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Samstag

Mein Alexander-Herrmann-Selfmade-Geburtstagsessen - Teil 3
Gebackene Apfelringe mit Kürbiskernen - dazu Apfelpunsch

Zum Abschluss des Alexander-Herrmann-Geburtstagsessens gab es eine geniale Variation gebackener Apfelringe: Die wurden nämlich erstmal in einer Apfelsaft-Weißwein-Zucker-Zimt-Mischung gekocht, was ihnen einen extrem apfeligen Geschmack verlieh. Und anschließend in Paniermehl und gemahlenen Kürbskernen paniert ausgebacken. Genial, sag ich euch!
Die Entscheidungsfindung war hier im Gegensatz zu Vorspeise und Hauptgericht auch eigentlich nur deswegen schwierig, weil mich eigentlich das gemsate Dessertkapitel unglaublich angelacht hat, wir aber nicht zuviel unterschiedliches kaufen und das ganze auch noch zeitgleich mit dem Rest zubereiten können wollten.
Also Apfelringe, für die man genau die Reste aus der Packung Kürbiskerne vom Kartoffelstampf des Hauptgerichts verwerten konnte. Und die man super eine Weile vorher schon kochen konnte.
Auch wenn wir den Sud dann nochmal aufkochen mussten, weil wir befanden, dass er eigentlich wie ein relativ süßer Apfelpunsch schmeckt und es daher viel zu schade wäre ihn wegzuschütten. Weswegen er stattdessen als "Beilage" zum Dessert diente:


Apfel-Kirsch-Michel
Die schwäbische Form der Resteverwertung altbackener Backwaren

Erstmal wünsche ich euch allen ein frohes, gesundes und erfolgreiches neues Jahr! Ich hoffe, ihr seit gut reingerutscht und nach den freien Tagen wieder gut im Alltagsleben angekommen!
Eigentlich wollte ich ja schon längst die restlichen Pralinenrezepte gepostet haben. Und das sind echt viele leckere Rezepte. Nur leider liegen die Fotos dazu auf einem weit entfernten PC. Also kommen wir dazu erst in den nächsten Wochen und starten dafür mit einer kleinen Resteverwertung ins neue Jahr.
In den letzten Tagen hat sich hier nämlich so einiges angesammelt, weil man über die Feiertage und zwischen den Jahren irgendwie im im kulinarischen Überfluss lebt. Und dann eben auch viel halb gegessenes oder vergessenes irgendwo liegen bleibt. Insbesondere Gebäck ist dann natürlich irgendwann so altbacken, dass es keiner wirklich mehr essen mag.
Dem kleinen Schwaben in mir widerstrebt es natürlich, all das einfach wegzuwerfen. Also starten wir umweltfreundlich ins neue Jahr und backen einen schwäbischen Apfel-Kirsch-Michel. Der übrigens ein bisschen wie Quark-Auflauf schmeckt, obwohl er weder Quark noch Grieß enthält:


Mittwoch

Mini-Apfelstrudel - die perfekte Dessertportion

Jaja, ich weiß: Ich sollte Diplomarbeit schreiben und nur gaaanz einfache, schnelle Dinge kochen. Aber was will man machen, wenn sich ein Päckchen Strudelteig in den Einkaufskorb geschlichen hat... ;)
Und sooo lang dauert es nun auch nicht, diese Mini-Apfelstrudel zuzubereiten! Und noch dazu sorgt dieser herrliche Duft, der eine knappe viertel Stunde später durch die Wohnung zieht für einen kleinen Motivationsschub! Und den kann man bei diesen eisigen Temperaturen da draußen und mit einem platten Reifen, dank dem man nun immer Millionen von Büchern zu Fuß zur Bib schleppen muss, echt mal so richtig gut gebrauchen:)


Montag

Vollkorn-Zimt-Pancakes mit Apfel-Pflaumen-Kompott und Ricottacreme

Hallo neues Jahr! Ich hoffe, ihr seit alle schön - und nicht etwa im wörtlichen Sinn - reingerutscht, habt davor genauso doll geschlemmt wie wir beim traditionellen Raclette und euch am Morgen danach mit einem ordentlich deftigen Katerfrühstück für einen erfolgreichen Start ins neue Jahr gerüstet - ich wünsch es euch jedenfalls!
Aber heute geht schon wieder ein süßen Frühstück, oder? Bei mir jedenfalls. Die frühmorgendliche Konsultation meiner Vorräte überforderte mich allerdings noch etwas - nach einem Großeinkauf samt anschließendem Kühlschrank-Tetris war das im Halbschlaf nicht mehr zu überblicken...
Naja, egal. Der Ricotta muss weg. Eier, Mehl, Zucker, Milch? Check! Also alles da, was man halt so für ein süßen Frühstück braucht. Und ganz viel Obstauswahl. Passt.
Also irgendwie losgerührt. Und heraus kam etwas, was mehr nach lang geplantem Wintersonntag-Frühstück als verplanter Halbschlaf-Küchenaktion schmeckt: Vollkorn-Zimt-Pancakes mit Ricotta-Joghurt-Creme und Apfel-Pflaumen-Kompott. Naja, manchmal klappt das eben ganz zufällig mit dem hochstapeln:)


Dienstag

Die Basenwoche. Tag 7.
Frühstück: Birnen-Walnuss-Zimt-Muß im Glas
Mittagessen: Babyspinat mit gebratenen Egerlingen, Sesam und Möhren
Abendessen: Wirsing-Kartoffel-Pfanne in zwei Variationen
Dessert: Basische Bratäpfel mit Vanille-Nuss-Füllung

Tag 7. Moment: Tag 7? Ist das jetzt echt schon der letzte Tag? Ich hatte mich doch gerade eben eingelebt. Musste endlich nicht mehr ständig durch seitenlange Listen blättern, um nachzusehen, was ich eigentlich alles essen darf. Hab morgens im Halbschlaf mit einer fast schon unheimlichen Selbstverständlichkeit zum Pürierstab gegriffen. Mir mittags ein mittlerweile wirklich leckeres - wenn auch auf Dauer vielleicht etwas eintöniges - Zitronendressing für meinen grünen Salat mit irgendeiner Art rohem Gemüse und irgendwelchen Kernen, Mandeln oder Walnüssen angerührt. Trockenobst, Bananenchips und Mandeln sind zu meinem beständigen Begleiter geworden und aus keinem noch so kleinen Handtäschchen mehr wegzudenken. Auch dass man abends immer zu einer bestimmten Zeit zum gemeinschaftlichen Kochen antritt, ging mir wieder in Fleisch und Blut über.

Und das alles so langsam, ohne wirklich etwas zu vermissen. Ich dachte ja anfangs, ich würde mich 7 Tage lang verzehren nach einem Stückchen Käse (ist aber auch gemein, wenn man da am letzten Tag noch was davon im Kühlschrank hat liegen lassen ;). Stattdessen kann ich schon seit drei Tagen über so ziemlich jede säurehaltige Leckerei sprechen, ohne dass sich meine Speicherdrüsen auch nur zur geringsten Regung veranlasst fühlen.

Aber naja, jetzt genießen wir erstmal noch den letzten Tag. Also mal insbesondere ich, denn für mich wahrhaftiges Mädchen war es doch eindeutig noch die geringste Ernährungsumstellung. Und morgen wird schließlich radikal das Gegenteil praktiziert: Wer hart in die Basenwoche einsteigen kann, muss auch am Tag danach direkt kontrollieren, ob Säuren einem wirklich nicht gut tun.

Heute aber erst nochmal basisch! Und weil ich mich morgens nicht entscheiden konnten, landeten einfach alle Reste im Obstkorb gemeinsam im Mixer. Birne, Apfel, Banane, Mandarine und Orange. Passt ja alles super zusammen. Und weil es so schon winterlich klingt, gab es noch Zimt und Walnüsse dazu.
Was herauskam, war lecker, erinnerte aber leider eher an einen Brei denn an einen Smoothie. Aber Moment... Früchte-Brei... War da nicht was? Na klar: Babygläschen! Die Hälfte aller erwachsenen Frauen greift in diesem Sinne doch gerne ab und an mal "zum Glas". Also warum nicht einfach den selbstgemachten Früchtebrei in ein Schraubglas packen, Löffel dazu, und ab in die Uni? Wenn man das dem Auge und Gaumen nur richtig verkauft, schmeckt es nämlich auf einmal echt gut:)

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Birne-Walnuss-Zimt-Muß


Zutaten (pro Portion)

- Birne (eine, hier Williams Christ und sehr reif)
- Apfel (ein kleiner, eher mürber)
- Banane (eine halbe kleine)
- Orange (1/2 kleinere)
- Mandarine (eine halbe)
- Walnüsse (etwa eine halbe Hand)


Zubereitung (10 Minuten)

Birne und Apfel wahlweise waschen oder schälen. 
Kernhaus jeweils entfernen, in grobe Stücke schneiden und in eine Schüssel geben.

Banane in Stücke brechen und zum restlichen Obst geben.

Die Walnüsse relativ fein mörsern und ebenfalls zugeben.

Orange und Mandarine auspressen und den Saft zum Obst geben.

Alles einmal dürchpürieren, in ein Glas füllen und wahlweise sofort oder später am Tag auslöffeln.


Preis (pro Portion) 1,20 Euro

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Mittags das gleiche Bild: Es gab eine Restekomposition. Ist aber nicht falsch zu verstehen: Ich will nicht etwa nächste Woche kein Obst und Gemüse mehr essen. Ich bin nur schlichtweg noch nicht dazugekommen, das Zeug wieder kiloweise nach Hause und in den dritten Stock zu schleppen.
Also: Restesalat. Waren ja schließlich auch noch reichlich leckere Sachen vorhanden. Heraus kam dann ein Babyspinat-Salat mit scharf angebratenen Egerlingen, geröstetem Sesam und einem Karotten-Dressing:

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Babyspinat mit gebratenen Egerlingen, Sesam und Möhren-Dressing


Zutaten (pro Portion)

- Babyspinat (eineinhalb Hand voll)

- Egerlinge (3-4 größere, etwa 80-100 g)
- Sesamöl

- Karotte (eine eher kleinere)
- Zitronensaft (ein guter EL)
- kaltgepresstes Sesamöl (2 EL)
- Wasser
- Pfeffer, Meersalz

- Sesam (1 EL)

- Kresse (wahlweise 1/2 bis ganzer EL)


Zubereitung (15 Minuten)

Salat waschen, verlesen und grob trocknen.

Möhre fein raspeln, Kresse waschen und grob trocknen und die Zitrone auspressen.

Den Sesam ohne Öl kurz anrösten, anschließend beiseite stellen.

Währenddessen die Egerlinge putzen, und je nach Größe halbieren, vierteln oder achteln.

Die Egerlinge in Sesamöl kurz kräftig anbraten, anschließend etwas Sesam darüber streuen.

Währenddessen aus Zitronensaft, Sesamöl und etwas Wasser mit einem Milchaufschäumer ein Dressing anrühren. Mit Pfeffer und Salz abschmecken.

Salat und geraspelte Möhren mischen und mit dem Dressing anmachen. Anschließend mit dem restlichen Sesam und der Kresse bestreuen und mit den gebratenen Egerlingen servieren.


Preis (pro Portion) 1,90 Euro

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Für das letzte Abendessen standen noch zwei Gerichte zur Auswahl: Eine Wirsing-Kartoffel-Pfanne und eine Kartoffelsuppe mit Mandeln. Da Suppe nach einer Woche nicht mehr jedermans Sache war, hab ich die auf nächste Woche vertagt, und stattdessen gab es die Wirsing-Kartoffel-Pfanne. Und zwar in zwei Variationen, weil 4 Portionen in keine unserer Pfannen passten: Einmal indisch angehaucht mit Curcuma & Kreuzkümmel, einmal gut bürgerlich mit Paprika und Kümmel. Beides lecker, aber obwohl ich mir Wirsing in Kombination mit indischen Gewürzen anfangs nicht wirklich vorstellen konnte, bin ich im Nachhinein von dieser Geschmackskombination doch echt angetan!

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Kartoffel-Wirsing-Pfanne


Zutaten (für 4 Portionen)

- Wirsing (etwa 1 kg, zwei kleinere Köpfe)
- Kartoffeln (etwa 1 kg)
- Paprika (2-3 rote Schoten)
- Karotten (2-3 größere)
- Zwiebel (eine große)
- Gemüsebrühe (etwa 600 ml)
- Pfeffer, Meersalz

- Curcuma
- Kreuzkümmel
- Cayennepfeffer

oder

- Paprikagewürz (idealerweise edelsüß, scharf und geräuchertes gemischt)
- Kümmel

- Sonnenblumenkerne (eine Hand voll)


Zubereitung (eine Stunde)

Kartoffeln und Karotten schälen, Wirsing und Paprika waschen und putzen, Zwiebel pellen.

Den Wirsing in kochendem Salzwasser etwa 3 Minuten blanchieren, anschließend einkalt abschrecken.

Die Zwiebel in feine Würfel schneiden. Karotten und Paprika in kleinere Würfel. Kartoffeln in etwas größere Stücke. und den Wirsing in Streifen.

Pflanzenöl glasig schwitzen.

Wirsing, Kartoffeln, Karottenund Paprika zugeben und etwa 5 Minuten mit anbraten.
Anschließend mit der Gemüsebrühe ablöschen und wahlweise mit Curcuma, Kreuzkümmel und Cayennepfeffer oder mit Paprika und Kümmel abschmecken. Und natürlich mit Salz.

Anschließend etwa 20 Minuten im geschlossenen Topf köcheln lassen, eventuell nochmals abschmecken.

Die Sonnenblumenkerne nebenbei ohne Öl anrösten.

Und anschließend die Wirsing-Kartoffelpfanne mit den gerösteten Sonneblumenkernen servieren.


Preis (pro Portion) 1,50 Euro

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So, und wer so heftig in den ersten Basentag einsteigt, der darf sich auch am letzten abends etwas gönnen, bei dem wir uns nicht so sicher sind, ob es abends überhaupt erlaubt ist. Weil es ja Obst - wenn auch nicht rohes - ist: Einen Bratapfel! Mit Nüssen, Zimt, Vanille und Orangensaft zubereitet.
Ist zwar echt ganz lecker in der basischen Variante, aber dank dem fehlenden Zucker hab ich Bratapfel-Purist zum ersten Mal wirklich ein bisschen Vanillesoße oder Vanilleeis dazu vermisst. In weißer Voraussicht wollte ich ja eigentlich Mandelmilch mit Vanille zubereiten. Aber das hat zeitlich leider nicht geklappt. Naja, ab morgen dürfen wir ja auch wieder säurehaltiges essen, und bis dahin war es schonmal einfach schön, ein Dessert zu haben:

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Basische Bratäpfel mit Vanille-Nuss-Füllung und Orangensaft


Zutaten (für 4 Portionen)

- Äpfel (4 Stück, am besten Boskop, hier Braeburn)

- Mandelspitter (eine halbe Hand voll)
- Walnusskerne (eine Hand voll)
- Rosinen (eine halbe Hand voll)
- Vanille (eine Schote)
- Zimt
- Orange (eine)


Zubereitung (10-15 Minuten Vorbereitung, 20-30 Minuten Backzeit)

Walnüsse grob hacken und mit den Mandeln und Rosinen mischen.

Vanilleschote aufschneiden, auskratzen und das Mark zu den Nüssen geben.

Die Orange auspressen und den Saft ebenfalls zu den Nüssen geben.

Die Füllung noch mit etwas Zimt abschmecken.

Anschließend die Äpfel waschen, trocknen und das Kernhaus ausstechen (wahlweise mit einem Messer rausschneiden, ich hab das getestet, das geht auch ganz wunderbar!).

Die Äpfel in eine eingeölte Backform setzen, mit der Nuss-Mischung füllen und den restlichen Orangensaft darüber verteilen. Eventuell noch ein paar EL Wasser mit in die Form geben.

Die Äpfel anschließend geschlossen bei 220°C etwa 20-30 Minuten backen.


Preis (pro Portion) 1,00 Euro

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Fazit Tag 7

Hm... ja... was soll ich sagen? Ich dachte ja anfangs, ich würde heute einen Freudentanz aufführen und um Punkt Mitternacht vor meinem Kühlschrank stehen um ein Stückchen Käse zu naschen. Stattdessen könnt ich grad auch einfach so weitermachen. Wirklich: Das ist alles lecker und mir gehts super. Ich hatte keine wirklichen Entgiftungserscheinungen oder so. Aber immerhin ging es mir Ende der Woche mit jedem Tag doch ein Stückchen besser. Auch alte Zweifler sind manchmal zur Selbsterkenntnis bereit!

Dass ich die Woche allerdings wirklich verlängern werde, bezweifle ich. Denn anstrengend ist es schon, jeden Tag dreimal aufwändigst etwas zu essen zuzubereiten und danach jedes Mal rießige Berge abzuspülen. Auch ist es echt einfacher, wenn man ein paar Menschen hat, die das mit einem durchziehen. Nur haben genau die für morgen schon ein paar säurelastige Lebensmittel eingekauft und mich damit natürlich angefixt. Und mein Mann ist auch noch zu Besuch. Durch ein bisschen basische Kost muss er durch, kriegt bei mir ja sonst auch immer die Rießenladungen Obst und Gemüse auf den Teller.
Aber rein basisch wird es schonmal definitiv nicht weitergehen! Soll man ja auch eh nicht sooo lang am Stück machen. Aber ein bisschen mehr auf das Gleichgewicht achten werde ich schon. Zumindest hab ich mir das vorgenommen. Aber sehen wir mal, was der morgige Tag so bringt! ;)

Sonntag

Die Basenwoche. Tag 5.
Frühstück: Tropischer Fruchtsalat mit Kokoschips
Mittagessen: Avocado-Kartoffel-Salat nach Lafer auf Blattsalaten
Abendessen: Kürbissuppe mit Ingwer und gerösteten Kürbiskernen

Tag 5. Der Hunger ist besiegt und überhaupt revidiere ich, dass ich mich nicht besser fühlen würde.
Ganz im Gegenteil: Ich bin sowas von entspannt und dabei fit wie ein Turnschuh! Morgens früh aufstehen um sich vor der Uni noch Frühstück zu machen, den halben Tag rumrennen, einkaufen, Diplomarbeitsbücher lesen, kochen, essen und dann auch noch Wohnung umräumen, ausmisten und alles putzen. Aber ich kann euch sagen: Fensterputzen im Herbst ist vergeudete Liebesmühe. Da kommt hinterher genauso viel grau rein wie vorher... ;)

Aber kommen wir direkt zum Essen: Frühmorgens gab es einen tropischen Obstsalat. Farblich war der zwar recht eintönig, dafür aber sehr, sehr lecker. Und ich nehm aus der Basenwoche übrigens u.a. mit, meinen Obstsalat nicht immer nur mit Walnüssen, sondern auch mal mit Mandeln oder eben auch mal Kokoschips zu machen!

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Tropischer Fruchtsalat


Zutaten (pro Portion)

- Ananas (etwa 1/6 bis 1/4)
- Apfel (ein halber)
- Banane (eine kleine)
- Orange (eine halbe)
- Zitronensaft
- Kokoschips (1 gehäufter EL)


Zubereitung (10 Minuten)

Ananas schälen und in Stücke schneiden. Banane schälen und in Scheiben schneiden. Apfel waschen, entkernen und in Stücke schneiden.

Orangenschale abschneiden, Filets herausschneiden und den Saft dabei auffangen.

Das Obst samt Orangensaft in eine Schüssel geben. Kokoschips zugeben, gut verrühren und mit etwas Zitronensaft abschmecken.


Preis (pro Portion) 1,60 Euro

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Da das Frühstück für den sehr langen Vormittag doch etwas klein war, mussten mich denn doch ein paar Trockenfrüchte retten. Dafür war mittags der Hunger groß genug, dass ich statt Rohkost einen Kartoffelsalat gemacht hab. Und das war definitiv das beste, was ich tun konnte, denn das hat so satt gemacht, dass ich direkt froh war, dass das Abendessen erst so spät geplant war.
Das Rezept für den Avocado-Kartoffel-Salat stammt übrigens vom "Grillen mit Lafer" im Frühling. Den fand ich da schon lecker, und musste diese Woche wieder daran denken, da er sowieso nur mit Zitronensaft statt Essig angemacht wird. Also perfekt für eine Basenwoche. Nur die Mengen wurden noch etwas angepasst, und die Hühnerbrühe durch Gemüsebrühe ersetzt.
Und wenn man den dann noch auf ein paar grünen Blattsalaten serviert, hat man noch dazu das Gefühl, ein vollständiges Gericht vor sich zu haben, statt nur einen puren Kartoffelsalat zu löffeln:

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Avocado-Kartoffel-Salat nach Lafer auf Blattsalaten


Zutaten (pro großer Portion)

- Kartoffeln (etwa 4 mittelgroße, vorgekocht vom Tag davor)
- Avocado (eine kleinere Hass-Avocado)
- rote Zwiebeln (eine mittelgroße)
- kaltgepresstes Olivenöl (ein paar EL)
- Zitronensaft (von etwa einer halben Zitrone)
- Gemüsebrühe (etwa 75 ml)
- Blattpetersilie (etwa 3-4 Stängel)
- Pfeffer, Meersalz

- grüner Salat (eine knappe halbe Handvoll - hier Kopfsalat, Lollo Bianco & Feldsalat)


Zubereitung (etwa 20 Minuten mit vorgekochten & geschälten Kartoffeln)


Die Kartoffeln in etwa 5 mm dicke Scheiben schneiden.

Die Avocado halbieren, Kern entfernen und mit etwas Zitronensaft einpinseln.

Anschließend in einer eingeölten Grillpfanne sowohl auf der Schnittfläche als auch der Schale ein paar Minuten garen.

Die Zwiebeln währenddessen schälen und in feine Streifen schneiden.

Die Avocados aus der Pfanne nehmen, diese etwas runterschalten und die Zwiebeln in Olivenöl glasig dünsten.

Die Schale der Avocadohälften abziehen und das Fleisch in Würfel schneiden.

Die Petersilie waschen, trocknen und fein hacken.

Wenn die Zwiebeln glasig sind, die Kartoffeln zugeben und mit der Gemüsebrühe aufgießen. Alles zusammen kurz erhitzen.

Anschließend die Avocadowürfel und die gehackte Petersilie zugeben.

Mit Zitronensaft, Pfeffer und Salz abschmecken und noch kurz durchziehen lassen.

Währenddessen den Salat waschen, grob trocknen und auf einem Teller verteilen.

Anschließend den Avocado-Kartoffel-Salat darauf verteilen (das Dressing reicht auch noch für die Blattsalate ;).


Preis (pro Portion) 2,40 Euro

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Jaja, man sollte es wirklich nicht glauben, aber dieser Salat hat mich über ganze acht Stunden mehr als satt gehalten. So macht Basenwoche Spaß! Und selbst bei der leckeren Kürbissuppe mit Ingwer, Kürbiskernöl und gerösteten Kürbiskernen hab ich noch nicht wirklich viel geschafft. Obwohl sie das - trotz dem leicht darin vermissten Schuss Sahne - echt verdient hätte:

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Kürbissuppe mit Ingwer und gerösteten Kürbiskernen


Zutaten (für 3-4 Portionen)

- Hokkaidokürbis (etwa 1 kg, also um die 800 g Fleisch)
- Suppengrün (ein halber Bund - wahlweise natürlich einfach Gemüsebrühe ;)
- Karotte (1-2 große)
- Zwiebel (eine)
- Ingwer (etwa 2 daumendicke Stücke)
- Meersalz

- Kürbiskernöl (wahlweise ein paar EL)

- Kürbiskerne (etwa 2 Hand voll)


Zubereitung (50 Minuten)

Das Gemüse waschen bzw. putzen und in Würfel schneiden (Kürbis kann samt Schale verwendet werden!).

Die Zwiebl in etwas kaltgepresstem neutralen Öl glasig dünsten.
Anschließend 1,8 Litern Wasser zugeben und zum Kochen bringen.

Das restliche Gemüse zugeben und geschlossen etwa 20-30 Minuten köcheln lassen.

Anschließend pürieren und mit Salz abschmecken (bei uns hat die Ingwermenge wirklich perfekt gepasst, deswegen hat etwas Salz vollkommen ausgereicht :).

Die Kürbiskerne in einer separaten Pfanne kurz anrösten.

Die Suppe mit ein klein wenig Kürbiskernöl und einigen gerösteten Kürbiskernen servieren.


Preis (pro Portion) 2,20 Euro

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Fazit Tag 5

Ich hab Freundschaft mit dieser Basenwoche geschlossen! Im Winter braucht man mittags zwar echt etwas mehr als einen grünen Salat - aber dann ist man den ganzen Tag satt, wohlgenährt, fit und glücklich.

Der Herr von der Gastkochwohnung fasste es essenstechnisch heute abend sehr schön zusammen mit dem Satz: "Jetzt hätt ich fast gesagt, dass wir die Basenwoche verlängern müssen, weil ich doch noch so viele Sachen ausprobieren will". Ja wirklich, genau so ist es: So viele Sorgen ich mir anfangs gemacht hab, ob das überhaupt auch nur ansaztweise lecker wird, so lecker ist es jetzt geworden. Natürlich freu ich mich auch auf nächste Woche, wenn wir wieder einen Schuss Sahne in die Suppe geben können. Aber insgesamt bin ich ungemein angetan von dieser Woche und den Rezepten!

Freitag

Die Basenwoche. Tag 3.
Frühstück: Birnen-Pflaumen-Salat mit gerösteten Mandeln
Mittagessen: Feldsalat mit geraspelten Karotten, Sprossen und Kernen
Abendessen: Brokkoli-Kartoffel-Pfanne mit Mandelsplittern

Tag 3. Noch fühle ich mich eigentlich weder fitter noch schlapper als davor. Aber egal, denn so eine etwas ruhigere Woche mit entspanntem Arbeitspensum tut einfach gut. Und nachmittags schleicht man auch wirklich mal wieder spontan für ein paar Stunden abseits der Wege durch zwielichtige Wälder, trinkt in aller Ruhe Tee auf Hochsitzen und sieht dabei Rehen nach, sammelt Tannenzapfen und -zweige für Weihnachten, und und und. Und sowas macht man so allgemein echt viel zu selten!

Schön ist auch, dass man so langsam ein Gespür dafür bekommt, was man alles essen darf und was man daraus zaubern könnte. Das ist schonmal ganz angenehm und wird sicher auch noch ein paar weitere Wochen für ein etwas bewussteres Essverhalten sorgen. Zumal ich heute erneut feststellen konnte, dass auch rein basisches Essen wirklich lecker sein kann:

Morgens gab es zur Abwechslung mal kein püriertes Obst, sondern einen ganz einfachen Obstsalat: Zwei reife Birnen, zwei reife Pflaumen, etwas Orangensaft und viele geröstete Mandelsplitter dazu. Wunderbar - auch wenn ich Obstsalat normal eher nachmittags esse:

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Birnen-Pflaumen-Salat mit gerösteten Mandeln


Zutaten (pro großer Portion)

- Birnen (2 kleine reife)
- Pflaumen (2 reife)

- Orangensaft (2-3 EL, frisch gepresst)

- Mandelsplitter & Mandelblättchen (jeweils 1 EL)


Zubereitung (keine 10 Minuten)

Die Mandeln in einer Pfanne kurz anrösten und beiseite stellen.

Das Obst währenddessen waschen, trocknen, putzen, entkernen und in Würfel oder Scheiben schneiden.

Den Orangensaft und die gerösteten Mandeln mit dem Obst mischen. Und fertig.


Preis (pro Portion) 1,60 Euro

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Zum Mittagessen gab es einem Feldsalat mit Karottendressing und Sonneblumensprossen. Bzw. bei mir einen Feldsalat mit Karotten, Sesam und Sonnenblumenkernen. Ein bisschen Biss muss einfach sein. Und Kresse und Radieschensprossen, weil wir eben keine Sonnenblumensprossen hatten.
Und übrigens: Das Dressing wurde diesmal mit einem Milchaufschäumer verrührt. Genialer Tipp, sag ich euch, denn so schmeckt mir jetzt auch Zitronendressing!

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Feldsalat mit geraspelten Karotten, Sprossen und gerösteten Kernen


Zutaten (pro Portion)

- Feldsalat (eine gute Hand voll)

- Karotten (zwei kleinere)

- kaltgepresstes Öl (2 EL)
- Zitronensaft (ein guter EL)
- Wasser
- Pfeffer, Meersalz

- Sonneblumenkerne (1 EL)
- Sesam (1 EL)

- frische Sprossen (etwa 1-2 EL, Kresse, Radieschensprossen, Sonnenblumensprossen, o.ä.)


Zubereitung (15 Minuten)

Salat waschen, putzen und grob trocknen.

Die Kerne in einer Pfanne anrösten, anschließend beiseite stellen.

Karotte waschen oder schälen und fein raspeln. Die Sprossen waschen und putzen.

Öl, Zitronensaft und etwas Wasser mit einem Milchaufschäumer verrühren. Mit Pfeffer und Salz abschmecken (und eventuell auch mit etwas Öl und Zitonensaft, das muss ja jeder für sich rausfinden, wie er es gern mag).

Salat und Karotten mit dem Dressing verrühren, und mit den Kernen und Sprossen garniert servieren.


Preis (pro Portion) 2,10 Euro

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Da wir alle etwas mit dem Freizeitstress kämpfen, haben wir das gemeinsame Abendessen heute gestrichen. Bei mir gab es eine Brokkoli-Pfanne mit Mandelsplittern, von der ich beim Einkaufen nur noch den Namen im Kopf hatte und entsprechend keine Bohnen gekauft hab. Dafür gab es bei mir einfach Kartoffeln dazu und eine kleine Prise Garam Massala. Sehr lecker - auch wenn ich das abseits der Basenwoche wohl eher als Beilage zu etwas Hänchen servieren würde. Aber wenn die Beilagenportion groß genug ist, passt das schließlich auch!
Bei dem Herrn von der Gastgrillwohnung gab es übrigens Kartoffel-Karotten-Suppe, und bei dem Herrn von der Gastkochwohnung Bratkartoffeln.

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Brokkoli-Kartoffel-Pfanne mit Mandelsplittern


Zutaten (pro Portion)

- Brokkoli (etwa ein halber)

- Kartoffeln (4-6 kleinere bis mittelgroße)

- Mandelsplitter (3 EL)

- kaltgepresstes Olivenöl (1-2 EL)
- Gemüsebrühe (75-100 ml)

- Pfeffer, Meersalz
- Garam Masalla (eine Prise)


Zubereitung (40 Minuten)

Kartoffeln schälen und in kochendem Salzwasser (oder wenn man auf zwei verfügbaren Herdplatten gerade eh Gemüsebrühe kocht in Gemüsebrühe ;) gar kochen.

Währenddessen den Brokkoli waschen, die Röschen abschneiden und die Stiele schälen und in Scheiben schneiden.

Anschließend bissfest dünsten.

Die Mandelsplitter in einer Pfanne anrösten, anschließend beiseite stellen.

Die Kartoffeln in grobe Stücke schneiden und zusammen mit dem Brokkoli kurz in etwas Olivenöl anbraten.
Mit der Gemüsebrühe aufgießen, die Mandeln zugeben, mit Pfeffer, Salz und etwas Garam Massala abschmecken und noch ganz kurz einköcheln lassen.


Preis (pro Portion) 1,80 Euro

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Fazit Tag 3

Ja läuft. So langsam gewöhnt man sich daran, muss nicht mehr ständig darüber nachdenken, was man wohl essen darf, und mit persönlicher Note schmeckt denn auch eigentlich alles!
Dennoch freue ich mich so langsam schon richtig auf nächste Woche. Das muss grad noch nicht mal ein Säurenhammer sein. Mir würd es schon reichen, ab und an mal Essig an meinen Salat und etwas Milch oder Sahne in pürierte Suppen geben zu dürfen. Und ein Scheibchen Brot oder Croûtons dazu reichen zu können. Oder einfach ein Käsebrot zu essen. Definitiv: Käsebrot fehlt mir sehr! Aber die nächsten Tage träum ich mal noch weiter davon, und werd euch dann nächste Woche auch vom großen Fressen berichten... ;)

Montag

Calvados-Apfelküchle mit Zimt & Zucker

Ich hab zwar leider keinen Garten, nichtsdestotrotz ist ganz definitiv Apfelküchlesaison! Denn am allerbesten schmecken sie einfach mit diesen leicht säuerlichen heimischen Apfelsorten, die es fast nur jetzt zu kaufen gibt, da sie eben nur verbacken richtig lecker schmecken.
Beinahe hätte ich glatt die Saison verpasst, hätte mir da nicht jemand die letzten zwei Tage gefühlte hundert mal von den besten Apfelküchle überhaupt vorgeschwärmt. Anscheinend kann man bei denen nämlich nicht nur nix falsch machen, sondern sogar noch was besser machen!
Was genau das bei diesen Apfelküchle war, weiß ich leider nicht. Angespornt war ich aber, und hab den Kindheitsklassiker diesmal mit etwas Calvados verfeinert. Inhalttechnisch wie geschmacklich wurden Apfelküchle somit zur Erwachsenenversion erhoben:)


Samstag

Erdnussbutter-Waffeln

Manchmal kommt man schon auf seltsame Ideen. Insbesondere nachts und sagen wir mal "leicht angedüdelt". Umso beruhigender, wenn man die abgefahrene Idee dann mal schnell googlet und feststellt, dass schon andere vor einem auf diese Idee gekommen sind. Dann kann es ja gar nicht sooo verrückt sein! Und perfekt ist dann natürlich, wenn man das Rezept sogleich ausprobiert, und das Endergebnis auch noch richtig lecker ist!
Nur die Menge fand ich etwas groß, die Hälfte ergab bei mir gute 6 Waffeln, für mich eine durchaus ausreichend große Portion. Und ich hab crunchy peanut butter verwendet, weil ich wenn dann nur die im Haus hab. War aber richtig lecker mit ein klein wenig Biss drin! Und gaaanz viel Puderzucker oben drauf, denn etwas Süße haben sie durchaus noch vertragen. Dann aber sind sie auch quasi "pur" ein absoluter Genuss! Naja, ich steh ja eh voll auf Waffeln. Und die leichte Erdnussnote ist echt mal eine leckere Abwechslung: 


Mittwoch

Vanille-Milchreis mit Pfirsich-Mandel-Minz-Salat

Es sind die kleinen Dinge, die das Leben schöner machen! Studenten mit knappem Geldbeutel wissen das genauso wie kleine Kinder. Nur, dass Pixiebücher und Überraschungseier bspw. kleinen Küchenhelfern weichen. Um die schleicht man genauso ewig rum. Immer wieder. Denn auch wenn sie nur ein paar Euro kosten, will das gut überlegt sein. Aus Platzgründen in einer 2,5-qm-Küche. Und weil auch 5 Euro Geld sind (hierzulande aber nicht etwa "ganze 10 DM!", sondern "immerhin 2 Bier!!" ;). Aber wenn dann so ein Helferlein letzendlich doch einzieht, wird es heiß und innig geliebt (wie bspw. dieser Sternchen-Ausstecher ;).
Und so sind vor ein paar Tagen dann nach langem Hin- und Her auch endlich doch mal Servierringe bei mir eingezogen! Und ein erster Versuch war denn auch zeitlich schon drin! Und obwohl so ein Vanillereis mit Pfirsich und Mandelsplittern sicher auch aus einem Schälchen schmeckt und dann auch definitiv mit weniger Arbeit verbunden wäre, muss ich einfach sagen: Es sieht doch gleich viel toller aus, wenn er so hochgestapelt daher kommt, oder? ;)
Pfirsich und Mandeln waren übrigens eine hervorragende Kombination zu Milchreis! Hätte ich ja auch früher schonmal drauf kommen können... Und die Minze hat eine erfrischend andere Note mit reingebracht - ist aber wirklich kein Muss für das alltägliche Schälchen Milchreis, sondern wird auch hier nur ab und an wieder mit reinkommen: 


Samstag

Zwetschgen-Crumble mit Vanille-Mascarpone-Creme

Wenn die Zeit für eine richtige Zwetschgendatschi nicht reicht, gibt es ersatzweise eben einen Zwetschgenstreuselkuchen ohne Boden. Und dazu statt Sahne etwas Mascarpone-Creme, nachdem ich neulich festgestellt hab, dass ich die richtig gerne zu Crumble esse. Allerdings würde hier wirklich auch klassische Sahne oder eben eine Vanillesoße sicher ganz wunderbar dazu passen:


Mittwoch

Heidelbeerschmarrn

Zwischen all den Nudeln, die ich die nächsten Tage noch verdrücken werde, will natürlich auch mein extra Dessertmagen nicht zu kurz kommen. Deswegen hab ich mich am Wochenende von einer Rabattmarke eines Möbelhauses inspirieren lassen, dort gibt es in demnächst nämlich unter anderem einen Heidelbeerschmarrn. Davon hatte ich noch nie gehört, aber das Foto sah so lecker aus, und es klingt doch einfach super, oder?
Geschmacklich waren wir mit dem Selbstversuch auf Grundlage meines Kaiserschmarrnrezeptes, dem statt Rosinen einfach Heidelbeeren zugefügt wurden denn auch vollkommen glücklich. Ich allerdings in der Küche nicht so ganz: Die Heidelbeermenge passt geschmacklich zwar super, da ich allerdings relativ große Heidelbeeren erwischt hatte, wurden sie von meiner etwa 1 cm dicken Teigschicht nicht komplett bedeckt und verfärbten so den umgedrehten, spätestens aber den auseinandergerissenen Schmarrn ziemlich violett.
Aber: Geschmeckt hat es, und es wird ihn wieder geben! Aber mit ganz kleinen Heidelbeeren, vielleicht einer minimal höheren Teigschicht, in etwas größere Stücke gerupft und eventuell auch mit etwas weniger Heidelbeeren im Teig - den Rest dann natürlich separat dazu. Und falls jemand sonst noch Tips hat, wie man das hier nicht nur geschmacklich, sondern auch optisch zum Highlight machen kann, wär ich natürlich sehr dankbar:


Sonntag

Milchreis mit Rotwein-Zimt-Zwetschgen und gerösteten Mandelblättchen

Ok, ja, eigentlich ist das viel zu winterlich. Eigentlich sollte man aus den ersten Zwetschgen des Jahres lieber eine Zwetschgendatschi backen (und das werd ich die Tage auch noch tun). Aber ganz ehrlich: Bei dem regnerisch, windig grauen Wetter da draußen war so ein Milchreis mit Zwetschgen-Kompott denn doch gar kein soooo unpassender, sondern eigentlich ein richtig guter Seelenwärmer:


Dienstag

Amaretto-Kirschen mit Mascarpone-Creme und Amarettini

Ich liebe Amaretto-Kirschen und könnte sie eigentlich auch einfach pur essen. Bzw. eigentlich mach ich das auch, denn solange sie marinieren hab ich eigentlich ständig das Bedürfnis nachzusehen, sprich zu probieren, ob sie denn "schon gut" sind. Und bin denn tagelang nicht nur erheitert, sondern tatsächlich auch dauerhaft leicht angeheitert. Aber das ist im Winter bei Rumrosinen nicht anders, und eigentlich auch nicht bei einem klassischen Rumtopf...
Dazu übrigens noch kurz eine Anekdote einer meiner letzten Mitfahrgelegenheiten: Da unterhielten sich zwei Studentinnen tatsächlich darüber, dass einer auf der Kalte-Ente-Party auch noch ganz stolz erzählt hätte, dass sie die Früchte eine ganze (!) Woche in Alkohol eingelegt hätten. Die zweite meinte daraufhin todernst, dass es dann ja kein Wunder sei, dass es ihnen heute nicht so gut gehe, die Früchte waren dann ja sicher nicht mehr gut...
Naja, aber es gibt ja auch auf fast jeder Party einen Spezialisten, der nur die leckeren Früchte aus der Bowle fischt, aber nichts davon trinkt, weil er ja nicht betrunken werden will...
Aber zurück zu den Amarettokirschen! Die sind nämlich auch schon nach etwas kürzerer Zeit wirklich lecker, der Amaretto erhält zudem einen genial fruchtigen Beigeschmack, und eine simple Mascarpone-Creme reicht vollkommen aus, um daraus ein superleckeres Dessert zu zaubern:


Herzlewaffeln mit Vanillekirschen und Sahne

Ich mag sie ja, die guten, alten "Herzlewaffeln". Sehr sogar. Und so hab ich mich im Laufe der Jahre immer wieder gefragt, warum ich mir nicht schon längst ein eigenes Waffeleisen zugelegt habe.
Aber als sparsamer Schwabe hab ich das wohl in weiser Voraussicht nicht getan, denn bei mir daheim mag sie anscheinend keiner mehr so recht. Das wird zwar nicht so direkt gesagt, sondern nur, dass jeder "auch gerne einfach wartet, bis die nächste Belgische Waffel fertig ist". Aber so wurde für die nächste Kindergeneration nun eben noch ein zweites Eisen für Belgische Waffeln angeschafft. Und das alte Herzlewaffeleisen hab ich bekommen!
Nicht, dass ich etwas gegen Belgische Waffeln hätte! Keineswegs! Die sind auch lecker, aber eben anders. Und vor allem schmecken nicht nach meiner Kindheit. Und mittlerweile bekommt man diese Kindheitserinnerung ja auch auswärts maximal noch auf Weihnachtsmärkten überreicht.
Also umso toller, dass ich sie nun zuhause backen kann. Und zwar anfangs mindestens so oft, bis sie mir für ein paar Wochen zu den Ohren raus kommen. Also erstmal: Herzlewaffeln für alle!
Zu den ersten "eigenen" Waffeln (das Rezept hab ich mir natürlich auch gleich von zuhause mitgenommen) konnte es natürlich nicht nur Puderzucker oder Apfelmus geben, da musste was "edleres" her. Also Kirschen und Sahne. Absoluter Klassiker, aber irgendwie feiner. Kirschen im Glas zu verwenden wäre in der Kirschsaison natürlich Frevel, also gab es selbstgemachte Vanillekirschen. Und die sind genial geworden:


Sonntag

Birnen-Crumble mit Himbeeren und Haselnuss-Streuseln

Nach dem doch eher winterlichen Apfel-Birnen-Crumble mit Calvados-Rosinen und Walnuss-Streuseln letztes Wochenende, gibt es - passend zum wieder herrlich sonnigen Wetter - heute mal wieder eine etwas sommerlichere Variante eines Crumbles: Nämlich  mit Birnen und Himbeeren. Leider nur TK-Himbeeren, die ziemlich zerfallen sind beim backen und alles rot eingefärbt haben, aber: Es schmeckt phantastisch und im Förmchen serviert sieht es natürlich auch besser aus! Aber da erkennt ja keiner, was drin ist... ;)
Obendrauf gab es übrigens wieder nussige Streusel, diesmal aber mit Haselnüssen. Man muss ja alles mal durchprobieren. Und ich bin definitiv noch immer - oder ein immer noch größerer - absoluter Fan von Nussstreuseln! Da hätte man aber halt auch echt mal früher drauf kommen können:


Donnerstag

Schoko-Kokos-Kirsch-Pancakes

Mmmmmmmmh! Das konnte ja nur gut werden, immerhin sind da Kirschen, Kokosflocken und Zartbitterschokolade mit drin! Und ich werde eigentlich schon schwach, wenn es nur irgendeine Kombination aus zwei der beiden Zutaten ist, aber alle drei auf einmal... Ich bin noch immer am schwärmen, sorry!
Eigentlich wollte ich ja einfach nur Kirsch-Pfannkuchen machen, weil mich Anne da die Tage angefixt hat. Aber Kirschen schmecken eben auch einfach so so lecker, und wenn man sie von Hand entsteint, muss es schon was tolles sein, sonst verkoche oder verbacke ich sie nicht. Aber als ich dann heute morgen noch meine Kokosflocken nebenbei nachfüllen wollte, war plötzlich klar: Es gibt keine Pfannkuchen, sondern Pancakes! Mit Kokos! Und wenn schon, denn schon: Dann auch noch gleich etwas geraspelte Zartbitterschokolade mit rein!
Und was soll ich sagen: Ich hab sie verschlungen! Jetzt muss ich nur noch jemand finden, der das nächste Mal die Kirschen für mich entsteint:


Sonntag

Apfel-Birnen-Crumble mit Calvados-Rosinen und Walnuss-Streuseln

Ich weiß nicht, wie es bei euch ist, aber hier ist es im Halbstundentakt wahlweise wunderschön sonnig warm oder ein wettertechnischer Alptraum aus kaltem Wind und dunklen Wolken, die sich sintflutartig entleeren.
Ziemlich anstrengend das Ganze, und so befand ich, dass es da ruhig mal ein eher winterliches Dessert geben dürfte: Einen Crumble! Und zwar eben nicht in einer sommerlichen Variante - wie etwa diese mit Erdbeeren und Rhabarber -, sondern ein nur ein leicht abgewandelter klassischer Apple Crumble.
Ergänzt wurde er durch eine Birne (nur Birne ist irgendwie nicht so meins, aber mit Apfel kombiniert liebe ich es), phantastische Calvados-Rosinen (und Calvados macht Apple Crumble ja eh erst zum wirklichen Hit) und Walnuss-Streusel (eine perfekte Abrundung, auf die ich nur gekommen bin, weil ich von den Schoko-Knusper-Talern noch einiges an Walnuss-Zucker-Mischung da hatte).
Eigenlob stinkt? Ist mir egal! Denn das war wirklich eine wundervolle Kombination, die nicht nur Winter- sondern auch verregnete Sommertage ein bisschen schöner machen kann:)


Dienstag

Erdbeer-Spieße mit dunkler Schokolade und gehackten Pistazien

In meiner Küche war es die letzte Woche ja sehr ruhig, dafür aber ansonsten so richtig viel los. Und da man ja nie aufhört, vom Leben zu lernen, will ich euch das auch nicht vorenthalten:
  • So habe ich nämlich u.a. festgestellt, dass es egal ist, ob man vor einem Seminar um acht 20 Minuten oder eineinhalb Stunden vorher aufsteht: Man wird immer erst kurz vor knapp durch die Tür schlurfen.
  • Viel relevanter war allerdings die - erneute - Erkenntnis, dass ein bisschen handwerkliches Geschick wirklich sein Gutes hat. Also zumindest, wenn die Nachbarn nicht unheimlich attraktiv sind, und man nicht wirklich über das nötige Kleingeld für den Profi verfügt. Aber eben über etwas Zeit, das Problem selbst zu beheben.
  • Und wenn das geschafft ist, sollte man sich an dem Wochenende, an dem Kontaktfestival ist, lieber nicht viel anderes vornehmen, da man dort garantiert wieder ewig hängen bleibt. Aber man triftt eben so viele nette Menschen (wieder). Kann sich neu in Jan Koch verlieben. Oder über DJs amüsieren, die offensichtlich eine Wette verloren haben und sich nun öffentlich lächerlich machen müssen. Oder einfach nur mal wieder feststellen, dass Weißwurstfrühstück wirklich eine ganz wunderbare Erfindung ist!
  • Dafür wird Abschied nehmen nicht wirklich schöner, wenn man zu denen gehört, die bleiben. Aber wenigstens bedenke ich das so vielleicht das nächste Mal, wenn mich das Fernweh packt... :)
Unabhängig davon noch eine weitere Lektion des Lebens: Es ist nur eine mittelgute Idee, wenn man als Schokofrüchte-Fan mal wieder Erdbeer-Schoko-Pistazien-Spieße macht, und dazu statt der heißgeliebten weißen aber Zartbitter- und ein paar Reste Vollmilch-Schokolade nimmt. Dann wird das farblich nämlich ein eher lustiges als edles Ergebnis. Aber das Auge darf jetzt eben nicht mitessen, denn schmecken tut es ganz herrlich fruchtig, schokoladig, und gehackte Pistazien find ich sowieso immer ganz toll:



Sonntag

Selbstgemachte Waldmeister-Götterspeise

Warum das glibberige Zeug Götterspeise heißt, frag ich mich ja immer wieder. Aber nichsdestotrotz liebe ich Wackelpudding! Schon immer! Das Tollste daran war natürlich die Konsistenz: Man spielt ja als Kind auch ganz gerne mal mit dem Essen. Und Wackelpudding kann man noch dazu ganz herrlich durch die Zähne ziehen und dabei voll eklige Geräusche machen. Meine Mama fand das übrigens leider nie so toll wie ich...
Naja, heute gibt es sie auch bei mir nur noch sehr selten. Gekauft hab ich so ein Becherchen nur einmal - und dann nicht mal gegessen. Obwohl es sehr lange im Kühlschrank eines lieben Menschen auf mich gewartet hat. Aber die sind einfach zu süß.
Und dabei überkommt mich mein Wackelpudding-Heißhunger doch immer so spontan, dass ich mir dann doch keinen mache, weil es viel zu lange dauern würde, bis er fest ist.
Warum es jetzt doch einen gibt? Weil ich erstens gerade ganz viel selbstgemachten Waldmeistersirup da hab, und zweitens auch noch ein Päkchen Gelatine gefunden hab. Also alles, was man so für selbstgemachte Waldmeister-Götterspeise braucht. Denke ich zumindest, und zumindest ich bin auch voll zufrieden mit meinen ersten Selbstversuch!
Schmeckt zwar ein bisschen anders als das künstliche Aroma und darf nicht in ganz so horrenden Mengen verzehrt werden, aber so ist das ja immer bei Waldmeister. Und ohne Zugabe weiterer Lebensmittelfarbe wird es natürlich nur zart- statt giftgrün. Aber es schmeckt, und die Konsistenz ist zum Glück die gleiche, und das ist schließlich mit das wichtigste: