganz gut geklappt; beim zweiten Mal wurde nur noch im Detail etwas perfektioniert und die verwendeten Mengen abgewogen und notiert. Das einzige verbleibende Manko: Zum einen sind oberbayerische Bio-Jalapenos irgendwie nicht wirklich scharf (aber das kann man mit Chilipulver "korrigieren"), und zum anderen hab ich grundsätzlich ein Bällchen, bei dem die Panade eben doch nicht so ganz dicht hält. Aber der Geschmack... Der Geschmack ist genial:


Dienstag

Selbstgemachte Chili Cheese Fries - neu interpretiert ;)

"Was sagt ein Soziologe (wahlweise zu ersetzen durch einen Soz.Päd., Historiker, Germanisten oder sonstigen Geisteswissenschaftler) ohne Arbeit zu einem mit Arbeit?" - "Einmal Pommes rot-weiß, bitte!"
Im Gegensatz zum klassischen Taxischein für mich immerhin halbwegs rosige Zukunftsaussichten. Denn dafür kann ich mich trotz einem komplett leeren Kühlschrank sogar neben der Diplomarbeit autodidaktisch berufsqualifizierend weiterbilden. Und zwar sogar in der Deluxe-Version, denn dank fehlendem Gefrierfach gibt es Pommes hier meist wirklich frisch selbst zubereitet. Für eine Portion dauert das ja eigentlich auch nicht viel länger als TK-Ware - nur muss man dabei eben anwesend sein.
Pommes rot-weiß sind allerdings eher schwierig bei mir zu realisieren, da Ketchup und Mayo in meinem Kühlschrank extrem selten gesehene Gäste sind.
Also eben Chili Cheese Fries. Bzw. nunja: zu wirklich originalgetreuen Chili Cheese Fries hat es dank fehlendem Hackfleisch und Bohnen natürlich auch nicht gereich. Aber hey: Es sind Fries mit Chili und Cheese - also eben doch irgendwie Chili Cheese Fries:)


Freitag

Leicht beschwipster Feigen-Walnuss-Camembert

Eigentlich wollte ich ja jetzt, da es wieder frische Feigen gibt, endlich mal wieder einen mit Feigen und karamellisierten Hasel- oder Walnüssen gefüllten, gebratenen Camembert zubereiten (so wie hier mit Äpfeln und Mandeln).
Aber in der langen Wartezeit kamen mir da dann "leider" sowohl Ellys kalt gefüllter Camembert mit Backpflaumen als auch Desys Käse mit Sellerie und getrockneten Feigen dazwischen.
Und nachdem ich dann auch noch einen so unglaublich cremigen Camembert nach Hause getragen hatte, dass er schon in kaltem Zustand fast davon gelaufen ist, war die Sache mit dem gebackenen Camembert endgütlig gegessen. Das wäre ja pure Verschwendung gewesen!
Und hätte mich zudem um den Genuss gebracht, einen phantastischen Camembert, aufgewertet durch eine mindestens ebenbürtige Füllung, einfach mal in kaltem Zustand zu genießen:


Dienstag

Eingelegter Feta mit Rosmarin und getrockneten Tomaten

Das klingt jetzt vielleicht komisch, aber so ein neuer Laptop ist echt nicht gesund. Man rauft sich die Haare, bis alles installiert ist, man sitzt sich solange auch noch den Hintern platt, anschließend sticht man sich die Finger wund, bei dem Versuch, ihm eine feine Hülle zu nähen, und vor allem: während all dem kommt man kaum zum kochen sondern ernährt sich von allem, was die Süßigkeitenkiste und der Kühlschrank so alles hergeben. Selbst das schnellste Essen muss nämlich länger kochen als ein Treiber zum installieren und der PC anschließend zum Neustart braucht. Ein Glück, wenn der Kühlschrank da wenigstens ein paar sehr leckere Kleinigkeiten hergibt. In meinem Fall sowohl die neulich schon vorgestellten eingelegten Balsamicozwiebeln, als auch ein großes Glas eingelegter Feta. Mit Rosmarin. Und getrockneten Tomaten. Das ist zur Zeit meine Lieblings-kombination - aber auch viele andere Kräuter oder einfach nur Chili sind echt lecker. Denn das einzig wirklich Wichtige dabei ist, dass der Ausgangsfeta schon richtig gut ist - und dass man ein paar viele Scheibchen Brot zum tunken dazu bekommt:)


Freitag

Ciabatta mit gegrillten Nektarinen, Ziegenkäse, Basilikum und Pinienkernen

Dieses Studentenleben macht mich fertig! Wenn man nämlich erst so spät einkaufen geht, dass der Wochenmarkt schon abgebaut hat, hat man momentan leider jede Möglichkeit verspielt, an Feigen zu kommen. Doof! Und das sag ich jetzt nicht nur als allgemeiner Feigen-Junkie, der sich zu Beginn der Saison fast jedesmal fast eine Überdosis verpasst. Sondern insbesondere, weil die liebe Lilly (bisher bekannt aus der Mini-Küche, jetzt betreibt sie aber ganz neu das Chez Lilly ;) kurz vorher mit einer Rezeptidee für Feigen sowas von angefixt hatte, dass mir schon das Wasser im Munde zusammenlief. Ganz beiläufig in einem Kommentar hatte sie nämlich geröstete Brotscheiben mit Feigen, Ziegenkäse, Basilikum und Pinienkernen erwähnt. Da kann man doch ganz nicht anders, da muss man einfach schwach werden, oder?
Und dann gab es keine Feigen! Aber zumindest Nektarinen. Und weil man auf die auch noch so schöne Streifen zaubert kann (die kommen ganz sicher nie aus der Mode, oder? ;), waren die dann auch ein super Ersatz für die Feigen. Ausprobiert wird Lillys Rezept trotzdem noch, aber hiermit hab ich definitiv eine gute Alternative für den Teil des Jahres gefunden, der leider sowieso keine Feigensaison ist. Nur - so ganz allgemein mal - für mich bitte lieber auf einem Buffet, wo ich nochmal welche nach holen kann, als vorportioniert als Häppchen oder Vorspeise, ja? Danke:)


Mittwoch

Blätterteig-Feigen-Häppchen mit Feta, Honig und Sesam

Weil die Blätterteig-Feigen-Häppchen mit Camembert überbacken gleich soooo superlecker waren, endete die zweite Hälfte des Blätterteiges gleich in einer ganz ähnlichen Kreation. Unentschlossene können auch einfach halbe-halbe machen oder noch mit weiteren Käsesorten experimentieren. Zum Beispiel Gorgonzola, der wurde mir nämlich von Täglich Freude am Kochen und Tanja von Tanja's Cooking Corner zu Feigen auch wärmstens empfohlen.
Der Feta wurde zur Abwechslung übrigens nicht mit überbacken, sondern nachträglich darüber zerkrümelt. Ich fand warm diese Kombination aus warmem Blätterteig und Feigen und dem kalten Feta ganz toll, und erkaltet mag ich den nicht gebackenen Feta auch ein bisschen lieber. Aber da sind natürlich massig kreative Spielräume für jeden vorhanden:)


Dienstag

Marinierte Paprika-Frischkäse-Röllchen

Ich mag meinen neuen Laptop ja wirklich, aber Vista loszuwerden und XP auf so was Modernes zu packen ist doch ganz schön nervenaufreibend, zeitintensiv, und jetzt scheint auch noch generell der DVD-Brenner ein Problem zu haben. Aaaaaaaaaaah! Naja, aber um sich nicht zu sehr nerven zu lassen, beschäftige ich mich jetzt eben mit kleinen Leckereien und blogge einfach doch nochmal von einem "alten" Rechner aus - in diesem Fall aber wenigstens nicht meinem, sondern dem von meinem Mann. Auch schön.
Aber zu dem Rezept, das mich jetzt ein wenig aufmuntert: Gefüllte Paprika-Frischkäse-Röllchen! Über die bin ich vor längerem mal in meinem Tapasbuch gestolpert und war absolut begeistert. Schließlich liebe ich gefüllte, eingelegte Mini-Paprika. Nur bekommt man die leider sooooo selten. Da sind diese Röllchen eine wunderbare Lösung, denn die werden mit ganz normalen, fast immer verfügbaren, großen Paprika zubereitet!
Beim Rezept hab ich mich an die bewährte Zusammensetzung von hier gehalten. Es bleibt auch mit großen Paprika übrigens ein kleines feinmotorisches Abenteuer, und ich hab die Röllchen bisher noch nie eingelegt, weil ich da etwas Angst hab, dass sie rundum mit Frischkäse bedeckt wieder auftauchen würden. Aber das ist ja nicht so wild, denn für ein Buffet sind sie eine genauso leckere, wesentlich billigere und sicher nicht minder formschöne Alternative:


Freitag

Blätterteig-Feigen-Häppchen mit Schafskäse, Honig und Sesam überbacken

Hab ich eigentlich schonmal gesagt, wie sehr ich Feigen liebe? Ich liebe, liebe, liebe sie. Das ist auch der Grund, weshalb ich seit Monaten verzweifelt jeden Laden und Markt abrenne, und jetzt, da es sie endlich wieder gibt, die Dinger zu einem sowas von überteuerten Preis immer schön stückweise vorsichtig nach Hause trage.
Eigentlich hatte ich entsprechend der monatelangen Überlegzeit auch viele, viele Ideen, was ich aus den Feigen machen will. Und letztendlich die ersten alle einfach so gegessen. Aber immerhin mit vorher jedesmal kurz überlegen, denn dann musste ich ja wieder zum Markt radeln, um mir wieder welche zum Verkochen zu holen. Naja, sei's drum, Bewegung hat noch keinem geschadet...
Was aber viel verwunderlicher ist als dieses absonderliche Verhalten: Dass das erste "Gericht" mit Feigen mehr eine Zufallskreation wurde. Eigentlich sollten Tomaten auf den Blätterteig, aber dann lagen diese Feigen so verführerisch neben mir. Also wurde schnell umgeswitcht, etwas Honig dazu, etwas Sesam, und weil ich doch keine Lust auf Süßes pur hatte eben auch noch ein wenig Käse.
Herausgekommen sind diese leckeren kleinen Häppchen, die man auch nicht zwingend auf ein Buffet legen muss, sondern auch einfach alle ganz alleine verzehren kann:


Mittwoch

Zwetschgen mit Blauschimmelkäsekern im Speckmantel

Meist besteht mein Nachmittagskaffeepausenvergnügen ja mitunter darin, die Tageszeitung mit amüsiertem Schmunzeln zu lesen. Nicht, weil die Nachrichten so lustig wären, sondern einfach der qualitativen Umsetzung wegen. Am Wochenende bspw. dieser vollkommen unkommentierte "Gastbeitrag von Barack Obama". Gestern mal wieder fett und groß gedruckt "Vorname Nachname" statt eines Autors. Ach, es ist ein herrliches Vergnügen.
Aber manchmal, manchmal nehm ich auch echt was mit aus diesem Blättchen. Diesmal bspw. ein Rezept, oder vielmehr Tipps, was man mit Zwetschgen noch so alles machen kann. Angegeben waren diese als Entweder-Oder, aber dass man sich nicht immer entscheiden, sondern auch alles zusammen machen kann, hab ich ja neulich erst hier mal wieder gelernt. Also gab es bei mir nicht ENTWEDER Blauschimmelkäse-Füllung ODER Speckmantel, sondern einfach BEIDES in einem! ;)
Meine heißgeliebten Datteln im Speckmantel schlagen sie nicht - aber das ist auch fast unmöglich. Lecker sind sie aber! Nur werde ich das nächste Mal einen würzigeren Blauschimmelkäse nehmen, das vertragen die Pflaumen nämlich durchaus! Der Salat hingegen war letztendlich mehr Deko als Bestandteil. Aber hinterher ist man halt meistens klüger:)


Sonntag

Eingelegte Balsamico-Zwiebeln

Ich liebe eingelegte Balsamico-Zwiebeln! Leider gibt es sie nicht immer, nicht überall, und teils nur zu horrenden Preisen. Warum es diese Leckerei übrigens nicht immer und überall gibt, ist mir ein Rätsel: Gibt es tatsächlich Menschen, die die nicht mögen? Bitte setzt euch zu mir an den Tisch, ich kenn nur welche, die sie genau verschlingen wie ich... ;)
Um das "Problem" beim Schopfe zu ergreifen hab ich mir dann irgendwann mal die Zutatenliste auf den Gläschen zu Gemüte geführt, anschließend kleine Zwiebeln gekauft und diese in einem selbst komponierten Sud inspiriert durch die Zutatenangaben eingekocht. Das Ergebnis dieser Hau-Ruck-Aktion hat zwar schon ganz gut geschmeckt, aber die Zwiebelchen waren noch relativ fest.
Also hab ich mal das Internet befragt, tatsächlich sehr wenig Rezepte gefunden, aber immerhin das hier bei Claudia von fool for food und das hier bei Küchenlatein. An letzteres habe ich mich dann bei der Zubereitung gehalten, und siehe da: Ich würde sagen, die Zwiebelchen sind fast noch besser als aus dem Glas! Unbedingte Nachkochempfehlung für alle Balsamico-Zwiebel-Liebhaber:)


Freitag

Süß-saure Gurken mit Mandeln

Ich liebe Tapas, und eigentlich auch mein klitzekleines Tapas-Kochbuch. Aus eben diesem gab es diesmal die süß-sauren Gurken mit Mandeln, Chili und Kapern. Und sie schmecken wirklich gut! Das muss ich jetzt vorher einmal ganz laut sagen, auf dass das keinem beim Weiterlesen wieder aus dem Gedächtnis entwischt: Sie waren echt lecker!
Aber, aber, aber: Das Kochbuch ist in anderer Hinsicht mit diesem Rezept voll in die Falle getappt. Ich hatte es nämlich auch nach Bild ausgewählt: Gedünstete Gurken, die noch knackig grün waren! Phantastisch, das wollte ich auch! Und dann kam es eben doch so, wie es nunmal kommen musste: Sie wurden natürlich doch eher essiggurkengrün...
Dass das nicht an mir lag konnte ich beim späteren Nachschlagen des Rezeptes denn auch noch mit Hilfe des Kapiteleinleitungsfotos nachweisen, denn dort waren die Gurken am Rande drauf. Und zwar essiggurkengrün und mit Kernen. Puh, bin ich da beruhigt! Dennoch: Ich kann es nicht leiden, wenn man keine Chance hat, etwas so nachzukochen, wie es auf dem Foto aussieht.
Aber kehren wir zum positiven Teil zurück: Denn auf einem Tapasbuffet machen sie sich sicher gut - und wer es vorher weiß, ärgert sich beim Verzehr auch nicht so über die bleichgedünstete Optik: 


Donnerstag

Gegrillte Maiskolben mit Kräuterbutter

Gut, ein Rezept brauchen die meisten dafür wohl nicht. Vor allem, weil ich da jetzt auch nichts wirklich innovatives hinzuzufügen habe. Aaaaaaaber: Viel zu oft vergisst man doch diese netten kleinen Kleinigkeiten, die so ein Grillgelage erst so richtig perfekt machen. Also heute als simple Inspiration einer meiner absoluten Favoriten vom Grill, den es wohl saisonbedingt dennoch viel zu selten gibt. In der Hoffnung, das Wetter möge noch mindestens ein paarmal mitspielen dieses Jahr. Und wenn nicht, dann pack ich einfach wieder die Grillpfanne aus und räucher meine nicht mit einem Dunstabzug gesegnete Bude solange ein, bis wieder angegrillt werden kann:) 


Sonntag

Geröstetes Brot nach katalanischer Art

Hach, ich hab schon viel zu lange nichts mehr aus meinem Tapasbuch gemacht. Dabei stehen da sooo viele leckere und teils auch so einfach Dinge drin. Wie dieses (gut, ein klein wenig abgewandelte ;) geröstete Brot mit Knoblauch und Tomate:


Donnerstag

Viele, viele bunte Frischkäse-Bällchen

Das Auge isst mit, heißt es. Strenge Diätphanatiker sagen das zwar, wenn sie sich am Buffet lieber einen kleinen Teller als Grundlage nehmen. Die meisten Alltagsästheten meinen damit aber eher, dass schön angerichtete Gerichte einfach besser schmecken.
Und bei aromatisiertem Frischkäse kann ich das zumindest dann bestätigen, wenn ich die kleinen Kügelchen selbst handgerollt hab. Denn eigentlich - und so mach ich das auch meistens - kann man auch genauso gut einfach nur Frischkäse mit verschiedenen Geschmackszutaten verrühren und ihn dann eben in Schüsselchen zum Brot reichen. Aber ab und an mal so ein Pralinchen auf sein Brot zu heben und vorsichtig zu verstreichen... Das ist halt schon was anderes!
Und ab und an kommt ja mal ein Buffet des Weges. Bzw. Gäste oder einfach eine allgemeine Langeweile zu Besuch. Oder man will sich gerade um seine Diplomarbeit oder sonstwas drücken. Oder sich einfach mal was gönnen. Und genau das sind dann die Momente, in denen man bspw. Frischkäse-Pralinen rollen kann:


Dienstag

Möhren in Parmesanpanade mit in Salbeibutter geschwenktem Reis

Juliane von Schöner Tag noch! hat mich mal wieder verführt. Diesmal mit bzw. zu diesen absolut wundervollen Möhren in Parmesanpanade mit Salbei. Die haben mich sofort angelacht, so schön sahen die aus. Und schon allein das Wort "Parmesanpanade". Da muss man doch schwach werden, oder? Überhaupt die Idee, Möhrchen so fein zu panieren... Da muss man erst mal drauf kommen, liebe Living at Home-Readation. Geniale Idee, wirklich!
Und dann noch etwas Salbei dazu. Da muss ich zwar zuerst immer an Hustenbonbons denken, aber wenn der in Butter geschwenkt wird (was ich einfach mal als Erweiterung des Rezeptes getan hab), dann kann ich definitiv nicht mehr widerstehen!
Juliane hat sie als warme Tapas gegessen, und schlägt eventuell etwas Fleisch dazu vor. Beides klingt absolut lecker, aber mein Hunger war für Tapas zu groß, der Fleischhunger gleichzeitig aber zu klein. Also hab ich spontan einfach - nachdem ich ja eh schon vorhatte, das Rezept um etwas Butter zu erweitern - Reis dazu gekocht und diesen nach den Möhrchen noch in der restlichen Salbeibutter geschwenkt. Phantastisch sag ich euch: