Montag

Blätterteig-Quiche mit Kartoffeln, Fenchel, Lauch und Champignons

Jaja, eigentlich gehört Quiche aus Mürbeteig, der auch eigentlich ganz einfach selbst herzustellen ist. Aber ich hatte eben noch ein Stückchen Blätterteig, viel Gemüse und nur noch ein Ei. Und dann plötzlich unheimliche Lust auf Quiche. Und Fenchel, aber dazu später.
Denn das Hauptproblem war dann erstmal, dass ich sowohl dank fehlender weiterer Zutaten als auch prinzipiell nur eine kleine Menge kochen wollte. Und weder eine kleine Backform, geschweige denn eine Quiche- oder Tarteform besitze. Aber nachdem ich einmal die Küchenregale durchgesehen hab, hab ich eine Singlelösung gefunden, die wahrscheinlich auch noch die meisten Studenten dieser Welt nachbasteln können: Als Backform diente nämlich eine - in diesem Fall zugegebenermaßen gläserne - Müslischüssel des schwedischen Möbelhauses, wie sie sich in fast jedem Studentenhaushalt findet. Gut, der Boden ist etwas rund, und der Rand nicht schön gewellt, aber immerhin die Menge war perfekt für eine Person:


Zutaten (für eine Portion)

- Blätterteig (circa 20 x 20 cm)

- Kartoffel (eine)
- Lauch (eine halbe Stange)
- Fenchel (eine halbe kleinere Knolle)
- Zwiebel (eine kleine bzw. halbe)
- Champignons (2-3)
- Petersilie (etwa 1 TL frisch gehackt)
- Pfeffer, Salz
- Muskat

- Ei (eins)
- Schmand (50 ml)

- Parmesan (2 El frisch gerieben, wahlweise anderen Käse)


Zubereitung (60 Minuten)

Blätterteig grob rund zuschneiden und mit Backpapier in die Form geben. In die Ecken drücken und den Rand faltig legen und auf gleiche Höhe kürzen.
Den Teig am Boden mit einer Gabel ein paar mal einstechen.
Anschließend eine zweite Schicht Backpapier mit Reis oder getrockneten Hülsenfrüchten beschwert in den Teig geben.
Bei 200°C circa 10 Minuten backen, anschließend das innere Backpapier wieder entfernen.

Das Gemüse währenddessen waschen, putzen, schälen und in kleine Würfel, Scheiben bzw. Streifen schneiden. Alles zusammen kurz in wenig Schmalz anbraten, mit Pfeffer, Salz, Muskatnuss und frisch gehackter Petersilie würzig abschmecken.
Ei und Schmand verquirrlen, Gemüse und 1 EL geriebenen Käse unterheben. Alles zusammen in den Teigboden gießen, verteilen und mit dem restlichen Käse bestreuen.
Bei 200°C nochmals 30-35 Minuten backen, eventuell gegen Ende mit Alufolie abdecken.

Vor dem Servieren leicht auskühlen lassen, sie sollte idelaerweise nur noch lauwarm sein.


Tipp

Und nochmal zurück zum Fenchel: Ich hatte da heute unheimlich Lust drauf und deswegen ganz bewusst auf einige typische Gemüsequichezutaten verzichtet. Aber dafür muss man Fenchel natürlich wirklich gerne mögen. Ansonsten kann man aber einfach statt dieser Zusammenstellung etwa 200 g anderes Gemüse wie Möhren, Mais, Blumenkohl, etc. verwenden. Außer bei rießiger Fenchellust kommt bei mir auch eher "klassisches" Gemüse auf die Quiche...

Kommentare:

  1. Da läuft einem das Wasser im Munde zusammen. Die Blätterteig-Quiche sieht wirklich richtig lecker aus!

    Lieben Gruß
    Liane

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  2. Ich hätte mich ja nie getraut die Schüssel in den Ofen zu packen - vieeel zu ängstlich *lach* Aber gut, dass das klappt weiß ich jetzt dank dir und überhaupt finde ich das eine ganz tolle, kreative, Resteverwertung. Lecker!

    Liebe Grüße,

    Lilly

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  3. Ja, jetzt im Nachhinein, wären zwei Portionen doch auch eine gute Menge gewesen... :)

    @ Lilly: Beim allerersten Versuch vor Jahren war mir auch noch etwas mulmig, aber ich dachte, dass es maximal springen, nicht gleich explodieren oder so wird. Und die Gefahr hab ich bei einem zweite-Wahl-29-Cent-Schüsselchen dann einfach in Kauf genommen... :)
    Aber insgesamt: Keine Garantie dafür, dass da nichts passieren kann, auch wenn es bei mir bisher immer gut ging. Und nach und nach wächst ja die Küchenausstattung und Notlösungen werden seltener!
    Aber ich kenn auch Menschen, die in Tassen backen oder Teller unter den Grill stellen. Es wird ja schließlich noch viel heißer gebrannt... Aber man sollte wohl etwas vorsichtiger damit umgehen als mit wirklich ofenfestem Geschirr und es in heißem Zustand vorsichtig behandeln und bspw. nicht sofort einweichen, damit es gleichmäßig abkühlen kann. Aber auch dafür leider keine Garantie... :)

    Liebe Grüße,
    Ina

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  4. So geht's mir in meiner Studentenküche auch. Man muss nur flexibel sein! ;-)

    Eine Tarteform habe ich aber gerade zu Weihnachten bekommen. Da kommt mir dein Rezept (allerdings ohne Fenchel) gerade recht. *auf den Speiseplan schreib*

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  5. Ich hab "nur" ein Küchenmesser bekommen, mit dem ich superschnell Gemüse auf dem Brett und meine Finger im Spülbecken schneiden kann... :D

    Aber wie gesagt: Ich hab diese Kombination heute zwar für sehr leckere, aber auch fenchellastig befunden. Aber glücklicherweise ist so eine GEmüsequiche ja etwas, dass man super abwandeln, immer wieder variieren und mit dem jeweiligen Lieblingsgemüse zubereiten kann. Sowas mag ich ja...

    Dann viel Spaß beim einweihen und liebe Grüße,
    Ina

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  6. So eine ähnliche Quiche habe ich auch schon gemacht und war wirklich sehr begeistert. Deine Variante mit Kartoffeln ist bestim´mt genauso lecker.

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