Dienstag

Samoussas mit scharfer Kartoffel-Erbsen-Füllung

 Ich hab es noch nicht mal geschafft, all meine réunionesischen Lieblingssamoussas hier vorzustellen, da überkam mich spontan die Lust auf Samoussas, wie ich sie hauptsächlich auf Madagascar gefunden hab: Mit scharfer Kartoffel-Erbsen-Füllung und selbstgemachtem Teig. Wie ich neulich erfahren hab, ist das zudem anscheinend nicht nur die vegetarische Variante, die man auf Mada häufig antrifft, sondern auch eine der klassischen indischen Füllungen.
Sie vereinen nicht nur Gemüse, sondern auch Gewürze, die ich unheimlich liebe mit einer leichten Schärfe und einem wunderbar einfachen, außen knusprigen, innen weichen Teig. Der allerdinsg etwas aufwündiger ist als die Zubereitung in Filoteig oder Reisteigplatten, wie ich es auf Réunion überwiegend kennengelernt hab.
Und wie ich heute feststellen durfte, wird der Teig nicht gerade einfacher zu verarbeiten, wenn man dank einer defekten Küchenwaage kleine Zutatenmengen nicht so ganz perfekt abgewogen zusammenmischt. Weswegen die Samoussas statt klassisch dreieckig heute eher wie Bastelarbeiten eines Grundschülers aussehen, und die Teighülle teils etwas dick geraten ist. Da ich das Rezept aber schon mehrfach zubereitet hab, und somit weiß, dass das Rezept eigentlich passt, stelle ich jetzt einfach meine Bastelarbeit hier vor:


Zutaten (pro Portion, sprich 6 Stück)
- Kartoffeln (vorwiegend festkochend, 4 kleinere, circa 200 g)
- Chili (eine halbe grüne Schote, wahlweise 1 Messerspitze Piment la Pâte)
- Kreuzkümmel (1/4 TL)
- Kurkuma (1/4 TL)
- Salz
- Erbsen (2 EL)
- Koriander (1 Stängel)

- Mehl (75 g)
- Salz (knapper halber TL)
- Öl (1 EL)
- heißes Wasser (30 ml)

- Frittieröl


Zubereitung (50-60 Minuten)

Mehl und Salz mischen, Öl und nach und nach das heiße Wasser unterkneten, bis ein elastischer Teig entsteht. Einige Minuten lang kneten, anschließend in Frischhaltefolie gepackt 20-30 Minuten ruhen lassen.

Kartoffeln schälen und in kleine Würfel schneiden. Chili fein hacken.
Beides zusammen mit Kurkuma und Kreuzkümmel in etwas Öl etwa 10-15 Minuten anbraten, dabei regelmäßig umrühren und die Würfel etwas zerdrücken.
Korinader waschen und fein hacken und zusammen mit den Erbsen noch kurz zu den Kartoffeln geben.
Mit etwas Salz abschmecken und etwas auskühlen lassen.


Währenddessen den Teig in 3 gleichgroße Kugeln teilen, diese zu dünnen Kreisen ausrollen. Die Kreise jeweils halbieren. Die Teighälften zu einem Tütchen zusammenrollen, die überlappenden Enden mit Wasser verkleben.
Anschließend die Kartoffeln einfüllen, den überstehenden Teig befeuchten und über der Füllung zuklappen.
(Da mein Teig diesmal relativ schwer zu verarbeiten war, hab ich leider keine Bilder davon. Aber bei den réunionesischen süßen Samoussas ist immerhin ein Bild vorhanden, wie man mit Fertigteig richtig faltet (nämlich hier), auch wenn der frische Teig nicht ganz so weit überlappen muss. Aber das hilft eventuell dennoch etwas weiter, falls ich mich zu unverständlich ausgedrückt hab.)

Die Samoussas anschließend in heißem Fett (keine Ahnung, wieviel Grad, da ich keine Friteuse hab, aber ich tu sie meist zu früh rein, also richtig heiß eben :), frittieren, bis sie eine schöne Frabe haben und der Teig leichte Blasen wirft.


Kurz abtropfen lassen, anschließend wahlweise warm oder kalt servieren.

Kommentare:

  1. Die sehen total gut aus. Habe ich noch nie probiert. Und ich liebe solche Sachen...

    Habe ich Dich richtig verstanden, dass man statt des selbstgemachten Teiges gut fertige Reisblätter nehmen kann?
    So würde ich gern mal eine glutenfrei Version ausprobieren.

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  2. Genau diese Füllung hab ich zwar bisher nur so gegessen, alle anderen Varianten schmecken aber wunderbar mit Filoteig oder Reisteigplatten. Also sollte es da auch klappen!

    Filoteig ist am einfachsten zu verarbeiten (falls du für Mitesser eine unkompliziertere Variante zubereiten willst), Reisteigplatten sind eben etwas klebrig, glibberig... :)
    Aer bei denen am besten etwas größere kaufen und die Kreise (so werden sie ja meist verkauft, ansonsten selbes Verfahren bei Rechtecken) halbieren, und dann aber beide Hälften auf einmal nehmen. So reißt es nicht so schnell und wird außen knusprig, und innen etwas weicher.

    Viel Erfolg beim Nachkochen (ich könnt grad noch eine Portion vertragen... :)

    Liebe Grüße,
    Ina

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  3. Danke. Ich werde es ausprobieren und berichten... ich hoffe bald.
    Herzliche Grüße
    Steffi

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  4. Ui, habe so etwas noch nie gegessen.... es sieht sehr lecker aus!!! Bin ja absoluter Fan von gefüllten Teigtaschen (mit oder ohne Fleisch :D)

    Liebe Grüsse.
    Tanja

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  5. Ich kannte Samoussas vor meinem Trip in den indischen Ozean auch nicht, und selbst da kommen sie ja ursprünglich nicht her.
    Aber sobald man sie einmal kennen und lieben gelernt hat, springen sie einem immer wieder ins Auge, wenn auch eher selten in Deutschland...
    Leider, denn die Dinger sind echt lecker, die Füllungen gehen von unterschiedlichsten vegetarischen Varianten, über alle Fleisch- und Fischsorten bis hin zu süßen Varianten mit Obst und Schokolade! Gut, gesund ist das frittierte Zeug sicher nicht, aber lecker! :)

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  6. Oooh ja! Ich kenne sie genau so von einem Restaurant bei uns in Graz, habe mich aber noch nie getraut, sie selber zu machen.
    Aber ich denke, jetzt werde ich's auch einmal probieren!
    lg, Bernadette

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