Mittwoch

Überbackene Tortillachips mit weißer Aioli und Salsa

Nachdem ich schon zwei Versionen eines schnellen Filmabend- und Mitternachtssnack in Form von direkt mit einfachem, selbstgemachtem Dip überbackenen Tortillachips vorgestellt hab (siehe hier), heute mal mit separaten Dips. Etwas aufwändiger, da man beide Dips separat vorbereiten und dann noch kaltstellen bzw. ein bisschen auskühlen lassen muss. Aber man gönnt sich ja sonst nichts, wenn abends endlich ein Film eingelegt, statt wissenschaftliche Fachwerke gewälzt werden.
Leider hab ich mal wieder einen meiner typischen Küchenfehler begangen, aus dem ich nie lerne: Telefonieren beim kochen. Und dann die Hälfte vergessen. Diesmal kam auch noch erschwerend hinzu, dass ich den hohen Drehteller (sprich das Blech für die oberste Schiene) meines Ofens wiederentdeckt hab, weswegen meine Chips noch schneller dunkel wurden, als sie sollten. Naja, aber ich konnte sie mit ordnungsgemäß geschmolzenem und nur einem wirklich verbrannten Tortillachip gerade noch kurz vor knapp retten:


Zutaten (pro Portion, die Dips reichen aber jeweils für 6-10 Portionen)
- Tortilla-Chips (1-2 Handvoll, zu so kräftigen Dips mach ich meist natur oder gesalzene)
- Mais (1 EL)
- Tomate (1/2)
- Käse (gerieben, hier Gouda, circa 2 EL)

- Knoblauch (2-3 Zehen)
- Milch (50 ml, Zimmertemperatur)
- Öl (neutrales Pflanzenöl, 100-150 ml)
- Salz, eventuell Pfeffer
- Zitronensaft (1-2 TL)

- Zwiebel (eine große)
- Knoblauch (eine Zehe)
- Paprika (1/2 rote Schote, wahlweise auch etwas grüne)
- Lauchzwiebel (eine kleine)
- Tomaten (2-3)
- Tomatenmark (1 EL)
- Chili (1-3 Schoten, je nachdem, wie scharf sie sind und wie scharf man es mag)
- schwarze Oliven (wahlweise 5-6, waren bei mir grad einfach nur übrig)
- Pfeffer, Salz
- Speisestärke (1 TL)

Zubereitung (Vorbereitung der Dips jeweils 15 Minuten, für die Chips 10)
Für die Aioli die Knoblauchzehen (lieber erstmal zuwenig als zuviel) schälen, grob zerkleinern und mit etwa 1/2 TL Salz und der zimmerwarmen Milch mit dem Pürierstab zerkleinern.
Rühren, bis die Milch leicht schaumig ist, dann nach und nach das Öl zugeben. Es dauert durchaus einige Zeit, bis sich Milch und Öl verbinden (wesentlich länger als mit Ei und Öl bei Mayonaise). Also nicht verzweifeln, wenn es ewig nicht fest wird (auch wenn ich selbst jedesmal kurz davor bin, aufzuhören, kurz bevor es plötzlich doch fester wird).
Anschließend mit Zitronensaft und eventuell etwas Pfeffer und Salz abschmecken. Anschließend kalt stellen.


Für die Salsa Paprika fein würfeln, Zwiebel in ähnlicher Größe würfeln. Knoblauch klein würfeln.
Alles in etwas Öl anbraten, bis die Zwiebel glasig sind.
Lauchzwiebeln in feine Rauten schneiden, Chili in feine Streifen oder würfeln. Eien Tomate seir fein, den Rest etwas größer würfeln.
Lauchzwiebeln und Tomatenmark mit in die Pfanne geben, kurz weiterbraten.
Anschließend Tomatenwürfel, Chili und etwas 100-150 ml Wasser zugeben. Alles etwas köcheln lassen (Paprika sollte nicht merh allzu bissfest sein), dann mit Pfeffer und Salz abschmecken.
Wenig Speisestärke mit kaltem Wasser verrühren und unter die Salsa heben, so bekommt die diese leicht glibberige, gut an Chips haftende Konsistenz.
Pfanne vom Herd nehmen, Salsa in eine breite Schüssel ("dipfähig" eben :) füllen und auskühlen lassen.

Die Tortillachips auf einen Teller geben, Tomatenwürfel und etwas Mais darüber geben (mehr optisch, und weil Mais einfach gut dazu passt). Anschließend den Käse darüber geben und bei 200°C circa 5-7 Minuten backen, bis der Käse geschmolzen ist.
Mit den Dips servieren.


Die Dips schmecken übrigens insbesondere kombiniert sehr, sehr lecker! :)

Kommentare:

  1. Ich kenne Aioli bisher nur als Knobimayo, aber mit Milch klingt das locker lecker!

    Liebe Grüße, Sanni

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  2. mhh das sieht soo lecker aus, hätte auch gern ne portion =)

    ich muss gestehen ich hab noch nie überbackene nachos gegessen >.<

    lg

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  3. @ Sanni: Mit Milch schmeckt Aioli tatsächlich leichter, cremiger und nicht so schwer wie Mayo. Dauert zwar ein wenig länger in der Zubereitung, ist es geschmacklich aber wirklich wert! :)

    @ FaShMeTiK: Überbackene Nachos musst du definitiv probieren. Selbst ohne aufwendige selbstgemachte, bzw. auch ganz ohne Dip: Das ist sooo einfach (bisschen Käse hat man ja meist eh da), und schmeckt richtig, richtig lecker!

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  4. Hallöchen, sehen toll aus deine Nachos... Esse für mein Leben gerne Nachos. Im Kino meistens mit lecker Käsesauce. Deine Aioli Variante ist wahrscheinlich für meine Figur etwas besser geeignet!;-) Werde das mal ausprobieren, lieben Dank.

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