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Donnerstag

Gelbe-Möhrchen-Suppe mit Kokosmilch, Orangen und Chili

Habt ihr euch auch schon immer - oder wenigstens manchmal - gefragt, warum quietschorangene Möhrchen "Gelbe Rüben" genannt werden? Also nur mal so als Frage, denn eine Antwort weiß ich da leider auch noch immer nicht drauf. Aber immerhin hab ich jetzt mal wirklich richtig knallgelbe Möhrchen im Supermarkt gesehen und sofort zugeschlagen. Neuzüchtung. Und anscheinend noch gesünder als normale. Aber geschmacklich... Nunja. Roh fanden wir sie leider nicht so doll. Dafür machen sie gepresst (jaja, unsere Liebe zu Apfel-Karotten-Saft hält weiter an ;) oder verkocht echt ne gute Figur!
Also mussten dann eben ganz viele Möhrchen auf einmal dran glauben und als Suppe enden. Ist bei dem grauen Wetter da draußen ja sowieso perfekt. Und erst recht, wenn man die nächsten Abende auch immer erst ganz spät und mit Bärenhunger aus der Bib nach Hause stiefeln wird.
Also: Suppe. Und Suppe ist bei mir ja immer sowas, was erst im Kochprozess so langsam entsteht: Zwiebel anschwitzen, ablöschen, Hauptgemüsezutat kleinschnippeln und mitkochen. Und dann nebenbei die Küche durchstöbern, was man denn noch so da hat, womit man das Ganze verfeinern könnte. Diesmal: Kokosmilch und Chili (dass das passt hab ich hier schon eruiert), Orangen (weil die beim neben-dem-kochen-schon-was-knabbern so gut zu den Möhrchen gepasst haben) und etwas Sherry (Wein war nämlich aus bzw. nicht auf). Und dazu ganz viel Brot zum tunken und ein bisschen Dekogrünzeugs...
Schneeregen? War da beim Heimradeln echt Schneeregen? Hab ich vergessen:)


Sonntag

Die Basenwoche. Tag 5.
Frühstück: Tropischer Fruchtsalat mit Kokoschips
Mittagessen: Avocado-Kartoffel-Salat nach Lafer auf Blattsalaten
Abendessen: Kürbissuppe mit Ingwer und gerösteten Kürbiskernen

Tag 5. Der Hunger ist besiegt und überhaupt revidiere ich, dass ich mich nicht besser fühlen würde.
Ganz im Gegenteil: Ich bin sowas von entspannt und dabei fit wie ein Turnschuh! Morgens früh aufstehen um sich vor der Uni noch Frühstück zu machen, den halben Tag rumrennen, einkaufen, Diplomarbeitsbücher lesen, kochen, essen und dann auch noch Wohnung umräumen, ausmisten und alles putzen. Aber ich kann euch sagen: Fensterputzen im Herbst ist vergeudete Liebesmühe. Da kommt hinterher genauso viel grau rein wie vorher... ;)

Aber kommen wir direkt zum Essen: Frühmorgens gab es einen tropischen Obstsalat. Farblich war der zwar recht eintönig, dafür aber sehr, sehr lecker. Und ich nehm aus der Basenwoche übrigens u.a. mit, meinen Obstsalat nicht immer nur mit Walnüssen, sondern auch mal mit Mandeln oder eben auch mal Kokoschips zu machen!

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Tropischer Fruchtsalat


Zutaten (pro Portion)

- Ananas (etwa 1/6 bis 1/4)
- Apfel (ein halber)
- Banane (eine kleine)
- Orange (eine halbe)
- Zitronensaft
- Kokoschips (1 gehäufter EL)


Zubereitung (10 Minuten)

Ananas schälen und in Stücke schneiden. Banane schälen und in Scheiben schneiden. Apfel waschen, entkernen und in Stücke schneiden.

Orangenschale abschneiden, Filets herausschneiden und den Saft dabei auffangen.

Das Obst samt Orangensaft in eine Schüssel geben. Kokoschips zugeben, gut verrühren und mit etwas Zitronensaft abschmecken.


Preis (pro Portion) 1,60 Euro

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Da das Frühstück für den sehr langen Vormittag doch etwas klein war, mussten mich denn doch ein paar Trockenfrüchte retten. Dafür war mittags der Hunger groß genug, dass ich statt Rohkost einen Kartoffelsalat gemacht hab. Und das war definitiv das beste, was ich tun konnte, denn das hat so satt gemacht, dass ich direkt froh war, dass das Abendessen erst so spät geplant war.
Das Rezept für den Avocado-Kartoffel-Salat stammt übrigens vom "Grillen mit Lafer" im Frühling. Den fand ich da schon lecker, und musste diese Woche wieder daran denken, da er sowieso nur mit Zitronensaft statt Essig angemacht wird. Also perfekt für eine Basenwoche. Nur die Mengen wurden noch etwas angepasst, und die Hühnerbrühe durch Gemüsebrühe ersetzt.
Und wenn man den dann noch auf ein paar grünen Blattsalaten serviert, hat man noch dazu das Gefühl, ein vollständiges Gericht vor sich zu haben, statt nur einen puren Kartoffelsalat zu löffeln:

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Avocado-Kartoffel-Salat nach Lafer auf Blattsalaten


Zutaten (pro großer Portion)

- Kartoffeln (etwa 4 mittelgroße, vorgekocht vom Tag davor)
- Avocado (eine kleinere Hass-Avocado)
- rote Zwiebeln (eine mittelgroße)
- kaltgepresstes Olivenöl (ein paar EL)
- Zitronensaft (von etwa einer halben Zitrone)
- Gemüsebrühe (etwa 75 ml)
- Blattpetersilie (etwa 3-4 Stängel)
- Pfeffer, Meersalz

- grüner Salat (eine knappe halbe Handvoll - hier Kopfsalat, Lollo Bianco & Feldsalat)


Zubereitung (etwa 20 Minuten mit vorgekochten & geschälten Kartoffeln)


Die Kartoffeln in etwa 5 mm dicke Scheiben schneiden.

Die Avocado halbieren, Kern entfernen und mit etwas Zitronensaft einpinseln.

Anschließend in einer eingeölten Grillpfanne sowohl auf der Schnittfläche als auch der Schale ein paar Minuten garen.

Die Zwiebeln währenddessen schälen und in feine Streifen schneiden.

Die Avocados aus der Pfanne nehmen, diese etwas runterschalten und die Zwiebeln in Olivenöl glasig dünsten.

Die Schale der Avocadohälften abziehen und das Fleisch in Würfel schneiden.

Die Petersilie waschen, trocknen und fein hacken.

Wenn die Zwiebeln glasig sind, die Kartoffeln zugeben und mit der Gemüsebrühe aufgießen. Alles zusammen kurz erhitzen.

Anschließend die Avocadowürfel und die gehackte Petersilie zugeben.

Mit Zitronensaft, Pfeffer und Salz abschmecken und noch kurz durchziehen lassen.

Währenddessen den Salat waschen, grob trocknen und auf einem Teller verteilen.

Anschließend den Avocado-Kartoffel-Salat darauf verteilen (das Dressing reicht auch noch für die Blattsalate ;).


Preis (pro Portion) 2,40 Euro

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Jaja, man sollte es wirklich nicht glauben, aber dieser Salat hat mich über ganze acht Stunden mehr als satt gehalten. So macht Basenwoche Spaß! Und selbst bei der leckeren Kürbissuppe mit Ingwer, Kürbiskernöl und gerösteten Kürbiskernen hab ich noch nicht wirklich viel geschafft. Obwohl sie das - trotz dem leicht darin vermissten Schuss Sahne - echt verdient hätte:

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Kürbissuppe mit Ingwer und gerösteten Kürbiskernen


Zutaten (für 3-4 Portionen)

- Hokkaidokürbis (etwa 1 kg, also um die 800 g Fleisch)
- Suppengrün (ein halber Bund - wahlweise natürlich einfach Gemüsebrühe ;)
- Karotte (1-2 große)
- Zwiebel (eine)
- Ingwer (etwa 2 daumendicke Stücke)
- Meersalz

- Kürbiskernöl (wahlweise ein paar EL)

- Kürbiskerne (etwa 2 Hand voll)


Zubereitung (50 Minuten)

Das Gemüse waschen bzw. putzen und in Würfel schneiden (Kürbis kann samt Schale verwendet werden!).

Die Zwiebl in etwas kaltgepresstem neutralen Öl glasig dünsten.
Anschließend 1,8 Litern Wasser zugeben und zum Kochen bringen.

Das restliche Gemüse zugeben und geschlossen etwa 20-30 Minuten köcheln lassen.

Anschließend pürieren und mit Salz abschmecken (bei uns hat die Ingwermenge wirklich perfekt gepasst, deswegen hat etwas Salz vollkommen ausgereicht :).

Die Kürbiskerne in einer separaten Pfanne kurz anrösten.

Die Suppe mit ein klein wenig Kürbiskernöl und einigen gerösteten Kürbiskernen servieren.


Preis (pro Portion) 2,20 Euro

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Fazit Tag 5

Ich hab Freundschaft mit dieser Basenwoche geschlossen! Im Winter braucht man mittags zwar echt etwas mehr als einen grünen Salat - aber dann ist man den ganzen Tag satt, wohlgenährt, fit und glücklich.

Der Herr von der Gastkochwohnung fasste es essenstechnisch heute abend sehr schön zusammen mit dem Satz: "Jetzt hätt ich fast gesagt, dass wir die Basenwoche verlängern müssen, weil ich doch noch so viele Sachen ausprobieren will". Ja wirklich, genau so ist es: So viele Sorgen ich mir anfangs gemacht hab, ob das überhaupt auch nur ansaztweise lecker wird, so lecker ist es jetzt geworden. Natürlich freu ich mich auch auf nächste Woche, wenn wir wieder einen Schuss Sahne in die Suppe geben können. Aber insgesamt bin ich ungemein angetan von dieser Woche und den Rezepten!

Donnerstag

Die Basenwoche. Tag 2.
Frühstück: Orangen-Bananen-Mandel-Shake
Mittagessen: Grüner Salat mit Egerlingen, Orangenfilets und Walnüssen
Abendessen: Bunte Kartoffel-Gemüse-Suppe

Tag 2. Und alles ist anders! Nachdem der gestrige Tag geschmacklich eher ein Reinfall war, haben wir uns heute bei allen Rezepten etwas aus dem Fenster gelehnt. Natürlich nur basische Zutaten, keine zu wilden Mischungen und mild gewürzt. Aber etwas abwechslunsgreicher, pfiffiger und mit Biss. Da hatte ich dann geschmacklich echt nichts mehr auszusetzen - auch wenn mir auf Dauer ein paar Zutaten dennoch fehlen würden... ;)

Was hingegen durchaus noch etwas Übung bedarf: Den Tag stressfrei um zwei heimische und einen externen Essenstermin, einen Großeinkauf auf dem Markt, ein paar Leseeinheiten zuhause, einen Bibliotheksbesuch, ein basisches Fußbad, undundund herumzuplanen. Etwas weniger zu arbeiten funktioniert ganz gut, aber der Freizeitstress lässt definitiv grüßen. Ich sehe es ja kommen, dass ich die perfekte Planung erst am siebten Tag herausfinde. Dann halt, wenn die alte Ordnung wieder praktikabel wird.

Aber kommen wir zum Essen! Das Frühstück sollte ein Bananen-Orangen-Shake werden. Der lachte mich ja nicht so an: Pürierte Banane mit gemahlenen Mandeln und Orangensaft, naja. Aber: Das ist erstaunlich gut. In der Kombination zwar noch etwas fad und fast leicht bitter, aber mit zusätzlich ein, zwei Mandarinen und einer Prise Zimt wirklich lecker. So lecker, dass es ihn wieder geben wird:

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Orangen-Bananen-Mandel-Shake


Zutaten (pro Portion)

- Orangen (2 Stück)
- Mandarine (eine große oder 2 kleinere)
- Banane (eine reife)
- gemahlene Mandeln (1 EL)
- Zimt (eine kleine Prise)


Zubereitung (keine 10 Minuten)

Zitrusfrüchte auspressen, Banane grob zerkleinern und alles zusammen kurz pürieren.


Preis (pro Portion) 1,40 Euro

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Mittags gab es wieder Salat. Wobei: Mittags? Beim Durschnittsstudenten gegen zwei oder drei, also doch eher nachmittags. Aber wir gehen jetzt einfach mal davon aus, dass unser jahrelang falsch antrainierter Tagesrhythmus auch irgendwie richtig ist und wir deswegen nicht nur bis 18, sondern eher bis 21 Uhr was essen dürfen. Wir fangen ja auch später an... ;)

Jedenfalls: Salat. Feldsalat mit Champignons um genau zu sein. Der Herr von der Gastgrillwohnung hatte den gestern schon, war aber nicht wirklich begeistert. Also hab ich den zu einem "gemischten Blattsalat mit Egerlingen, Orangenfilets und gerösteten Walnüssen" aufgemotzt. Sehr lecker, trotz Zitronendressing.
Basentechnisch fraglich ist jedoch, ob man Obst und Gemüse mittags überhaupt kombinieren darf. Und ganz allgemein frage ich mich, ob ich Entzugserscheinungen habe, mein plötzlich basisches Hirn komisch tickt, oder ob der Blauschimmelkäse, den ich mir dazu so gut vorstellen könnte, auch wirklich gut rein passt. Naja, ich werd es wohl nächste Woche ausprobieren müssen. Mit 18% Käse im Salat und 2 % Essig. 20% Säure sollten es im Alltag ja sein... ;)

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Gemischte Blattsalate mit Egerlingen, Orangenfilets und Walnüssen


Zutaten (pro Portion)

- grüne Blattsalate (etwa ein knapper halber Kopf Lollo Bianco, Kopfsalat, Endivien, ...)

- rote Zwiebel (eine halbe kleine)
- Zitronensaft (etwa 1 guter EL)
- Orangensaft (etwa 2 EL)
- kaltgepresstes Olivenöl (etwa 2 EL)
- Pfeffer, Meersalz
- Thymian (etwa 1/2 TL bis TL)

- Egerlinge (3-4 mittelgroße)
- Orange (eine kleine)

- Walnüsse (2 Stück, also 4 Hälften)


Zubereitung (10-15 Minuten)

Salate waschen, putzen, grob trocken schleudern und in Stücke zupfen.

Die Orangenschale abschneiden und die Filets heraustrennen. Saft dabei auffangen.

Die Egerlinge putzen, Böden der Stiele abschneiden und in möglichst dünne Scheiben schneiden.

Die Walnüsse knacken, grob hacken und in einer Pfanne kurz anrösten.

Ein Dressing aus Zitronensaft, Orangensaft, kaltgepresstem Öl und etwas Wasser anrühren. Mit Pfeffer, unraffiniertem Salz und Thymian abschmecken (die Mengenangaben sind übrigens sehr variabel, ich hab das nicht genau abgemessen oder so...:)

Preis (pro Portion) 1,80 Euro

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Am Nachmittag gabs Bananenchips, Mandeln und Trockenobst. Dass man sowas wirklich immer bei sich tragen sollte während einer Basenwoche hat der Herr von der Gastgrillwohnung auf die harte Tour am eigenen Leib erfahren, als er in einem Vortrag saß, das Buffet schon riechen konnte, und weder Häppchen noch Gratis-Alkohol anrühren durfte. Nicht lustig war das!

Zum Ausgleich gab es dann ganz viel basische Suppe. Vielleicht sogar Basensuppe, nur unpüriert. Jeder scheint da so sein eigenes Rezept für Basensuppe zu haben. Und immer ist es eigentlich nur Gemüsesuppe mit Kartoffeln. Meist püriert. Darauf zumindest haben wir allerdings verzichtet - und stattdessen gut gekaut. Nur mindestens 30 Mal kauen pro Bissen war echt nicht drin. Ich weiß ja nicht, ob ich nur zu wenig auf einmal in den Mund nehme oder die ersten 15 Mal schon ordentlich genug kaue. Aber bei 30 Mal kauen würd ich eher knirschen. Und das würde wohl maximal den Geldbeutel meines Zahnarztes freuen. Fragen über Fragen kommen da auf, ich sag es euch!

Aber kommen wir mal lieber zurück zum Abendessen: Einmal bunte Gemüsesuppe also. Hat was von Pichelsteiner oder Kartoffelsuppe. Nur eben ohne Fleisch, Speck, Würstchen oder Brot dazu:

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Bunte Kartoffel-Gemüse-Suppe


Zutaten (für 3 Portionen)

- Knollensellerie (eine halbe größere Knolle)
- Möhren (etwa 2-3 dickere bis dicke)
- Lauch (eine halbe größere Stange)
- Kartoffeln (etwa 6-8 große)
- Zwiebel (eine große)
- kaltgepresstes Öl (2-3 EL)
- Wasser (2,5-3 Liter)
- Lorbeer (wahlweise 1-2 Blätter)
- Petersilie (frisch gehackt, krause oder glatte, etwa 3-4 EL)
- Pfeffer, Meersalz


Zubereitung (50 Minuten)

Kartoffeln, Möhren, Sellerie und Zwiebel schälen und in Würfel oder Ringe schneiden. Bei uns wurde das Gemüse relativ klein gewürfeln, die Kartoffeln in dickere halbierte Scheiben geschnitten. So als Hauptaugenmerk quasi... ;)

Lauch gut waschen und quer in Streifen schneiden.

Die Zwiebel in heißem Öl glasig schwitzen, wahlweise das restliche Gemüse ebenfalls kurz zugeben.

Oder erst das Wasser zugeben, aufkochen lassen, und dann das Gemüse und Lorbeer zufügen.

Zugedeckt etwa eine gute halbe Stunde köcheln lassen, bis das Gemüse nur noch leicht bissfest ist.

Mit Pfeffer, Salz und frischer Petersilie abschmecken.


Preis (pro Portion) 1,60 Euro

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Fazit Tag 2

So eine Basenwoche geht also wohl doch auch in leckerer Ausführung, sehr schön! Meine Hoffnung steigt, dass wir das auch relativ abwechslungsreich über die Bühne bringen können.
Eher problematisch scheint die Salatportion am Mittag zu werden. Mit diesem Zitronendressing bin ich noch nicht so glücklich, und ohne etwas Brot dazu macht das nur bedingt satt. Insbesondere keine großen starken Männer im Winter. Und nachmittags soll man ja eigentlich nur sehr kleine Portionen snacken und nicht etwa tütenweise Mandeln, Bananenchips, Trockenobst oder Oliven in sich reinschaufeln. Vielleicht also doch lieber mal was warmes mittags? Abends immer noch mehr Suppe kochen, auf dass am nächsten Tag noch Reste da sind? Mal sehen...

Mittwoch

Die Basenwoche. Tag 1.
Frühstück: Ananas-Bananen-Saft
Abendessen: Blumenkohlsuppe mit Kartoffeln und Karotten

Tag 1. Gerade mal Tag 1. Man sollte ja gar nicht glauben, dass man da schon soviel falsch gemacht haben kann. Aber wir können das! Weil... hm... wir ja nicht mehr so spontan sind in unserem Alter, haben wir nämlich den seit Wochen stehenden Plan für den letzten Tag vor der Basenwoche nicht etwa abgeblasen, als wir lasen, dass man davor ein paar Entlastungstage einlegen sollte. Nix gibts, wir entschieden uns für die harte Tour: Am Tag davor zuerst verkatert ein paar Stunden Einkaufs- marathon bei Ikea hinter uns bringen, sich den ganzen Tag von den sauren Resten im Kühlschrank ernähren und anschließend nochmal die Nacht durchfeiern. Solange man noch nicht geschlafen hat, ist ja noch nicht morgen!

Im Endeffekt wurde unser erster Basenwochentag dadurch dann doch übermäßig anstrengend und vielleicht im Nachhinein eventuell eher ein Entlastungs- denn ein Basentag. Auch wenn wir uns schon rein basisch ernährt haben...
Besonders glücklich hat uns das alles aber nicht gemacht. Dass man nicht so dolle würzen darf, ok. Aber muss deswegen gleich alles fade und bisslos sein? Ich bin unzufrieden - aber der Reihe nach:

Das Frühstück sollte ein Ananas-Bananen-Saft sein. Klingt doch eigentlich ganz lecker, oder? Nur war mir morgens erstens mal so gar nicht nach einem flüssigen Frühstück und die Jungs gelüstete mehr nach etwas deftig herzhaftem. Auf solche Wunschvorstellungen aufbauend, hat uns der Saft dann alle dreie nicht überzeugt: Seltsam breiige Konzistenz, zu bananig und ziemlich langweilig im Geschmack. Hätt ich mal lieber nicht püriert oder zumindest noch etwas Apfel oder vielleicht auch nur Crushed Eis mit rein getan. Aber vielleicht waren wir auch noch zu übersäuert, um das wirklich beurteilen zu können:

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Ananas-Bananen-Saft


Zutaten (für eine Portion)

- Ananas (eine halbe)
- Banane (eine)


Zubereitung (keine 5 Minuten)

Ananas und Banane schälen, in grobe Stücke schneiden und gemeinsam im Mixer oder mit dem Pürierstab mixen.


Preis (pro Portion) 1,40 Euro

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Da der mittägliche Salat bei mir ausfiel, gehen wir mit dem Urteil direkt weiter zur abendlichen Blumenkohlsuppe mit Kartoffel und Karotten. Bei uns ein bisschen anders zusammengewürfelt als im Originalrezept, und mit einer winzig kleinen Prise Curry versehen. Geschmacklich: Eigentlich ganz lecker. Nur: Der Biss fehlte!
Also naja: Man soll ja irgendwie einfacher essen, die ganzen Suppenrezepte sind püriert. Aber nur pürierte Suppe, ohne Gemüsestückchen, ohne Croûtons, ohne Brot dazu? Das geht nicht, sorry. Ich will entspannen, wegen mir entschlacken, aber nicht auf das kleinste Bisschen Genuss verzichten. Ab jetzt gibt es nur noch teilpüriert oder Brühe mit Gemüse. Ist doch trotzdem noch basisch, oder? Ich kau dafür dann auch ganz ordentlich, versprochen! :)

Und wenn die Basenwoche rum ist, mach ich mir so ein Blumenkohlsüppchen als Vorspeise. In Butter angedünstet. Und mit ein paar Croûtons oben drauf oder einem Scheibchen knsuprig gerösteten Brotes dazu!

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Blumenkohlsuppe mit Karotten und Kartoffeln


Zutaten (für 3 Portionen)


- Blumenkohl (ein größerer Kopf)
- Karotten (etwa 3 mittelgroße - hier gelbe Möhrchen)

- Kartoffeln (etwa 6 mittelgroße)

- Zwiebel (eine)
- kalt gepresstes, neutrales Pflanzenöl (2-3 EL)

- Gemüsebrühe (2,5 Liter)
- Pfeffer, Meersalz
- Petersilie (frisch gehackt, etwa 3 EL)
- Curry (nur ganz wenig, vielleicht 1/2 TL)


Zubereitung (40 Minuten)

Blumenkohl waschen, putzen und grob zerkleinern.
Kartoffeln, Karotten und Zwiebel schälen und würfeln.

Das Gemüse im heißen Öl kurz andünsten, anschließend mit der Gemüsebrühe aufgießen und etwa 20 Minuten köcheln lassen.

Einen Teil des Gemüses aus dem Topf fischen, den Rest fein pürieren.
Das restliche Gemüse wieder zur Suppe geben.

Mit Pfeffer, Meersalz, ein klein wenig Curry und frisch gehackter Petersilie abschmecken.


Preis (pro Portion) 1,30 Euro

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Fazit Tag 1

Geschmacklich hat der erste Tag ja insgesamt nicht wirklich überzeugt. Immerhin: Satt wird man schon, das sollte nicht das Problem werden. Zumal man Mandeln und Trockenobst essen darf.
Aber schmecken sollte es halt noch. Man will ja nicht ne Woche lang sabbernd vor allen möglichen Auslagen stehen bleiben. Stress meiden geht anders! Also werden wir uns ab morgen einfach etwas mehr Freiheiten nehmen. Trotzdem nicht zu viele Sachen zusammenwürfeln, aber eben dennoch so kochen, wie es uns schmeckt statt uns stur an Rezepte zu halten.

Dienstag

Geröstete-Paprika-Tomaten-Suppe mit Pinienkernen & Basilikumschmand

Seit Wochen träume ich jetzt schon von einer Suppe aus gerösteten Paprikaschoten. Gourmandes phantastische Rigatoni with Roasted Red Pepper Sauce waren für diese wundervolle Phantasie verantwortlich. Die Vorfreude währte verdammt lange, denn trotz allem fand kein Paprika den Weg zu mir nach Hause. Das wäre ja vollkommen in Ordnung gewesen, wenn die wenigstens klischeehaft größer als der letztendliche Genuss gewesen wäre. Aber nichts da: Suppe aus gerösteten Paprika und Tomaten - insbesondere verfeinert durch Pinienkerne, Basilikum und etwas Schmand (wobei Sahne oder Crème Fraîche sicher genauso toll sind, nur eben nicht im Hause waren) - ist einfach nur wahnsinnig lecker, und man ärgert sich direkt ein bisschen, dass man sie erst ausprobiert hat, als die Saison eigentlich schon wieder rum war: 


Freitag

Schnelle Erbsensuppe mit Schmandcreme und Räucherlachs

Erbsensuppe ist besser als ihr Ruf! Obwohl ich eigentlich gar nicht weiß, wie ihr Ruf so ist. Aber ich seh es ja jedesmal selbst wieder: Pürierte Erbsen haben nicht die tollste Farbe, und die Suppe ist so bodenständig, dass man sie keineswegs als "Süppchen" beim Candle-Light-Dinner servieren könnte.
Aaaaaber: Wie oft gibt es denn schon Candle-Light-Dinner? Na also! Dafür will man oft genug was leckeres, schnelles, wärmendes und sättigendes haben und da kommt Erbsensuppe gerade Recht!
Dennoch kommt sie überraschenderweise übrigens selbst hier im Hause eines Erbsenpickers und Mushy-Peas-Fanatikers immer wieder nur dann auf den Tisch, wenn ich mich auf der verzweifelten Suche nach einem schnellen Essen im Vorratregal letztendlich über eine Dose Erbsen stolpere. Aber immerhin frage ich mich dann jedes Mal wieder, warum sie nicht auch mal "ganz normal" auf dem Speiseplan landet:) 


Montag

Geröstete Tomatensuppe mit Balsamicozwiebeln & gratinierten Brotwürfeln

Meine Lieblingssuppen? Definitiv Tomatensuppe (egal ob schnell aus Dosentomaten oder aus frisch gerösteten) und Zwiebelsuppe (egal ob klassisch französisch oder die helle Straßburger Variante)!
Wenn ich mich bisher so gar nicht entscheiden konnte, gab es immer eine Cipollata.
Ab sofort wird die Cipollata allerdings mit dieser Suppenkreation konkurrieren müssen, denn auch sie vereint einfach alles, was eine Tomaten- bzw. eine Zwiebelsuppe so richtig lecker macht:
Die Basis ist eine Tomatensuppe aus gerösteten Tomaten (sowieso super lecker und gerade einfach die perfekte Saison). Verfeinert wird sie durch eingelegte Balsamicozwiebeln (inspiriert von Steph), separat überbackenen Ciabattawürfeln (natürlich inspiriert von einer klassischen Zwiebelsuppe) und frischem Basilikum (weil das zu Tomatensuppe immer toll ist).
Und wer das bisher noch nicht rausgelesen hat: Das Ergebnis hat mich absolut umgehauen: 


Sonntag

Geröstete Tomatensuppe in einer rustikaleren & schnelleren Variante

OK, wirklich schnell ist eine Tomatensuppe aus gerösteten Tomaten nie gemacht. Das dauert eben ein bisschen, bis die Tomaten wunderbar aromatisch geröstet aus dem Ofen kommen. Aber dann fängt bei der hier vorgestellten, fein passierten Variante ja erst die wirkliche Arbeit an. Und genau die hab ich mir hier gespart, die Tomaten nur gehäutet und das Fruchtfleisch samt Kernen püriert statt durch ein Sieb gestrichen. Dadurch wird sie etwas fester in der Konsistenz, eben "rustikaler". Aber nicht minder lecker, wesentlich weniger arbeitsintensiv, und natürlich auch reichlicher:


Donnerstag

Geröstete-Tomaten-Rosmarin-Suppe mit Parmesan-Cracker-Tassenkeksen

Bei Claudia hab ich neulich dieses tolle Rezept für Tomatensuppe aus frisch im Ofen gerösteten Tomaten entdeckt. Mit den nächsten fast schon überreifen Tomaten die meinen Weg kreuzten musste das natürlich sofort ausprobiert werden. Ganz ans Rezept gehalten hab ich mich dabei nicht, weil ich leider davor nicht mehr im Internet war, sondern einfach spontan in der Küche irgendwie losgelegt hab. Aber das Endergebnis war sehr, sehr lecker! Um genau zu sein so lecker, dass ich sie mittlerweile schon mehrfach gekocht habe. Manchmal wie hier fein durch ein Sieb passiert, manchmal einfach nur faul und schnell püriert. Lecker ist beides, auch wenn passiert natürlich etwas edler und feiner daher kommt.
Dazu gab es heute im Eifer des Gefechts denn spontan noch ein paar - optisch entsprechend nicht ganz perfekte - Parmesancracker. Der Ofen war ja schließlich schon vorgeheizt, das muss der sparsame Schwabe in mir ab und an ausnutzen. Inspiriert durch Tassenkekse wurden diese dann noch mit einer kleinen Aussparung versehen. Und siehe da: Das klappt. Denn sie sind doch einfach soooo lecker, und wirklich gut zur Suppe reichen kann man sie ansonsten eher schwer:


Mittwoch

Süßkartoffelcremesuppe

Findet ihr auch manchmal längst vergessene und nie verbloggte Fotos wieder? Bei denen hier erinner ich mich immerhin noch ganz genau an en Abend, den lang ist es eigentlich noch gar nicht her. Ein, vielleicht zwei Monate. Aber das Wetter war genauso eklig wie heute, das passt doch perfekt, um das jetzt nachzuholen. Denn heute ist vorhanden, was damals gefehlt hat: die Zeit, die liebe Zeit. Da wurde gekocht, schnell noch fotographiert, zwei Teller in mich reingeschauffelt, und sofort ging es los zum feiern. Und irgendwie gerieten die Fotos dann in Vergessenheit, denn auch mein PC besitzt "hinterste Winkel", in denen so ziemlich alles verschollen gehen kann...
Das Gute ist jedoch, dass ich Süßkartoffelsuppe meist nach relativ dem gleichen Grundrezept zubereite, lediglich leicht abgewandelt je nach Größe der Süßkartoffel, und eben in den Geschmackszutaten leicht variierend. Also kann ich das Foto direkt nutzen, und für euch und meine nächste Gedächtnislücke das Rezept hier festhalten. Und alle möglichen Varianten noch dazu:


Freitag

Asiatisch angehauchter Gemüse-Eintopf

Ich weiß nicht, wie das bei euch ist, aber bei mir sammeln sich immer wieder Unmengen von Gemüseresten an. Da kann man noch soviel an den Mengenangaben anpassen, wenn ich nicht tagelang das immer gleiche essen mag, quillt mein Gemüsefach irgendwann über. Meist gibt es dann irgendwelche Kartoffelpfannen (denen ich dann u.a. gerne tolle Ländernamen verpasse ;) oder eben einen Eintopf (wie bspw. meinem heißgeliebten Pichelsteiner).
Angesichts meines wirklich randvollen Gemüsefaches kam mir der erneute Wetterumschwung dann irgendwie gerade recht, denn Anfang der Woche hätte ich mich dank gefühlter 40°C in meiner kleinen Dachgeschosswohnung doch eher geweigert, den Herd zum Eintopfkochen anzuschmeißen, geschweige denn, dann auch noch heiße Suppe in mich hineinzulöffeln.
Aber bei dem grauen Regenwewtter da draußen war ein Eintopf dann genau das richtige. Und um es nicht ganz so bodenständig urig deutsch zu machen, hab ich mich vom Fondue Chinois und Tom Yam Gai inspirieren lassen, und meinem Gemüseeintopf mit etwas Sojasauce, Austernsoße, Fischsoße, 5 Epices und Koriander einen asiatischen Touch verliehen. Ob das nun wirklich asiatisch ist, ist fraglich, aber für den unwissenden Durchschnittsdeutschen hat es einen lecker fernöstlichen Touch und schmeckt nun wirklich nicht mehr nach "Resteessen":


Mittwoch

Basilikumschaumsüppchen mit schnellen Pizzabrötchen

Eigentlich bin ich ja mehr für eine ordentliche Suppe als Süppchen, aber bei Basilikum muss es eben ein edles Schaumsüppchen sein. Dabei geht kaum etwas so schnell.
Dennoch gibt es sie bei mir eigentlich nur dann, wenn mein Basilikum dank erhöhtem Sonneneinfluss zu sehr in die Höhe schießt und ich keine Lust hab, Pesto zuzubereiten. Und jedes Mal frag ich mich wieder, warum ich die nicht öfter mach... ;)
Dazu gab es heute sehr leckere schnelle Pizzabrötchen aus Quark-Öl-Teig, die passenderweise mit Basilikum, Pinienkernen und etwas geriebenem Parmesan verfeinert waren.
Und auch wenn das hier nicht so wirklich rauskommt (grüne Suppentassen verdecken das auf dem Foto, sehen in Echt aber sehr schön dazu aus): Die Suppe ist natürlich nicht weiß. Sondern dank dem Basilikum in einem sehr schönen pastelligen Grünton gehalten:


Samstag

Grüne Spargelcremesuppe

Bzw. um den Eigentümer der Gastgrillwohnung zu zitieren: "A gscheide Spargeleinbrennsuppe mit a weng ara Spargeleinlage"...Und etwas geröstetem Sesam. Der war noch übrig, hat gut dazu gepasst - vor allem für Sesamliebhaber, die Suppe schmeckt aber auch ohne sehr lecker!
Und weil ich dachte, was  mit weißem Spargel geht, das geht ganz sicher auch mit Grünem, hab ich heute eine hellgrüne Spargelcremesuppe. Und weil grüner Spargel irgendwie intensiver schmeckt, war die schon beim ersten Abschmecken so toll war, dass ich auf Sahne und Ei einfach mal komplett verzichtet hab.
Auf dem Foto sieht man es leider im Kontrast zum grellgrünen Spargel und dank des leichten Schaumes nicht so gut, aber die Suppe hat eine zart hellgrüne Farbe. Keineswegs ungesund, sondern sehr lecker. Und der schwarze Fleck in der Bildmitte ist wohl nur eine weitere, neu hinzugekommene Alterserscheinung meiner Kamera... Irgendwann gönn ich mir da doch mal eine Neue. Ganz sicher! Aber wie ich mich kenne eben doch erst dann, wenn die jetzige endgültig tot oder geklaut ist: 


Grundrezepte Gemüsebrühe und Spargelfond

Ein kleiner Behelfspost... Verfassen wollte ich den schon längst mal, hab es aber immer irgendwie wieder vergessen. Und mich dann geärgert. Aber jetzt!
Die "Rezepte" sind unheimlich einfach, aber irgendwie möchte ich einfach viel zu oft einfach auf irgendwas verlinken können, ohne jedesmal wieder eigensanzugeben, wie man es herstellt. Vor allem, weil diese Dinge ja eher auf Vorrat hergestellt werden als jedesmal wieder extra:


Donnerstag

Schnelle Tomatensuppe mit Basilikum-Sahne-Häubchen

Es ist ja nun nicht so, dass ich nicht noch zig Ideen habe, was ich noch kochen will. Nur fehlt mir irgendie gerade vor allem die Zeit, mal ordentlich einkaufen zu gehen. Denn irgendwie sind die Stammgemüseregale zur Zeit absolut vergriffen.
Also müssen eben ein paar einfache Klassiker wieder mal herhalten. Wie zum Beispiel Kartoffelgratin in allen möglichen Variationen oder eine meiner Lieblingssuppen: Tomatensuppe mit Möhren drin, dazu etwas Sahne und Basilikum.
Normalerweise sie allerdings noch schneller und einfacher als heute einfach in der Mikrowelle zubereitet. Das kann man aber schon hier nachlesen.
Heute hab ich mir hingegen mal etwas mehr Zeit genommen, und die Suppe auf dem Herd - wo man denn doch eher daneben stehen sollte - und etwas aufwändiger - sprich zusätzlich mit frischen Tomaten und selbstgemachter Gemüsebrühe - gekocht.
Der direkte Vergleich fehlt mir jetzt natürlich, aber auf jeden Fall schmeckt sie sehr lecker, geht fast genauso schnell, und reicht immerhin noch für einen Teller mehr. Also definitiv eine Alternative, insbesondere auch für Gegner der Mikrowelle:


Mittwoch

Scharfe Kokos-Karotten-Suppe mit Sesam

Eigentlich ist ja nicht mehr wirklich Suppenkasperzeit. Aber das Gemüse war in Zeiten von EHEC sowas von vergriffen, dass nur noch die Möhrchen mich anlachten. Und wenn man schon alles kochen soll, dann mach ich das eben auch mal. Trifft sich sowieso gut, da ich Möhrensuppe nur mit etwas Chili- und / oder Ingwerschärfe mag (ansonsten hat es irgendwie einen Babynahrungstouch), und noch ganz dringend das sagenhafte selbstegmachte Chilipulver vom Vater des Eigentümers meiner Gastkochwohnung testen wollte.
Und ich bin sehr zufrieden mit der heutigen Kreation: Die Süße der Möhren und Kokosmilch, die Schärfe von Chili und Ingwer und ein Hauch Säure von den Limetten. Und für mich als Sesamliebhaber noch ein bisschen Sesamöl und etwas gerösteten Sesam als Topping. Nur etwas Koriander wäre vielleicht das passendere Grünzeug fürs Bild gewesen, aber man kann eben nicht immer alles haben im Leben:


Sonntag

Champignon-Creme-Suppe mit Frischkäse

Ich bin ja nun kein großer Verfechter ständigen Verzichtes auf leckere Lebensmittel, nur weil irgendjemand sagt, sie seien zu fett, würden fett machen oder seien sonstwie ungesund. Eigentlich ist eher das Gegenteil der Fall: Ich esse "Ungesundes" eigentlich vollkommen ohne schlechtes Gewissen! Nach übermäßiger Völlerei hab ich meist eh nur noch Lust auf eine Rießenladung Obst, also lieber einmal ordentlich schlemmen statt ständig drüber nachzudenken.
Nichtsdestotrotz kommen bei mir natürlich auch immer wieder "gesündere" Varianten von Klassikern auf den Tisch. Meist aber eben nicht absichtlich, um das Ganze leichter zu machen. Sondern wahlweise aus Zufall (wie heute, weil weder Sahne noch Crème Fraîche vorhanden waren, die ich normalerweise verwende), oder weil mir das Originalrezept bspw. viel zu süß war (wie bspw. hier).
Naja, aber immerhin sitze ich in solchen Momenten der Erkenntnis dann doch irgendwie schmunzelnd vor meinem Essen, und freue mich, dass ich etwas gekocht habe, was ich auch mal nur-ein-Salatblatt-aber-bitte-ohne-Dressing-Phanatikern vorsetzen kann, ohne mich rechtfertigen zu müssen. Und das allen anderen am Tisch dennoch schmecken wird:


Freitag

Grüne Süßkartoffel-Paprika-Suppe mit Petersilie

Das Auge isst mit? "Ockergrün" ist nicht die leckerste Suppenfarbe? Pah! Für Calvin and Hobbes Fans wie mich, ist das genau die richtige Farbe! Denn ich musste nicht nur feststellen, dass grüner Paprika in der Suppe oder zumindest in der Kombi unheimlich lecker ist, sondern beim Anblick der fertigen Suppe auch sofort schmunzeln und an das hier denken:


Inspiriert wurde ich zu dieser Suppe übrigens durch Anie, die hier in einem Kommentar Mojo Rojo erwähnt hat, eine dieser leckeren spanischen Soßen. Ich dachte denn gleich auch noch an Mojo Verde, und prompt auch an diese grüne Paprikaschote, die hier noch rumliegt. Irgendwie sind das ja meist die ungeliebten Schoten im Dreierpack. Die irgendwo noch für die Farbe mit in Salat oder Soße wandern. Entsprechend hat man da öfter eine "übrig" und könnte denn eigentlich einfach ein Mojo Verde machen. Das hält sich im Kühlschrank ja auch ein bisschen (ähnlich wie Pesto), und passt wunderbar als Dip zu Kartoffeln oder Brot.
Aber irgendwie hatte ich mehr Lust auf Suppe. Also hab ich mich einfach von den Zutaten eines Mojo Verde zu einer Süßkartoffel-Paprika-Petersilien-Suppe inspirieren lassen.
Dazu gab es dieses selbstgemachte Ciabatta. Allerdings nur mit Nüssen und eigentlich eher, weil ich das eh grad gebacken hab. Besonders gut könnte ich mir zu der Suppe aber vor allem Bauern-, Krusten- oder Kartoffelbrot vorstellen. Oder vielleicht auch ganz klassisch ein paar Croûtons:


Montag

Curry-Kartoffel-Suppe

So werbefrei dieser Blog auch ist, ich muss es jetzt einfach mal sagen: Ich liebe die Gewürze von Herbaria. Insbesondere die Gewürzmischungen. Leider verkaufen sie nicht mehr an Privatpersonen, aber zumindest die Gewürze findet man mittlerweile in vielen Supermärkten.
Jedenfalls bin ich sowieso ein klein wenig anfällig für schöne Verpackungen und kreative Namen, aber um diese Gewürze schleich ich seit circa 2 Jahren ständig. Hab reingerochen, mich nicht entscheiden können, und mir dann irgendwann doch eines der kleinen Döschen doch gegönnt. Und dann noch eins. Und noch eins. Und bin bis heute begeistert. "Leider" gibt es mittlerweile aer auch viel zu viele leckere Sorten, als dass man sie alle haben könnte, und "leider" halten sie auch noch relativ lang, da man wirklich relativ wenig zum Würzen benötigt.
Diesmal kam auf jeden Fall mal wieder ein sehr würziges Curry zum Einsatz: Farben von Jaipur. in einer leicht scharfen, seh würzigen Kartoffelsuppe. Gut, als Grundlage für eine sehr lange Nacht als Showgirl hat es nur gemeinsam mit zwei Stück Mitternachtssnackpizza ausgereicht, aber der zweite Teller am nächsten Morgen / Mittag war Gold wert: Sättigend, wärmend, mit leichter Schärfe regenerierend. Perfekt am Morgen danach, sag ich euch! :)
Nur etwas mehr Zeit für die Zubereitung wäre wünschenswert gewesen. Denn so hab ich ebenfalls am nächsten Morgen erst die fertig gehackten Kräuter gefunden, die ich eigentlich noch zugeben wollte. Aber das ist auch egal, denn eigentlich reicht das leicht scharfe Curry als Gewürz auch voll und ganz aus:


Donnerstag

Cipollata - Tomatige Zwiebelsuppe mit knusprigem Brot und Rührei

Das Schönste am Aufräumen bzw. eigentlich Ausmisten ist (neben der Tatsache, dass man danach viel mehr Platz hat, und seine Sachen wieder findet), dass man dabei auch immer wieder Dinge findet, von denen man gar nicht mehr wusste, dass man sie besitzt.
In meinem Fall war das unter anderem a cook book zum Thema Tomaten & Paprika. Wobei es eigentlich noch um viel mehr Gemüse geht. Zwei Gerichte haben mich dabei gleich ganz besonders angelacht: Zum einen eben diese Suppe, weil ich schon lange mal selbst eine Zwiebel-Tomaten-Suppe machen wollte, zum anderen ein Risotto mit Paprikagemüse. Das hab ich aber so ähnlich auch schon mehrfach gemacht, deswegen musste als erstes die Suppe herhalten, obwohl ich dafür eigentlich nicht die richtigen Zutaten im Haus hatte. Aber sie schmeckt auch mit roten Zwiebeln und Schalotten statt normalen. Und wenn man einen Teil der frischen Tomaten mit Tomaten aus der Dose ersetzt (sie wird dann zwar etwas dunkler und fester, aber sie schmeckt wunderbar). Und auch mit getrockneten Kräutern, auch wenn frische immer toller sind. Und sogar mit einem anderen rustikaleren Brötchen, denn ein Vinschgauer hatte ich auch nicht da. Ich mag Rezepte, die auch ganz anders ganz toll sind: