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Donnerstag

Optisch aufgewertete karamellisierte Karotten mit geröstetem Sesam

"Ja, Hallo erstmal. Ich weiß gar nicht, ob Sie's schon wussten, aber..."1 ich liebe Karottengemüse. Also karamellisierte Karotten, aber bei uns daheim heißt das einfach nur Karottengemüse. Und man muss sich mit allen anderen Familienmitgliedern um jeden einzelnen Löffel kloppen. Es ist aber auch einfach sooo lecker - und dabei so schön einfach.
Aber "normales" Karottengemüse in Scheibchenform macht sich optisch eben nur neben deftiger, gut bürgerlicher Hausmannskost wie Schweinebraten richtig gut. Außerdem ist es ohne Küchenmaschine ganz schön zeitaufwändig, die Karotten in Scheibchen zu schneiden. Daher wurde das Karottengemüse nun endlich auch mal privat in der optisch ansprechenderen, mindestens genauso leckeren gestiftelten Variante zubereitet. Und macht ich ab jetzt auch super als Beilage zu fancy Schicki-Micki-Essen :)
Hinzu kam diesmal auch noch etwas Sesam, weil ich das neulich mal irgendwo gesehen hab (weiß leider nicht mehr wo, bitte melden, wenn sich wer angesprochen fühlt ;). Auch lecker, wirklich hübsch, aber geschmacklich nicht zwingend notwendig:


Freitag

Die Basenwoche. Tag 3.
Frühstück: Birnen-Pflaumen-Salat mit gerösteten Mandeln
Mittagessen: Feldsalat mit geraspelten Karotten, Sprossen und Kernen
Abendessen: Brokkoli-Kartoffel-Pfanne mit Mandelsplittern

Tag 3. Noch fühle ich mich eigentlich weder fitter noch schlapper als davor. Aber egal, denn so eine etwas ruhigere Woche mit entspanntem Arbeitspensum tut einfach gut. Und nachmittags schleicht man auch wirklich mal wieder spontan für ein paar Stunden abseits der Wege durch zwielichtige Wälder, trinkt in aller Ruhe Tee auf Hochsitzen und sieht dabei Rehen nach, sammelt Tannenzapfen und -zweige für Weihnachten, und und und. Und sowas macht man so allgemein echt viel zu selten!

Schön ist auch, dass man so langsam ein Gespür dafür bekommt, was man alles essen darf und was man daraus zaubern könnte. Das ist schonmal ganz angenehm und wird sicher auch noch ein paar weitere Wochen für ein etwas bewussteres Essverhalten sorgen. Zumal ich heute erneut feststellen konnte, dass auch rein basisches Essen wirklich lecker sein kann:

Morgens gab es zur Abwechslung mal kein püriertes Obst, sondern einen ganz einfachen Obstsalat: Zwei reife Birnen, zwei reife Pflaumen, etwas Orangensaft und viele geröstete Mandelsplitter dazu. Wunderbar - auch wenn ich Obstsalat normal eher nachmittags esse:

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Birnen-Pflaumen-Salat mit gerösteten Mandeln


Zutaten (pro großer Portion)

- Birnen (2 kleine reife)
- Pflaumen (2 reife)

- Orangensaft (2-3 EL, frisch gepresst)

- Mandelsplitter & Mandelblättchen (jeweils 1 EL)


Zubereitung (keine 10 Minuten)

Die Mandeln in einer Pfanne kurz anrösten und beiseite stellen.

Das Obst währenddessen waschen, trocknen, putzen, entkernen und in Würfel oder Scheiben schneiden.

Den Orangensaft und die gerösteten Mandeln mit dem Obst mischen. Und fertig.


Preis (pro Portion) 1,60 Euro

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Zum Mittagessen gab es einem Feldsalat mit Karottendressing und Sonneblumensprossen. Bzw. bei mir einen Feldsalat mit Karotten, Sesam und Sonnenblumenkernen. Ein bisschen Biss muss einfach sein. Und Kresse und Radieschensprossen, weil wir eben keine Sonnenblumensprossen hatten.
Und übrigens: Das Dressing wurde diesmal mit einem Milchaufschäumer verrührt. Genialer Tipp, sag ich euch, denn so schmeckt mir jetzt auch Zitronendressing!

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Feldsalat mit geraspelten Karotten, Sprossen und gerösteten Kernen


Zutaten (pro Portion)

- Feldsalat (eine gute Hand voll)

- Karotten (zwei kleinere)

- kaltgepresstes Öl (2 EL)
- Zitronensaft (ein guter EL)
- Wasser
- Pfeffer, Meersalz

- Sonneblumenkerne (1 EL)
- Sesam (1 EL)

- frische Sprossen (etwa 1-2 EL, Kresse, Radieschensprossen, Sonnenblumensprossen, o.ä.)


Zubereitung (15 Minuten)

Salat waschen, putzen und grob trocknen.

Die Kerne in einer Pfanne anrösten, anschließend beiseite stellen.

Karotte waschen oder schälen und fein raspeln. Die Sprossen waschen und putzen.

Öl, Zitronensaft und etwas Wasser mit einem Milchaufschäumer verrühren. Mit Pfeffer und Salz abschmecken (und eventuell auch mit etwas Öl und Zitonensaft, das muss ja jeder für sich rausfinden, wie er es gern mag).

Salat und Karotten mit dem Dressing verrühren, und mit den Kernen und Sprossen garniert servieren.


Preis (pro Portion) 2,10 Euro

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Da wir alle etwas mit dem Freizeitstress kämpfen, haben wir das gemeinsame Abendessen heute gestrichen. Bei mir gab es eine Brokkoli-Pfanne mit Mandelsplittern, von der ich beim Einkaufen nur noch den Namen im Kopf hatte und entsprechend keine Bohnen gekauft hab. Dafür gab es bei mir einfach Kartoffeln dazu und eine kleine Prise Garam Massala. Sehr lecker - auch wenn ich das abseits der Basenwoche wohl eher als Beilage zu etwas Hänchen servieren würde. Aber wenn die Beilagenportion groß genug ist, passt das schließlich auch!
Bei dem Herrn von der Gastgrillwohnung gab es übrigens Kartoffel-Karotten-Suppe, und bei dem Herrn von der Gastkochwohnung Bratkartoffeln.

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Brokkoli-Kartoffel-Pfanne mit Mandelsplittern


Zutaten (pro Portion)

- Brokkoli (etwa ein halber)

- Kartoffeln (4-6 kleinere bis mittelgroße)

- Mandelsplitter (3 EL)

- kaltgepresstes Olivenöl (1-2 EL)
- Gemüsebrühe (75-100 ml)

- Pfeffer, Meersalz
- Garam Masalla (eine Prise)


Zubereitung (40 Minuten)

Kartoffeln schälen und in kochendem Salzwasser (oder wenn man auf zwei verfügbaren Herdplatten gerade eh Gemüsebrühe kocht in Gemüsebrühe ;) gar kochen.

Währenddessen den Brokkoli waschen, die Röschen abschneiden und die Stiele schälen und in Scheiben schneiden.

Anschließend bissfest dünsten.

Die Mandelsplitter in einer Pfanne anrösten, anschließend beiseite stellen.

Die Kartoffeln in grobe Stücke schneiden und zusammen mit dem Brokkoli kurz in etwas Olivenöl anbraten.
Mit der Gemüsebrühe aufgießen, die Mandeln zugeben, mit Pfeffer, Salz und etwas Garam Massala abschmecken und noch ganz kurz einköcheln lassen.


Preis (pro Portion) 1,80 Euro

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Fazit Tag 3

Ja läuft. So langsam gewöhnt man sich daran, muss nicht mehr ständig darüber nachdenken, was man wohl essen darf, und mit persönlicher Note schmeckt denn auch eigentlich alles!
Dennoch freue ich mich so langsam schon richtig auf nächste Woche. Das muss grad noch nicht mal ein Säurenhammer sein. Mir würd es schon reichen, ab und an mal Essig an meinen Salat und etwas Milch oder Sahne in pürierte Suppen geben zu dürfen. Und ein Scheibchen Brot oder Croûtons dazu reichen zu können. Oder einfach ein Käsebrot zu essen. Definitiv: Käsebrot fehlt mir sehr! Aber die nächsten Tage träum ich mal noch weiter davon, und werd euch dann nächste Woche auch vom großen Fressen berichten... ;)

Mittwoch

Die Basenwoche. Tag 1.
Frühstück: Ananas-Bananen-Saft
Abendessen: Blumenkohlsuppe mit Kartoffeln und Karotten

Tag 1. Gerade mal Tag 1. Man sollte ja gar nicht glauben, dass man da schon soviel falsch gemacht haben kann. Aber wir können das! Weil... hm... wir ja nicht mehr so spontan sind in unserem Alter, haben wir nämlich den seit Wochen stehenden Plan für den letzten Tag vor der Basenwoche nicht etwa abgeblasen, als wir lasen, dass man davor ein paar Entlastungstage einlegen sollte. Nix gibts, wir entschieden uns für die harte Tour: Am Tag davor zuerst verkatert ein paar Stunden Einkaufs- marathon bei Ikea hinter uns bringen, sich den ganzen Tag von den sauren Resten im Kühlschrank ernähren und anschließend nochmal die Nacht durchfeiern. Solange man noch nicht geschlafen hat, ist ja noch nicht morgen!

Im Endeffekt wurde unser erster Basenwochentag dadurch dann doch übermäßig anstrengend und vielleicht im Nachhinein eventuell eher ein Entlastungs- denn ein Basentag. Auch wenn wir uns schon rein basisch ernährt haben...
Besonders glücklich hat uns das alles aber nicht gemacht. Dass man nicht so dolle würzen darf, ok. Aber muss deswegen gleich alles fade und bisslos sein? Ich bin unzufrieden - aber der Reihe nach:

Das Frühstück sollte ein Ananas-Bananen-Saft sein. Klingt doch eigentlich ganz lecker, oder? Nur war mir morgens erstens mal so gar nicht nach einem flüssigen Frühstück und die Jungs gelüstete mehr nach etwas deftig herzhaftem. Auf solche Wunschvorstellungen aufbauend, hat uns der Saft dann alle dreie nicht überzeugt: Seltsam breiige Konzistenz, zu bananig und ziemlich langweilig im Geschmack. Hätt ich mal lieber nicht püriert oder zumindest noch etwas Apfel oder vielleicht auch nur Crushed Eis mit rein getan. Aber vielleicht waren wir auch noch zu übersäuert, um das wirklich beurteilen zu können:

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Ananas-Bananen-Saft


Zutaten (für eine Portion)

- Ananas (eine halbe)
- Banane (eine)


Zubereitung (keine 5 Minuten)

Ananas und Banane schälen, in grobe Stücke schneiden und gemeinsam im Mixer oder mit dem Pürierstab mixen.


Preis (pro Portion) 1,40 Euro

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Da der mittägliche Salat bei mir ausfiel, gehen wir mit dem Urteil direkt weiter zur abendlichen Blumenkohlsuppe mit Kartoffel und Karotten. Bei uns ein bisschen anders zusammengewürfelt als im Originalrezept, und mit einer winzig kleinen Prise Curry versehen. Geschmacklich: Eigentlich ganz lecker. Nur: Der Biss fehlte!
Also naja: Man soll ja irgendwie einfacher essen, die ganzen Suppenrezepte sind püriert. Aber nur pürierte Suppe, ohne Gemüsestückchen, ohne Croûtons, ohne Brot dazu? Das geht nicht, sorry. Ich will entspannen, wegen mir entschlacken, aber nicht auf das kleinste Bisschen Genuss verzichten. Ab jetzt gibt es nur noch teilpüriert oder Brühe mit Gemüse. Ist doch trotzdem noch basisch, oder? Ich kau dafür dann auch ganz ordentlich, versprochen! :)

Und wenn die Basenwoche rum ist, mach ich mir so ein Blumenkohlsüppchen als Vorspeise. In Butter angedünstet. Und mit ein paar Croûtons oben drauf oder einem Scheibchen knsuprig gerösteten Brotes dazu!

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Blumenkohlsuppe mit Karotten und Kartoffeln


Zutaten (für 3 Portionen)


- Blumenkohl (ein größerer Kopf)
- Karotten (etwa 3 mittelgroße - hier gelbe Möhrchen)

- Kartoffeln (etwa 6 mittelgroße)

- Zwiebel (eine)
- kalt gepresstes, neutrales Pflanzenöl (2-3 EL)

- Gemüsebrühe (2,5 Liter)
- Pfeffer, Meersalz
- Petersilie (frisch gehackt, etwa 3 EL)
- Curry (nur ganz wenig, vielleicht 1/2 TL)


Zubereitung (40 Minuten)

Blumenkohl waschen, putzen und grob zerkleinern.
Kartoffeln, Karotten und Zwiebel schälen und würfeln.

Das Gemüse im heißen Öl kurz andünsten, anschließend mit der Gemüsebrühe aufgießen und etwa 20 Minuten köcheln lassen.

Einen Teil des Gemüses aus dem Topf fischen, den Rest fein pürieren.
Das restliche Gemüse wieder zur Suppe geben.

Mit Pfeffer, Meersalz, ein klein wenig Curry und frisch gehackter Petersilie abschmecken.


Preis (pro Portion) 1,30 Euro

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Fazit Tag 1

Geschmacklich hat der erste Tag ja insgesamt nicht wirklich überzeugt. Immerhin: Satt wird man schon, das sollte nicht das Problem werden. Zumal man Mandeln und Trockenobst essen darf.
Aber schmecken sollte es halt noch. Man will ja nicht ne Woche lang sabbernd vor allen möglichen Auslagen stehen bleiben. Stress meiden geht anders! Also werden wir uns ab morgen einfach etwas mehr Freiheiten nehmen. Trotzdem nicht zu viele Sachen zusammenwürfeln, aber eben dennoch so kochen, wie es uns schmeckt statt uns stur an Rezepte zu halten.

Die Basenwoche. Tag 8. Oder: Der süße Sündenpfuhl am Tag danach.
Frühstück 1: Apfel-Karotten-Mandel-Saft
Frühstück 2: Spiegelei mit Schinkenspeck & karamellisierten Tomaten
Frühstück 3: Granatapfel-Schoko-Pancakes mit Orangenbutter
Abendessen: Kartoffeln mit Babyspinat-Paprika-Gemüse

Tag 8. Die Basenwoche ist rum. Und wir haben - natürlich nur aus wissenschaftlichem Interesse - gleich mal überprüft, wie das nochmal mit den Säuren war. Sprich: Wir sind aus der Basenwoche genauso hart aus- wie eingestiegen. Ob das zu empfehlen ist, ist natürlich sehr fraglich. Aber dieser eine Tag der Säuren-Völlerei musste sein. Um eben zu sehen, ob Säuren wirklich schlechter für uns sind als Basen. Wir sind uns da uneins - aber zu einem ausführlichen Fazit komm ich dann morgen. Heute erstmal volle leckere Rezepte! Zum Teil noch vollständig basisch, zum Teil komplett säure- haltig, zum Teil schon fast in einem idealen 80-20-Verhältnis.

Das Frühstück zog sich über den halben Tag in mehreren Gängen. Gestartet wurde noch komplett basisch mit einem Apfel-Karotten-Saft. Ich bin ja nun eigentlich kein Fan von Karottensaft. Aber der Herr von der Gastkochwohnung war so begeistert von diesem Saft, dass er ihn während der Basenwoche immer wieder zuereitet hat und sich fast schon einen Entsafter dafür wünscht. Also mussten wir den auch ausprobieren. Und tadadada: Wir sind ebenso begeistert - und mein Mann konnte gar nicht recht glauben, dass das nur Äpfel, Karotten und ein paar Nüsse sein sollen:

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Apfel-Karotten-Mandel-Saft


Zutaten (für zwei kleine oder ein großes Glas)

- Apfel (einer)
- Karotten (2 mittelgroße)
- gemahlene Mandeln (1 gehäufter EL)


Zubereitung (10 Minuten)

Apfel und Karotten wahlweise waschen oder schälen. Anschließend noch das Kernhaus des Apfels entfernen und alles in grobe Stücke schneiden.

Zusammen mit den Mandeln wahlweise in einen Entsafter geben oder zuerst pürieren und anschließend durch ein Passiertuch oder ein sauberes Küchentuch laufen lassen.


Preis (pro Portion) 60 Cent

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Gang 2 des Frühstücks war denn komplett sauer - wenn wir mal von einem kleinen Dekosalatblatt absehen. Aber nachdem sich gestern jeder frisch aufgeschnittenen Schinkenspeck und die guten Bio-Eier geholt hatte, konnte weder ich noch mein Mann, der gerade zu Besuch ist, Nein sagen. Also dann eben einen ganz simplen Klassiker, den wohl auch jeder selbst hinbekommt, aber heute gibt es mal ein Rezept dazu: Spiegelei mit Speck. Und dazu: Toast mit Butter und für mich noch ein paar leicht karamellisierte Kirschtomaten mit Thymian. Schon auch lecker, so was säurelastiges...

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Spiegelei mit Schinkenspeck, Toast und karamellisierten Kirschtomaten



Zutaten (pro Portion)

- Ei (eins, wahlweise auch zwei)
- Pfeffer, Salz
- Kräuter

- Schinkenspeck (50 g)

- Toast (2 Scheiben)
- Butter

- Kirschtomaten (3 Stück)
- Thymian
- Demerara-Zucker (nur eine kleine Prise)


Zubereitung (10-15 Minuten)

Ei und Schinkenspeck in wenig Butterschmalz, Fett oder Öl anbraten, das Ei mit Pfeffer, Salz und Kräutern würzen.

Die Kirschotmaten waschen, trocknen, halbieren, mit Thymian und wenig Zucker würzen und auf der Schnittfläche leicht karamellisieren lassen.

Toast toasten.

Und alles zusmmen anrichten. Sag ich doch: Kann eh jeder selbst... ;)


Preis (pro Portion) 1,70 Euro

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Und auf geht es zum dritten Frühstücksgang. Wir sind ja immer relativ unleidige Frühstücksgäste in Restaurants und Cafés. Wir wollen nämlich immer was herzhaftes und was süßes. Und zwar nicht nur ein Müsli oder etwas Obstdeko. Sondern einen Pfannkuchen, eine Waffel, Pancakes, oder oder oder. Gibt es leider viel zu selten. Und daheim ist das ja eigentlich viel zu viel Aufwand. Außer heute, heute ist das egal!
Buttermilch-Pancakes sollten es werden. Mit Granatapfel, weil wir beide rießige Granatapfel-Fans sind. Und... hm... Schokolade! Und dazu... vielleicht Orangenbutter?
Perfekt! Wir waren ja sowas von begeistert! Nur die Portionsgröße war "leider" so groß, dass wir da noch den ganzen Tag immer mal wieder im Vorbeigehen einen naschen "mussten":

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Granatapfel-Schoko-Pancakes mit Orangen-Butter


Zutaten (für 2 sehr große oder 3-4 kleinere Portionen)

- Eier (zwei)
- Buttermilch (300 ml)
- Mehl (150 g)
- Natron (1/2 TL)
- Vanillezucker (2 EL)

- Granatapfel (ein halber)

- Zartbitterschokolade (50 g)
- Vollmilchschokolade (50 g)

- zimmerwarme Butter (hier etwa 50 g, die reichen aber für viel mehr als diese Pancakes!)
- Orangenzeste (Abrieb von etwa 1/2 Orange)


Zubereitung (15-20 Minuten zur Vorbereitung, Backzeit etwa 5 Minuten pro Pancake)

Granatapfel oben kreuzförmig einschneiden, auseinander brechen und die Kerne rausbrechen.
Anschließend kurz waschen und die verbleibenden Futzel Zwischenhaut rausfischen... ;)

Die Schokolade in Stückchen schneiden.

Orangenzeste und zimmerwarme Butter mit einer Gabel "verdrücken", anschließend nochmals in den Kühlschrank geben.

Die Eier trennen und das Eiklar steif schlagen.

Eigelb, Buttermilch, Mehl, Natron und Vanillezucker verrühren.
Eischnee vorsichtig unterziehen und die Granatapfelkerne und Schokostücken unterheben.

Anschließend jeweils 2 EL Teig in eine beschichtete, nur ganz leicht gebutterte Pfanne geben und solange auf mittlerer Hitze backen, bis der Teig anfängt, Blasen zu werfen.
Anschließend wenden und fertig backen.

Die fertigen Pancakes wahlweise bei 50°C im Backofen warmhalten - oder einfach gleich essen.

Die Teigmenge ergibt bei der Größe übrigens etwa 18 Pancakes.

Die Pancakes anschließend mit der Orangenbutter servieren.


Preis (pro kleiner Portion, etwa 5 Pancakes) 80 Cent

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Und dann? Dann haben wir wie gesagt den ganzen Tag immer wieder mal einen Pancake genascht. Weder basisches Essverhalten noch basische Nahrung. Aber eben auch lecker...

Zur Stärkung für den Abend gab es dann aber doch nochmal was "Richtiges" zu essen. Also sowohl was Richtiges, weil sättigend, gekocht und wirklich als Mahlzeit durchgehend. Als auch richtig, weil sehr gemüse-, sprich basenlastig: Kartoffeln mit Babyspinat, Paprika und Sonnenblumenkernen.
Säurelastig war daran nur die Butter und etwas Milch und Frischkäse. Sahne für einen klassischen Rahmspinat war nämlich nicht im Haus. Aber die improvisierte Version war ja nicht minder lecker:

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Kartoffeln mit Babyspinat-Paprika-Gemüse und gerösteten Sonnenblumenkernen



Zutaten (pro kleinerer Portion)

- Kartoffeln (knappe 400 g)

- Babyspinat (oder Blattspinat, eine große Hand voll)
- Paprika (1/3 rote Schote)
- Zwiebel (eine kleine)
- Butter
- Frischkäse (1 EL)
- Milch (vielleicht 40-50 ml?)
- Muskatnuss
- Pfeffer, Salz

- Sonneblumenkerne (1-2 EL)


Zubereitung (40 Minuten)

Kartoffeln in Salzwasser gar kochen, abtropfen lassen und schälen.

Wenn die Kartoffeln fast fertig sind, Babyspinat waschen, trocknen, verlesen und eventuell noch grob in breite Streifen schneiden.
Paprika waschen, Zwiebel pellen und beides in Würfel schneiden.

Die Sonnenblumenkerne ohne Öl kurz anrösten und beiseite stellen.

Die Zwiebel in einer Mischung aus Butter und Öl glasig schwitzen, anschließend Spinat und Paprika zugeben.
Beides mit anschwitzen, bis der Spinat etwas zusammengefallen ist.

Anschließend Frischkäse und Milch zugeben, gut verrühren, einmal aufkochen lassen und mit Pfeffer, Salz und Muskatnuss abschmecken.

Zusammen mit den Kartoffeln und bestreut mit den Sonnenblumenkernen servieren.


Preis (pro Portion) 1,80 Euro

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So, der Tag ist rum? Nichts da! Jetzt wird erstmal gefeiert! Warum wir das letzte Woche nicht getan haben, ist mir übrigens ein Rätsel. Wir waren ja nicht zu schlapp, uns ging es nicht schlecht, und dass man auch ohne Alkohol die Nächte durchfeiert kann, hab ich ja schon ohne Basenwoche das ein oder andere Mal bewiesen.
Seltsam also. Naja, vielleicht war es aber unserer körperlichen Entspannung zuträglich. Immerhin.
Geistig jedoch tut so eine Youtube-Party bis morgens um fünf wirklich gut. Sollte man also öfter machen. Vielleicht auch in einer Basenwoche? Ich weiß es nicht. Aber die Nacht durchzutanzen ist doch eigentlich auch irgendwie "Sport", und der Seele tut es ja definitiv gut!
Aber naja: Ob Trockenobst ein ebenso guter Mitternachtssnack geworden wären wir Wienerle mit Senf und dazu ein kaltes Spezi? Ich bezweifle es dann doch...

Aber das endgütlige Fazit gibts dann morgen! :)

Samstag

Thunfisch-Wraps mit Apfel und Karotten

Wraps kriegt man mittlerweile ja überall für teuer Geld nachgeschmissen. Aber mic erinnern sie immer noch an das "Lehr- und Wanderjahr" auf Réunion. Früh morgens in der Küche stehen und sich noch etwas zu essen für einige Stunden bis Tage Wanderung zubereiten, um dann im Morgengrauen aufzubrechen. Anfangs gab es einfach immer nur Brot, Käse und Obst. Irgendwann suchte man nach gangbaren Alternativen und relativ schnell waren da Wraps als Alternative gefunden. Aus diesem Grudn wird bei mir auch bis heute noch alles ordentlich von Hand geschnitten statt Möhren und Äpfel einfach zu hobeln. Aber Klassiker, die noch dazu mit guten Erinnerungen verknüpft sind, sollte man nicht ändern:



Donnerstag

Gelbe-Möhrchen-Suppe mit Kokosmilch, Orangen und Chili

Habt ihr euch auch schon immer - oder wenigstens manchmal - gefragt, warum quietschorangene Möhrchen "Gelbe Rüben" genannt werden? Also nur mal so als Frage, denn eine Antwort weiß ich da leider auch noch immer nicht drauf. Aber immerhin hab ich jetzt mal wirklich richtig knallgelbe Möhrchen im Supermarkt gesehen und sofort zugeschlagen. Neuzüchtung. Und anscheinend noch gesünder als normale. Aber geschmacklich... Nunja. Roh fanden wir sie leider nicht so doll. Dafür machen sie gepresst (jaja, unsere Liebe zu Apfel-Karotten-Saft hält weiter an ;) oder verkocht echt ne gute Figur!
Also mussten dann eben ganz viele Möhrchen auf einmal dran glauben und als Suppe enden. Ist bei dem grauen Wetter da draußen ja sowieso perfekt. Und erst recht, wenn man die nächsten Abende auch immer erst ganz spät und mit Bärenhunger aus der Bib nach Hause stiefeln wird.
Also: Suppe. Und Suppe ist bei mir ja immer sowas, was erst im Kochprozess so langsam entsteht: Zwiebel anschwitzen, ablöschen, Hauptgemüsezutat kleinschnippeln und mitkochen. Und dann nebenbei die Küche durchstöbern, was man denn noch so da hat, womit man das Ganze verfeinern könnte. Diesmal: Kokosmilch und Chili (dass das passt hab ich hier schon eruiert), Orangen (weil die beim neben-dem-kochen-schon-was-knabbern so gut zu den Möhrchen gepasst haben) und etwas Sherry (Wein war nämlich aus bzw. nicht auf). Und dazu ganz viel Brot zum tunken und ein bisschen Dekogrünzeugs...
Schneeregen? War da beim Heimradeln echt Schneeregen? Hab ich vergessen:)


Freitag

Asiatisch angehauchter Gemüse-Eintopf

Ich weiß nicht, wie das bei euch ist, aber bei mir sammeln sich immer wieder Unmengen von Gemüseresten an. Da kann man noch soviel an den Mengenangaben anpassen, wenn ich nicht tagelang das immer gleiche essen mag, quillt mein Gemüsefach irgendwann über. Meist gibt es dann irgendwelche Kartoffelpfannen (denen ich dann u.a. gerne tolle Ländernamen verpasse ;) oder eben einen Eintopf (wie bspw. meinem heißgeliebten Pichelsteiner).
Angesichts meines wirklich randvollen Gemüsefaches kam mir der erneute Wetterumschwung dann irgendwie gerade recht, denn Anfang der Woche hätte ich mich dank gefühlter 40°C in meiner kleinen Dachgeschosswohnung doch eher geweigert, den Herd zum Eintopfkochen anzuschmeißen, geschweige denn, dann auch noch heiße Suppe in mich hineinzulöffeln.
Aber bei dem grauen Regenwewtter da draußen war ein Eintopf dann genau das richtige. Und um es nicht ganz so bodenständig urig deutsch zu machen, hab ich mich vom Fondue Chinois und Tom Yam Gai inspirieren lassen, und meinem Gemüseeintopf mit etwas Sojasauce, Austernsoße, Fischsoße, 5 Epices und Koriander einen asiatischen Touch verliehen. Ob das nun wirklich asiatisch ist, ist fraglich, aber für den unwissenden Durchschnittsdeutschen hat es einen lecker fernöstlichen Touch und schmeckt nun wirklich nicht mehr nach "Resteessen":


Donnerstag

Rind mit Karotten-Zucchini-Gemüse

Schwaben sparen ja gern, also verwenden sie auch gerne Probepäckchen. Und ein bischen hat das abgefärbt. Ich hatte ein Rinder-Bouillon-Pröbchen in Form von Miniwackelpudding. Also musste Rind her. Und dazu Gemüse und Reis. Klar, wenn es nur Bouillon dazu gibt. Das in den Infobroschüre angegebene Rezept enthielt erstens Gemüse, dass ich in München nicht auf den Tisch bringen darf, zweitens sagte es mir auch selbst nicht ganz so zu. Also wurden versuchsweise einfach nur Karotten und Zucchini gestiftelt, und eine rote Zwiebel, Knoblauch und ein klein wenig Lauchreste aus dem Kühlschrank zugegeben.
Und immerhin das Gemüse war dann richtig gut. Von der Bouillon hingegen war ich nicht so überzeugt. Bzw.: Sie schmeckt viel zu sehr nach künstlich starkem Bouillonaroma. Also lieber nur ein halbes Päckchen nehmen, dann müsst es passen. Oder einfach den Fond, der durch das verwendete Rindfleisch entsteht, noch ein bisschen kräftiger würzen.
Optisch wie immer die typischen Licht- und Schärfeprobleme des Auswärtskochens... Aer irgendwann wird's nochmaö gekocht und die Fotos eventuell ausgetauscht:


Dienstag

Die Basenwoche. Tag 7.
Frühstück: Birnen-Walnuss-Zimt-Muß im Glas
Mittagessen: Babyspinat mit gebratenen Egerlingen, Sesam und Möhren
Abendessen: Wirsing-Kartoffel-Pfanne in zwei Variationen
Dessert: Basische Bratäpfel mit Vanille-Nuss-Füllung

Tag 7. Moment: Tag 7? Ist das jetzt echt schon der letzte Tag? Ich hatte mich doch gerade eben eingelebt. Musste endlich nicht mehr ständig durch seitenlange Listen blättern, um nachzusehen, was ich eigentlich alles essen darf. Hab morgens im Halbschlaf mit einer fast schon unheimlichen Selbstverständlichkeit zum Pürierstab gegriffen. Mir mittags ein mittlerweile wirklich leckeres - wenn auch auf Dauer vielleicht etwas eintöniges - Zitronendressing für meinen grünen Salat mit irgendeiner Art rohem Gemüse und irgendwelchen Kernen, Mandeln oder Walnüssen angerührt. Trockenobst, Bananenchips und Mandeln sind zu meinem beständigen Begleiter geworden und aus keinem noch so kleinen Handtäschchen mehr wegzudenken. Auch dass man abends immer zu einer bestimmten Zeit zum gemeinschaftlichen Kochen antritt, ging mir wieder in Fleisch und Blut über.

Und das alles so langsam, ohne wirklich etwas zu vermissen. Ich dachte ja anfangs, ich würde mich 7 Tage lang verzehren nach einem Stückchen Käse (ist aber auch gemein, wenn man da am letzten Tag noch was davon im Kühlschrank hat liegen lassen ;). Stattdessen kann ich schon seit drei Tagen über so ziemlich jede säurehaltige Leckerei sprechen, ohne dass sich meine Speicherdrüsen auch nur zur geringsten Regung veranlasst fühlen.

Aber naja, jetzt genießen wir erstmal noch den letzten Tag. Also mal insbesondere ich, denn für mich wahrhaftiges Mädchen war es doch eindeutig noch die geringste Ernährungsumstellung. Und morgen wird schließlich radikal das Gegenteil praktiziert: Wer hart in die Basenwoche einsteigen kann, muss auch am Tag danach direkt kontrollieren, ob Säuren einem wirklich nicht gut tun.

Heute aber erst nochmal basisch! Und weil ich mich morgens nicht entscheiden konnten, landeten einfach alle Reste im Obstkorb gemeinsam im Mixer. Birne, Apfel, Banane, Mandarine und Orange. Passt ja alles super zusammen. Und weil es so schon winterlich klingt, gab es noch Zimt und Walnüsse dazu.
Was herauskam, war lecker, erinnerte aber leider eher an einen Brei denn an einen Smoothie. Aber Moment... Früchte-Brei... War da nicht was? Na klar: Babygläschen! Die Hälfte aller erwachsenen Frauen greift in diesem Sinne doch gerne ab und an mal "zum Glas". Also warum nicht einfach den selbstgemachten Früchtebrei in ein Schraubglas packen, Löffel dazu, und ab in die Uni? Wenn man das dem Auge und Gaumen nur richtig verkauft, schmeckt es nämlich auf einmal echt gut:)

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Birne-Walnuss-Zimt-Muß


Zutaten (pro Portion)

- Birne (eine, hier Williams Christ und sehr reif)
- Apfel (ein kleiner, eher mürber)
- Banane (eine halbe kleine)
- Orange (1/2 kleinere)
- Mandarine (eine halbe)
- Walnüsse (etwa eine halbe Hand)


Zubereitung (10 Minuten)

Birne und Apfel wahlweise waschen oder schälen. 
Kernhaus jeweils entfernen, in grobe Stücke schneiden und in eine Schüssel geben.

Banane in Stücke brechen und zum restlichen Obst geben.

Die Walnüsse relativ fein mörsern und ebenfalls zugeben.

Orange und Mandarine auspressen und den Saft zum Obst geben.

Alles einmal dürchpürieren, in ein Glas füllen und wahlweise sofort oder später am Tag auslöffeln.


Preis (pro Portion) 1,20 Euro

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Mittags das gleiche Bild: Es gab eine Restekomposition. Ist aber nicht falsch zu verstehen: Ich will nicht etwa nächste Woche kein Obst und Gemüse mehr essen. Ich bin nur schlichtweg noch nicht dazugekommen, das Zeug wieder kiloweise nach Hause und in den dritten Stock zu schleppen.
Also: Restesalat. Waren ja schließlich auch noch reichlich leckere Sachen vorhanden. Heraus kam dann ein Babyspinat-Salat mit scharf angebratenen Egerlingen, geröstetem Sesam und einem Karotten-Dressing:

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Babyspinat mit gebratenen Egerlingen, Sesam und Möhren-Dressing


Zutaten (pro Portion)

- Babyspinat (eineinhalb Hand voll)

- Egerlinge (3-4 größere, etwa 80-100 g)
- Sesamöl

- Karotte (eine eher kleinere)
- Zitronensaft (ein guter EL)
- kaltgepresstes Sesamöl (2 EL)
- Wasser
- Pfeffer, Meersalz

- Sesam (1 EL)

- Kresse (wahlweise 1/2 bis ganzer EL)


Zubereitung (15 Minuten)

Salat waschen, verlesen und grob trocknen.

Möhre fein raspeln, Kresse waschen und grob trocknen und die Zitrone auspressen.

Den Sesam ohne Öl kurz anrösten, anschließend beiseite stellen.

Währenddessen die Egerlinge putzen, und je nach Größe halbieren, vierteln oder achteln.

Die Egerlinge in Sesamöl kurz kräftig anbraten, anschließend etwas Sesam darüber streuen.

Währenddessen aus Zitronensaft, Sesamöl und etwas Wasser mit einem Milchaufschäumer ein Dressing anrühren. Mit Pfeffer und Salz abschmecken.

Salat und geraspelte Möhren mischen und mit dem Dressing anmachen. Anschließend mit dem restlichen Sesam und der Kresse bestreuen und mit den gebratenen Egerlingen servieren.


Preis (pro Portion) 1,90 Euro

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Für das letzte Abendessen standen noch zwei Gerichte zur Auswahl: Eine Wirsing-Kartoffel-Pfanne und eine Kartoffelsuppe mit Mandeln. Da Suppe nach einer Woche nicht mehr jedermans Sache war, hab ich die auf nächste Woche vertagt, und stattdessen gab es die Wirsing-Kartoffel-Pfanne. Und zwar in zwei Variationen, weil 4 Portionen in keine unserer Pfannen passten: Einmal indisch angehaucht mit Curcuma & Kreuzkümmel, einmal gut bürgerlich mit Paprika und Kümmel. Beides lecker, aber obwohl ich mir Wirsing in Kombination mit indischen Gewürzen anfangs nicht wirklich vorstellen konnte, bin ich im Nachhinein von dieser Geschmackskombination doch echt angetan!

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Kartoffel-Wirsing-Pfanne


Zutaten (für 4 Portionen)

- Wirsing (etwa 1 kg, zwei kleinere Köpfe)
- Kartoffeln (etwa 1 kg)
- Paprika (2-3 rote Schoten)
- Karotten (2-3 größere)
- Zwiebel (eine große)
- Gemüsebrühe (etwa 600 ml)
- Pfeffer, Meersalz

- Curcuma
- Kreuzkümmel
- Cayennepfeffer

oder

- Paprikagewürz (idealerweise edelsüß, scharf und geräuchertes gemischt)
- Kümmel

- Sonnenblumenkerne (eine Hand voll)


Zubereitung (eine Stunde)

Kartoffeln und Karotten schälen, Wirsing und Paprika waschen und putzen, Zwiebel pellen.

Den Wirsing in kochendem Salzwasser etwa 3 Minuten blanchieren, anschließend einkalt abschrecken.

Die Zwiebel in feine Würfel schneiden. Karotten und Paprika in kleinere Würfel. Kartoffeln in etwas größere Stücke. und den Wirsing in Streifen.

Pflanzenöl glasig schwitzen.

Wirsing, Kartoffeln, Karottenund Paprika zugeben und etwa 5 Minuten mit anbraten.
Anschließend mit der Gemüsebrühe ablöschen und wahlweise mit Curcuma, Kreuzkümmel und Cayennepfeffer oder mit Paprika und Kümmel abschmecken. Und natürlich mit Salz.

Anschließend etwa 20 Minuten im geschlossenen Topf köcheln lassen, eventuell nochmals abschmecken.

Die Sonnenblumenkerne nebenbei ohne Öl anrösten.

Und anschließend die Wirsing-Kartoffelpfanne mit den gerösteten Sonneblumenkernen servieren.


Preis (pro Portion) 1,50 Euro

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So, und wer so heftig in den ersten Basentag einsteigt, der darf sich auch am letzten abends etwas gönnen, bei dem wir uns nicht so sicher sind, ob es abends überhaupt erlaubt ist. Weil es ja Obst - wenn auch nicht rohes - ist: Einen Bratapfel! Mit Nüssen, Zimt, Vanille und Orangensaft zubereitet.
Ist zwar echt ganz lecker in der basischen Variante, aber dank dem fehlenden Zucker hab ich Bratapfel-Purist zum ersten Mal wirklich ein bisschen Vanillesoße oder Vanilleeis dazu vermisst. In weißer Voraussicht wollte ich ja eigentlich Mandelmilch mit Vanille zubereiten. Aber das hat zeitlich leider nicht geklappt. Naja, ab morgen dürfen wir ja auch wieder säurehaltiges essen, und bis dahin war es schonmal einfach schön, ein Dessert zu haben:

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Basische Bratäpfel mit Vanille-Nuss-Füllung und Orangensaft


Zutaten (für 4 Portionen)

- Äpfel (4 Stück, am besten Boskop, hier Braeburn)

- Mandelspitter (eine halbe Hand voll)
- Walnusskerne (eine Hand voll)
- Rosinen (eine halbe Hand voll)
- Vanille (eine Schote)
- Zimt
- Orange (eine)


Zubereitung (10-15 Minuten Vorbereitung, 20-30 Minuten Backzeit)

Walnüsse grob hacken und mit den Mandeln und Rosinen mischen.

Vanilleschote aufschneiden, auskratzen und das Mark zu den Nüssen geben.

Die Orange auspressen und den Saft ebenfalls zu den Nüssen geben.

Die Füllung noch mit etwas Zimt abschmecken.

Anschließend die Äpfel waschen, trocknen und das Kernhaus ausstechen (wahlweise mit einem Messer rausschneiden, ich hab das getestet, das geht auch ganz wunderbar!).

Die Äpfel in eine eingeölte Backform setzen, mit der Nuss-Mischung füllen und den restlichen Orangensaft darüber verteilen. Eventuell noch ein paar EL Wasser mit in die Form geben.

Die Äpfel anschließend geschlossen bei 220°C etwa 20-30 Minuten backen.


Preis (pro Portion) 1,00 Euro

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Fazit Tag 7

Hm... ja... was soll ich sagen? Ich dachte ja anfangs, ich würde heute einen Freudentanz aufführen und um Punkt Mitternacht vor meinem Kühlschrank stehen um ein Stückchen Käse zu naschen. Stattdessen könnt ich grad auch einfach so weitermachen. Wirklich: Das ist alles lecker und mir gehts super. Ich hatte keine wirklichen Entgiftungserscheinungen oder so. Aber immerhin ging es mir Ende der Woche mit jedem Tag doch ein Stückchen besser. Auch alte Zweifler sind manchmal zur Selbsterkenntnis bereit!

Dass ich die Woche allerdings wirklich verlängern werde, bezweifle ich. Denn anstrengend ist es schon, jeden Tag dreimal aufwändigst etwas zu essen zuzubereiten und danach jedes Mal rießige Berge abzuspülen. Auch ist es echt einfacher, wenn man ein paar Menschen hat, die das mit einem durchziehen. Nur haben genau die für morgen schon ein paar säurelastige Lebensmittel eingekauft und mich damit natürlich angefixt. Und mein Mann ist auch noch zu Besuch. Durch ein bisschen basische Kost muss er durch, kriegt bei mir ja sonst auch immer die Rießenladungen Obst und Gemüse auf den Teller.
Aber rein basisch wird es schonmal definitiv nicht weitergehen! Soll man ja auch eh nicht sooo lang am Stück machen. Aber ein bisschen mehr auf das Gleichgewicht achten werde ich schon. Zumindest hab ich mir das vorgenommen. Aber sehen wir mal, was der morgige Tag so bringt! ;)

Donnerstag

Schnelle Tomatensuppe mit Basilikum-Sahne-Häubchen

Es ist ja nun nicht so, dass ich nicht noch zig Ideen habe, was ich noch kochen will. Nur fehlt mir irgendie gerade vor allem die Zeit, mal ordentlich einkaufen zu gehen. Denn irgendwie sind die Stammgemüseregale zur Zeit absolut vergriffen.
Also müssen eben ein paar einfache Klassiker wieder mal herhalten. Wie zum Beispiel Kartoffelgratin in allen möglichen Variationen oder eine meiner Lieblingssuppen: Tomatensuppe mit Möhren drin, dazu etwas Sahne und Basilikum.
Normalerweise sie allerdings noch schneller und einfacher als heute einfach in der Mikrowelle zubereitet. Das kann man aber schon hier nachlesen.
Heute hab ich mir hingegen mal etwas mehr Zeit genommen, und die Suppe auf dem Herd - wo man denn doch eher daneben stehen sollte - und etwas aufwändiger - sprich zusätzlich mit frischen Tomaten und selbstgemachter Gemüsebrühe - gekocht.
Der direkte Vergleich fehlt mir jetzt natürlich, aber auf jeden Fall schmeckt sie sehr lecker, geht fast genauso schnell, und reicht immerhin noch für einen Teller mehr. Also definitiv eine Alternative, insbesondere auch für Gegner der Mikrowelle:


Mittwoch

Peking-Suppe

Klingt immer unglaublich kompliziert. Aber vor allem, weil so viele verschiedene Zutaten drin sind. Wer aber öfter asiatisch kocht, hat die meisten Soßen sowieso zuhause und kann das restliche Gemüse gut weiterverwenden. Insbesondere, wenn man sowieso mal so groß für mehrere aufkocht, dass man sich ein Vorspeisensüppchen gönnt.
Außerdem muss man es mindestens einmal selbst ausprobiert haben, da man laut eines kritischen Teilzeitmitessers ein gutes asiatisches Restaurant daran erkennt, dass sie Pekingsuppe selbst zubereiten. Und diese natürlich entsprechend lecker ist. Ich hab sie übrigens am Wochenende das erst Mal zubereitet. Da mein eines Kochbuch leider kein Rezept dafür bereit hielt und da soviel reingehört, dass ich mir ob einer vollständigen Zutatenliste nicht sicher war, und wurde davor das Internet durchstöbert. Jedoch entweder nicht lang genug, oder es gab wirklich kein Rezept, dass alles beinhaltet hat, was für mich rein muss, bzw. ich weiß, dass reingehört.
Also hab ich mich einfach an eine eigene Kreation gewagt. Am Wochenende hatten wir noch etwas viel Fischsauce erwischt und leider nur Sambal Manis zur Hand gehabt, aber diesmal wurde die Schärfe mit Sambal Oelek perfekt. Der Rest hat schon am Wochenende wunderbar gepasst. Auch wenn es nicht die ökonomische Variante von Asiarestaurant nebenan ist, sondern eine Suppe mit sehr viel Einlage:



Dienstag

Kürbis-Karotten-Kokos-Suppe mit Koriander-Sahne-Häubchen

Ein neuer Pürierstab ist gekauft, also musste ganz schnell etwas püriert werden! Da ich noch Kokosmilch im Kühlschrank hatte, wollte ich eigentlich meine Möhren-Ingwer-Suppe mal mit Kokosmilch ausprobieren. Aber dann bin ich bei TheBeautifulSideOfLife über ihr Rezept für Hokkaido-Kürbis-Suppe gestolpert. Kokosmilch und Kürbis schien also zu harmonieren. Ich hab mich zwar vor allem bezüglich der Mengenangaben nicht so ganz an das Rezept gehalten, aber auf jeden Fall Danke für die Inspiration!
Den Ingwer, den ich eigentlich verarbeiten wollte, hab ich zudem leider vergessen. Dafür gab es - weil Suppe ohne Croûtons oder Sahnehäubchen nur halb so schön ist und kein Toast zur Hand war - eine Koriander-Sahne dazu. Wer Koriander nicht mag, kann ihn sicher ersetzen oder ganz weg lassen.
Wer sich übrigens über die sehr dunkelrote Farbe meiner Suppe wundert: Ich hatte nur noch eine kleine "normale" Möhre da, dafür aber noch violette. Und hab glatt mal deren färbende Wirkung in einer Suppe unterschätzt. Lecker war's trotzdem:


Mittwoch

Scharfe Kokos-Karotten-Suppe mit Sesam

Eigentlich ist ja nicht mehr wirklich Suppenkasperzeit. Aber das Gemüse war in Zeiten von EHEC sowas von vergriffen, dass nur noch die Möhrchen mich anlachten. Und wenn man schon alles kochen soll, dann mach ich das eben auch mal. Trifft sich sowieso gut, da ich Möhrensuppe nur mit etwas Chili- und / oder Ingwerschärfe mag (ansonsten hat es irgendwie einen Babynahrungstouch), und noch ganz dringend das sagenhafte selbstegmachte Chilipulver vom Vater des Eigentümers meiner Gastkochwohnung testen wollte.
Und ich bin sehr zufrieden mit der heutigen Kreation: Die Süße der Möhren und Kokosmilch, die Schärfe von Chili und Ingwer und ein Hauch Säure von den Limetten. Und für mich als Sesamliebhaber noch ein bisschen Sesamöl und etwas gerösteten Sesam als Topping. Nur etwas Koriander wäre vielleicht das passendere Grünzeug fürs Bild gewesen, aber man kann eben nicht immer alles haben im Leben:


Montag

Mexikanische Reispfanne

Mein kleiner Bruder hat vor einiger Zeit zuhause gekocht. Da meine alten Kinderkochbücher entsprechend offen rumlagen, hab ich mal wieder einen Blick hineingeworfen. Und bin über ein Gericht gestoßen, dass ich als Kind zwar ab und an kochen durfte, seitdem aber nie mehr so zubereitet hab. Nicht, weil es nicht schmeckt. Tatsächlich musste ich eher lachen, da das Rezept in seiner Grundrezeptur eigentlich in einige meiner Reisgerichte eingeflossen ist, auch wenn es nie wieder genau so simpel und lecker zubereitet wurde, wie damals. Aber jetzt endlich mal wieder:


Donnerstag

Scharfe Möhren-Suppe mit Ingwer und Petersiliensahne

Vorweg: Ja, das klingt viel zu gesund. Und ja, Karotten-Suppe hat erstmal ein bisschen was von Babynahrung, wenn man die Grundzutaten eines Eintopfes püriert. Aber wenn man es schön scharf mit Chilli und Ingwer abschmeckt, verliert es jegliche ggeschmackliche Gemeinsamkeit. Nur die Farbe bleibt eben:



Freitag

Mediterraner Rindereintopf

Keine Ahnung, ob das irgendwo im Mittelmeerraum so zubereitet wird, denn eigentlich hab ich nur den Kühlschrank leergeräumt. Aber "Küchenreste" klingt für Kenner zwar lecker, aber ist nicht wirklich differenziert und könnte zudem der Name allzuvieler Gerichte auf diesem Blog sein. Aber das Wichtigste ist ja, dass es wirklich lecker geworden ist, und die Grundidee so noch nicht bestand, jetzt aber archiviert ist, auf dass ich es in Abwandlungen wieder zubereiten kann:


Dienstag

Apfel-Karotten-Rohkost mit Blutorangen

Ich habe gerade tatsächlich überlegt, ob ich meinen heißgeliebten Klassiker aus der Kindheit umbenennen soll. Denn eigentlich hab ich eine kleine Abneigung gegen alles, was Rohkost heißt.
Nicht, dass ich rohes Gemüse nicht mögen würde! Naschen beim Kochen ist doch das tollste überhaupt. Und bei rohen Mörchen wird Frau ja sowieso genauso schwach wie bei Keksen oder Pralinen; immerhin kann man die äußerste Schicht langsam und genüsslich wegknabbern, dabei einen inneren Wettkampf führen, ob man es schafft, sie dabei nicht abzubrechen, nur um dann das Beste, also hier den süßen Kern, pur zu genießen. Und was gibt es lustigeres als den Wettkampf, wer auf den typischen Gurken und Paprikasticks mehr Dip zum Mund balancieren kann?
Nur: Überall, wo explizit Rohkost steht, treiben sich meist auch die üblichen Verdächtigen rum, die mir Gespräche über Kalorien der einzelnen Gemüsesorten oder gar bezüglich der Sahne im Dip reinwürgen, die einem dank ihrer Langatmigkeit fast den Appetit verderben können. Also schleiche ich mich mittlerweile oft nur noch hinterrücks an die Rohkostecke an, meist schon mit einer solchen Ladung restlicher Buffetbeute bepackt, dass die Gesundheits-/Kalorienapostel nur noch schnappatmen können...
Und jetzt merke ich plötzlich, dass ich eigentlich ein Rohkost-Junkie bin. Eieiei. Aber was will man machen? Es ist eben unheimlich lecker, der Name hat sich seit frühester Kindheit in meinem Hirn eingebrannt, und nur weil ich da diesmal Blutorangen statt normaler verwendet hab, kann man es kaum komplett umbenennen. Also werde ich ausnahmsweise auch zum Moralprediger und erzähle euch auch noch, dass das unheimlich gesund sei. So gesund, dass es fast unmöglich ist, sich mengenmäßig daran zu überfressen, obwohl es so unheimlich lecker ist:


Hühnchen nach Kanton-Art verfeinert mit Chinakohl und Cashewkernen

Auf dem heute ausgegrabenen Rezepteschmierzettel stand "Hühnchen Kanton-Art". Warum das nun Kanton-Art war, weiß ich auch nicht so genau, denn eigentlich waren meiner europäischen Auffassung nach einfach die Grundzutaten fast jeden "chinesischen" Reisgerichtes vertreten. Und zwar nur die: Fleisch, Sojasauce, Karotten und Lauchzwiebeln. OK, und Sake und Mu-Err-Pilze.
War mir dennoch etwas zu langweilig, weswegen ich es mit etwas Chinakohl und ein paar Cashewkernen verfeinert hab:


Mittwoch

Bunte Gemüse-Suppe mit Nudeln und Fleischeinlage

 Das erste Mal, dass ich so richtige Probleme hatte, meinem Essen einen Namen zu geben. Irgendwie ähnelt es einer Minestrone, es fehlen aber Bohnen, Dosentomaten und auch sonst noch ein paar typische Zutaten, obwohl die Zubereitung ähnlich ist. Ein typisch deutscher Eintopf ist es aber schon allein dank der Nudeln,Zucchini und Champignons nicht. Obwohl Fleischeinlage und Suppengemüse und Linsen das schon wieder nahelegen.
Letztendlich ist es irgendwie eine Mischung aus Hühnerbrühe, Minestrone und einem Pichelsteiner, also typisch deutschem Eintopf geworden. passt wunderbar zusammen, wird aber wohl erst in ferner Zukunft mal einen vernünftigen Namen abbekommen.
Geschmeckt hat es, problematisch war im Nachhinein nur die nicht voll durchdachte Idee, die Nudeln direkt in der Suppe mitzukochen. Stattdessen sollte man sie lieber separat kochen und erst mit in die Teller geben. So werden sie bis zum Verzzehr des zweiten Tellers bzw. erst recht beim aufwärmen nicht lätschig: