Samstag

Mozzarella-Sticks im Haferflockenmantel mit frischer Tomatensauce

Dass ich unheimlich gerne im Rezepteteil des tegut-Kundenmagazins blättere hab ich glaub schon ein paarmal erwähnt. Nicht immer werden die Rezepte dann genau so nachgekocht, aber da sie größtenteils saisonal sind, dienen sie zumindest meist als gute Inspiration, was man wie kombinieren oder wie zubereiten könnte.
Besonders angelacht haben mit diesmal eine Haferflockenvariante eines Heidelbeerschmarrn und eben Gebratener Mozzarella mit frischer Tomatensauce. Der Haferflockenmantel hat mich dabei besonders gefesselt, aber eigentlich auch einfach prinzipiell die Tatsache, dass ich Mozzarellasticks eigentlich gerne mag, aber tatsächlich noch nie selbst zubereitet hatte. Und das musste sich natürlich ändern:)


Leider war es das erste Mal, dass eines dieser Rezepte nicht so gaaaaanz funktioniert hat. Aber mit ein paar kleinen Änderungen hat es denn doch geklappt. So wurde bspw. die roh pürierte Tomatensauce so dünnflüssig, dass ich sie erst noch eingekocht und anschließend wieder erkalten lassen hab. Ich weiß nicht, ob ich die im Rezept angegebenen "runden Tomaten" mit kleinen Strauchtomaten vollkommen fehlinterpretiert hab oder was da los war. Das nächste Mal werd ich das jedenfalls mit ausgehöhlten Tomaten nochmals in einer komplett kalten Variante versuchen. Vielleicht wird die Soße dann halbwegs dipfähig. Auf dem Originalfoto sah sie schließlich auch dipfähig aus.


Der Mozzarella war im Original eigentlich als Taler zubereitet, sprich ein runder Mozzarella mittig geteilt, paniert und gebraten. Da ich aber lieber Sticks wollte und mir das mit dem abgerundeten Mozzarella auch noch weniger bratbar vorgestellt hab, hab ich eben einfach Sticks draus gemacht. Was erwartungsgemäß (hat man auch schon auf dem Originalfoto gesehen) nicht so ganz einfach war, war denn das braten. Denn irgendwann kam der halbflüssige Mozzarellakern an einzelnen Stellen eben doch hervor. Glücklicherweise aber erst, als die Sticks halbwegs braun waren, weswegen das schon in Ordnung war. Aber nicht so ganz perfekt, weswegen ich es das nächste Mal mal wie bei Backcamembert mal doppelt paniert versuchen werde. Das sollte das Problem doch auch hierbei etwas verringern, oder?


Aber geschmacklich. Geschmacklich war das ganze letztendlich top. Vor allem die Haferflocken haben dem ganzen wirklich einen ganz besonderen Geschmack verliehen. Und trotz der kleinen Problemchen war es eigentlich doch wesentlich unkomplizierter, als ich mir das zuerst vorgestellt hab. Wird es also wieder geben, auch wenn ich am Rezept noch etwas feilen werde:



Zutaten (pro Portion, bzw. vielleicht auch für 2 Vorspeisen- / Snack-/ Beilagenportionen)

- Mozzarella (125 g, ich hab den eckigen ohne Lake genommen)
- Mehl (etwa 2 EL)
- Ei (eins, aber das reicht auch für 2-3 Portionen)
- Pfeffer, Salz
- Italienische Kräuter (getrocknet oder frisch fein gehackt, circa 1/2 TL)
- Haferflocken (etwa 6 El feine)
- Rosmarin (wahlweise etwa 1/3 Zweig)

- Tomaten (150 g, eventuell etwas mehr und nur das Fruchtfleisch verwenden)
- Tomatenmark (1 EL)
- Knoblauch (eine halbe oder kleine Zehe)
- Basilikum (etwa 2-3 Stiele)
- Pfeffer, Salz
- Zucker (eine Prise)
- Olivenöl (etwa 1 guter TL)
- Crema di Balsamico (etwa 1 EL)


Zubereitung (etwa 20 Minuten mit kalter Tomatensauce, einiges länger mit zuvor gekochter)

Tomaten waschen, trocknen, halbieren und Strunk entfernen.
Nun wahlweise entkernen (für kalt püriertes Dip) oder einfach nur grob in Stücke schneiden (wenn die Soße noch eingekocht wird, was aber wesentlich länger dauert).

Knoblauch pellen und fein würfeln, Basilikum waschen, trocken schütteln, Blätter abzupfen und grob hacken.

Tomaten, Knoblauch und Basilikum mit 1 EL Tomatemark und 1 TL Olivenöl pürieren.
Anschließend mit Pfeffer, Salz, ein wenig Zucker und Crema di Balsamcio abschmecken.

Falls das Dip eher eine sehr dünnflüssige Soße wie bei mir wird: Einfach in einem Topf etwas einkochen lassen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist und anschließend kalt stellen.
Wenn es hingegen mit ausgehöhlten Tomaten wunderbar funktioniert, einfach so beiseite stellen.

Den Mozzarella mit einem Küchentuch noch voll trocken tupfen.
Anschließend in 6 gleichgroße längliche Stücke schneiden.

Das Ei mit Pfeffer, Salz und italienischen Kräutern verquirrlen.

Die Haferflocken mit fein gehackten Rosmarin mischen.

Mozzarellasticks nun zuerst in Mehl, dann im verquirrlten Ei und zuletzt in den Haferflocken wenden. Diese rühig ein klein wenig andrücken, damit der Mozzarella wirklich gut bedeckt ist.

Und wer auf Nummer sicher gehen will: Wahlweise zweimal panieren. Wobei ich denke, dass es zweimal in Haferflocken püriert eine etwas dicke Angelegenheit werden könnte, also vielleicht lieber diese als zweite Runde verwenden und in der ersten klassisch mit Semmelbröseln panieren. Oder vielleicht zerstoßenen Haferflocken, damit die Hülle eben dennoch nicht allzu dick wird.

Anschließend in wenig Olivenöl von allen Seiten goldgelb anbraten.

Danach ganz kurz ein klein wenig auskühlen lassen und mit dem Tomatendip servieren. Und eventuell noch etwas Ciabatta oder so.


Preis (pro Portion) 2,10 Euro

Kommentare:

  1. Schau mal in diesem Rezept nach, sie gefriert die Sticks vorher ein, damit sie nicht verlaufen.

    http://www.kuriositaetenladen.com/2009/11/mozzarella-sticks.html

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  2. Danke, habs mir grad mal durchgelesen.

    Für mich ist Einfrieren leider nicht wirklich eine Alternative, da ich kein Gefrierfach hab.
    Aber immerhin bestätigt mich das Rezept auch darin, dass doppelte Panade wie bei Backcamembert ebenfalls hilfreich wäre, das freut mich schonmal sehr!
    Die Käsekonsistenz war uneingefroren nämlich echt perfekt, nur 20-30 Sekunden länger hätten die Sticks noch dicht sein können... ;)

    Aber vielleicht macht das auch nochmal einen Unterschied ob man sie nun anbrät oder frittiert. Da ist vorheriges Einfrieren vielleicht wirklich unerlässlich...

    Liebe Grüße und vielen lieben Dank für den Tip,
    Ina

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  3. Uiuiui, man sollte eben immer erst zu Ende lesen bevor man selbst den Mund aufmacht...

    Hab bei Steph grad noch die Kommentare durchgelesen und siehe da, da wird meine Vermutung schon durch einen Versuch bestätigt: Zum frittieren sollten die Sticks eingefroren werden; angebraten hingegen ist der Käse dann nicht ganz geschmolzen. Doppelte Panade hingegen stößt auf positive Ressonanz!

    Na dann nochmals ein großes Danke für den Link - damit dürften dann alle Probleme geklärt und Fragen beantworten sein. Und der nächste Versuch kann kommen - die Aussichten scheinen wunderbar! ;)

    Liebe Grüße,
    Ina

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  4. Wow, also ich habe schon in Cornflakes, Chips, Salzstangen und auch mal Erdnussflips paniert aber auf Haferflocken kam ich erstaunlicherweise noch nicht. Eine tolle Idee. Und optisch sehr, sehr hübsch anzusehen. Wobei ich mich eher an den halbierten Mozzarella als an Sticks gewagt hätte, ich habe Schwierigkeiten "Rollen" zu braten, geht mir schon bei Würsten so *g*

    Liebe Grüße,

    Lilly

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  5. Ja, mich haben die Haferflocken als Panade eben auch voll fasziniert. Und ich sag mal das ist zu empfehlen! :)

    Beim braten von runden Dingen hab ich übrigens auch so meine Probleme... Weswegen ich dann auch extra den eckigen Mozzarella gekauft hab. Da hätte ich mich auch an Taler versuchen können, aber bei den normalen Mozzarellakugeln hätt ich glaub nur frittieren gewagt, weil eine Seite ja trotzdem noch halbrund ist. Und ich keine Ahnung habe, wie ich DAS dann gleichmäßig anbraten soll... :P

    Liebe Grüße,
    Ina

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  6. Dies ist etwas was Ich gerne machen wurde.Ich mache manchmal Parmesan plaetzchen..das ist sehr leicht und auch schmakhaft.Und icht rund;))

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