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Freitag

Frittierte Manchego-Bällchen mit frischen Kräutern

Es ist erst ein paar Wochen her, dass ich mal wieder alle meine Kochbücher in Händen gehalten, und dabeifestgestellt hab, dass ich wirklich nicht viele besitze. Aber die meisten auch nur eine Handvoll Rezepte enthalten, die ich sofort ausprobieren will. Weswegen das auch nicht so schlimm ist.
Aber dann verbrachte ich eine gute Stunde im Modernen Antiquariat der Stadt, und hab mich dabei unter anderem in ein handliches kleines Tapas-Kochbuch verliebt! Über 100 Tapasrezepte, von denen ich 90% am liebsten sofort zubereiten würde, hungrig machende Bilder und das Ganze für 2,99! Nur leider gibt es das so im Handel anscheinend nicht mehr. Aber es heißt einfach nur Tapas, der Verlag ist NGV - falls nochmal jemand Interesse hat und in einem ähnlichen Laden mal darüber stolpern sollte. Ich hab noch ein paar andere durchgeblättert, und da waren oft auch relativ ähnliche Rezepte drin, aber das hier hat mich doch am meisten angelacht und dabei beständig "Bittebitte kauf mich!" geflüstert... :)
Ein paar Freiwillige zum Probeessen haben sich denn auch sofort gefunden, aber das erste (bzw. eigentlich die ersten zwei Rezepte, aber die Oliven müssen noch marinieren, bevor ich probieren kann) hab ich jetzt erstmal ganz alleine ausprobiert: Und zwar Manchego-Bällchen. Bei der Entscheidung für dieses Rezept hat mir die Kiste mit den bald ablaufenden frischen Artikeln in meinem Supermarkt sehr weitergeholfen. Aber sie hat da auch eine gute Entscheidung getroffen, denn die sind wirklich sehr lecker:


Donnerstag

Gratinierte Auberginenscheiben auf Tomatensugo

Nachdem in den letzten Wochen durch ein neues Kochbuch meine Lust auf Tapas neu erwacht ist, kommen nun auch ein paar altbewährte Rezepte wieder auf den Tisch. Das hier hab ich in Barcelona mal gegessen, und anschließend zuhause nachgebaut: Auberginen- und Tomatenscheiben auf Tomatensugo mit Manchego überbacken. Es hat ein bisschen Ähnlichkeit mit Melanzane alla parmigiana, schmeckt aber durch den Manchego doch ganz anders und ist vor allem schneller und einfacher zubereitet:


Meersalzkartöffelchen

Vor Jahren, in einem langen Interrailurlaub, haben wir manchmal etwas getan, was ich immer dachte, dass man vielleicht lieber nicht öffentlich sagt. Aber jetzt weiß ich, dass es eigentlich gar nicht sooo seltsam war, auch wenn es dennoch fraglich war, wie sauber das Wasser vielleicht war. Aber naja: Jedenfalls haben wir manchmal, abends, zeltend am Strand mit nicht mehr ganz sooo viel Trinkwasser in den Rucksäcken (und das musste morgens ja noch für Kaffee reichen), unsere Nudeln oder Kartoffeln in Meerwasser gekocht. Vorher erstmal aufgekocht, vielleicht nur jugendlicher Leichtsinn, aber wir dachten, so wäre immerhin ein Teil der vielleicht vorhandenen Bakterien oder so abgetötet. Und in Salzwasser sollte man das ja eh kochen. Bei Nudeln musste die Tomatensoße dann etwas weniger würzig ausfallen, bei Kartoffeln fand ich das sehr salzige Wasser eigentlich echt lecker.
Und dann stolper ich doch tatsächlich in meinem  Tapas-Kochbuch  über ein Rezept für Kartoffeln, die in sehr, sehr meersalzhaltigem Wasser gekocht werden. Da musste das mit beruhigtem Gewissen natürlich sofort ausprobiert werden:


Freitag

Süß-saure Gurken mit Mandeln

Ich liebe Tapas, und eigentlich auch mein klitzekleines Tapas-Kochbuch. Aus eben diesem gab es diesmal die süß-sauren Gurken mit Mandeln, Chili und Kapern. Und sie schmecken wirklich gut! Das muss ich jetzt vorher einmal ganz laut sagen, auf dass das keinem beim Weiterlesen wieder aus dem Gedächtnis entwischt: Sie waren echt lecker!
Aber, aber, aber: Das Kochbuch ist in anderer Hinsicht mit diesem Rezept voll in die Falle getappt. Ich hatte es nämlich auch nach Bild ausgewählt: Gedünstete Gurken, die noch knackig grün waren! Phantastisch, das wollte ich auch! Und dann kam es eben doch so, wie es nunmal kommen musste: Sie wurden natürlich doch eher essiggurkengrün...
Dass das nicht an mir lag konnte ich beim späteren Nachschlagen des Rezeptes denn auch noch mit Hilfe des Kapiteleinleitungsfotos nachweisen, denn dort waren die Gurken am Rande drauf. Und zwar essiggurkengrün und mit Kernen. Puh, bin ich da beruhigt! Dennoch: Ich kann es nicht leiden, wenn man keine Chance hat, etwas so nachzukochen, wie es auf dem Foto aussieht.
Aber kehren wir zum positiven Teil zurück: Denn auf einem Tapasbuffet machen sie sich sicher gut - und wer es vorher weiß, ärgert sich beim Verzehr auch nicht so über die bleichgedünstete Optik: 


Samstag

Schwarze Oliven im Teigmantel

Und gleich noch ein Tapasrezept. Immerhin stand noch alles in der Küche bereit. Also vom Häcksler bis zum noch nicht zurück in die Flasche gefüllten Öl. Also konnte doch gleich noch eine kleine frittierte Kalorienbombe produziert werden!
Die ich nur leider objektiv betrachtet vollkommen versaut hab. Aber: Sie hat dennoch ganz wunderbar geschmeckt! In dem Rezept wurde nämlich nur von getrockneten Tomaten gesprochen. Und ich hab lange gerätselt, ob ich da nun welche in Öl oder einfach nur getrocknete nehme. Und ob ich die dann vorher einweiche oder einfach so mitfrittiere. Mitkochen geht ja auch ohne einweichen. Undsoweiterundsofort.
Entsprechend abwesend war ich bei der Zubereitung nach Rezept - mir der ich ja sowieso ab und an so meine Problemchen hab. Kurz schoß mir noch der Gedanke in den Kopf, dass das "fei ganz schön viele" Oliven auf die Teigmenge sind. Also nochmal in die Zutatenliste gesehen, Menge halbiert: passt.
Doch als dann alles schon im Fett war, hab ich nochmal nachgesehen: Und diese Oliven sollten erst noch entsteint werden... Naja, 150 g unentsteinte sind wohl doch etwas weniger als 150 g entsteinte Oliven... :)
Aber: Mit Tomaten in Öl hat es auf jeden Fall geklappt und war auch sehr lecker, in diesem ersten Fall eben sehr olivig und weniger teiglastig geworden:


Dienstag

Möhren in Parmesanpanade mit in Salbeibutter geschwenktem Reis

Juliane von Schöner Tag noch! hat mich mal wieder verführt. Diesmal mit bzw. zu diesen absolut wundervollen Möhren in Parmesanpanade mit Salbei. Die haben mich sofort angelacht, so schön sahen die aus. Und schon allein das Wort "Parmesanpanade". Da muss man doch schwach werden, oder? Überhaupt die Idee, Möhrchen so fein zu panieren... Da muss man erst mal drauf kommen, liebe Living at Home-Readation. Geniale Idee, wirklich!
Und dann noch etwas Salbei dazu. Da muss ich zwar zuerst immer an Hustenbonbons denken, aber wenn der in Butter geschwenkt wird (was ich einfach mal als Erweiterung des Rezeptes getan hab), dann kann ich definitiv nicht mehr widerstehen!
Juliane hat sie als warme Tapas gegessen, und schlägt eventuell etwas Fleisch dazu vor. Beides klingt absolut lecker, aber mein Hunger war für Tapas zu groß, der Fleischhunger gleichzeitig aber zu klein. Also hab ich spontan einfach - nachdem ich ja eh schon vorhatte, das Rezept um etwas Butter zu erweitern - Reis dazu gekocht und diesen nach den Möhrchen noch in der restlichen Salbeibutter geschwenkt. Phantastisch sag ich euch:


Freitag

Datteln im Speckmantel

So klein Tapas auch sein mögen, man isst grundsätzlich so lange daran, bis einem der Bauch fast platzt! Insbesondere bei dieser süß-salzigen Kombination:


Donnerstag

Internationaler Brunch-Teller

Eigentlich nur eine wilde Zusammenstellung verschiedenster Rezepte der letzten Tage angesichts eines doch nicht ganz soo leeren Kühlschranks bei spontanem Frühstücksbesuch. Es war alles dabei: Teile eines English Breakfast, spanische Tapas, südfranzösischer Honig-Ziegenkäse, griechisch anmutende marinierte Fetawürfel und italienischer Mascarponecreme. Hat aber alles sehr gut harmoniert und war sehr lecker: