Freitag

Asiatisch angehauchter Gemüse-Eintopf

Ich weiß nicht, wie das bei euch ist, aber bei mir sammeln sich immer wieder Unmengen von Gemüseresten an. Da kann man noch soviel an den Mengenangaben anpassen, wenn ich nicht tagelang das immer gleiche essen mag, quillt mein Gemüsefach irgendwann über. Meist gibt es dann irgendwelche Kartoffelpfannen (denen ich dann u.a. gerne tolle Ländernamen verpasse ;) oder eben einen Eintopf (wie bspw. meinem heißgeliebten Pichelsteiner).
Angesichts meines wirklich randvollen Gemüsefaches kam mir der erneute Wetterumschwung dann irgendwie gerade recht, denn Anfang der Woche hätte ich mich dank gefühlter 40°C in meiner kleinen Dachgeschosswohnung doch eher geweigert, den Herd zum Eintopfkochen anzuschmeißen, geschweige denn, dann auch noch heiße Suppe in mich hineinzulöffeln.
Aber bei dem grauen Regenwewtter da draußen war ein Eintopf dann genau das richtige. Und um es nicht ganz so bodenständig urig deutsch zu machen, hab ich mich vom Fondue Chinois und Tom Yam Gai inspirieren lassen, und meinem Gemüseeintopf mit etwas Sojasauce, Austernsoße, Fischsoße, 5 Epices und Koriander einen asiatischen Touch verliehen. Ob das nun wirklich asiatisch ist, ist fraglich, aber für den unwissenden Durchschnittsdeutschen hat es einen lecker fernöstlichen Touch und schmeckt nun wirklich nicht mehr nach "Resteessen":


Zutaten (für 2 Hauptspeisenportionen, etwa 4-5 Teller)
- Kartoffel (eine größere, etwa 150 g)
- Egerlinge (knappe 100 g)
- Zuckerschoten (gute 100 g)
- Karotten (2 kleine, etwa 100 g)
- Lauchzwiebeln (2-3, je nach Größe)
- Knoblauch (eine Zehe)
- Kirschtomaten (knappe 100 g)

- Hähnchenbrustfilet (etwa 150 g, kann wahlweise aber auch weggelassen werden)
- Pfeffer, Salz

- Sesamöl 
- Sojasauce (50 ml)
- Hühnerbrühe (500 ml)
- Wasser (etwa 600 ml)
- Fischsauce (1 EL)
- Austernsoße (1 EL)
- 5 Epices
- Koriander (4-5 Stängel) 


Zubereitung (30-40 Minuten)

Kartoffeln und Karotten schälen, Champignons putzen, Lauchzwiebeln und Zuckerschoten waschen und trocknen. Knoblauch pellen.
Kartoffeln in Würfel schneiden, Karotten in Scheiben, Champignons je nach Größe halbieren oder viereteln, Zuckerschoten einmal quer halbieren, Knoblauch in feine Scheiben schneiden.

Hühnchen waschen, trocknen und in Würfel schneiden. Mit Pfeffer und Salz würzen. Wer mehr Zeit hat als ich und nicht so spontan kocht, kann es vorher auch noch in Sohasauce marinieren. Das passt sicher super dazu.

Etwas Sesamöl in einem Topf oder einer großen Pfanne erhitzen. Zuerst Kartoffeln, Karotten und Fleisch kurz anbraten, dann das restliche Gemüse zugeben und kurz mit anschwitzen.

Mit 50 ml Sojasauce, 500 ml Hühnerbrühe und einem guten halben Liter Wasser ablöschen und aufkochen lassen.

Schaum abschöpfen, anschließend mit Fischsauce, Austernsoße und etwas 5-Gewürze-Mischung abschmecken.
Geschlossen etwa 10-15 Minuten leicht köcheln lassen.

Währenddessen Kirschtomaten waschen und wahlweise halbieren. Koriander waschen, leicht trocken schütteln und je nach Geschmack eher grob oder fein hacken.

Beides noch kurz zur Suppe geben, anschließend sofort servieren.


Tipp

Natürlich können auch ganz andere Gemüsesorten zugegeben werden. Kartoffeln mag ich einfach gern in einem Gemüseeintopf, Pilze und Lauchzwiebeln gehören für mich irgendwie in einen asiatischen Eintopf. Aber das mag Geschmackssache sein. Die Zuckerschoten waren darin übrigens absolut genial, und Kirschtomaten verleihen einfach so eine schöne leichte Süße. Das hat meines Erachtens super gepasst.
Dennoch wandern wohl auch bei mir das nächste Mal ganz andere Gemüsesorten, vielleicht auch -mengen in diesen Eintopf. Aber so ist das ja auch bei sonstigem Eintopf, das eigentlich nur eine Gesamtmenge an Gemüse festgeschrieben ist. Und die Brühe war einfach mal was anderes, und zwar was richtig leckeres anderes! ;)


Preis (pro großer Portion) 2,90 Euro

Kommentare:

  1. Der sieht wirklich lecker aus, ich würde sofort ein Tellerchen verspeisen ;o)

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  2. Solche telelr mache ich often.Asiatische Kueche ist hier sehr verbreitet und alle Zutaten sind zu kaufen.Manche sowie Koriander habe Ich in eigenem Garten.Sehr gut gelungen:)

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  3. Restessen kann ja sooooo toll sein! Wird definitiv wieder gemacht, der asiatische Touch hat da wirklich mal was "anderes" draus gezaubert! ;)

    Liebe Grüße,
    Ina

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