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Dienstag

Gratinierte Ochsenherztomaten mit Spinat und Gorgonzola auf Reis

Meine Mama hat so von überbackenen Tomaten mit Blattspinat-Gorgonzola-Füllung geschwärmt, dass ich das unbedingt auch mal ausprobieren musste. Fürs Erste kamen sie allerdings ein bisschen abgewandelt auf den Tisch: Statt "normaler" Tomaten wurden leckere Ochsenherztomaten gefüllt, statt Lauchzwiebeln und Petersilie wanderte eine Schalotte in die Füllung und statt Kartoffeln gab es dazu Reis und ein Tomatensößchen aus dem Innenleben der fleischigen Tomaten.
Auf jeden Fall sehr, sehr lecker - nur: Mein Kochverhalten hat sich noch nicht wieder ans Bloggen angepasst. Dabei hatte ich das vor der Diplomarbeit gerade halbwegs perfektioniert. Und dann ging es rasant drei Schritte zurück zu: in der Küche stehen, gedankenverloren irgendwas schnippeln, zum PC rennen, zurück in die Küche, irgendwas in die Pfanne schmeißen, noch schnell was in nem Buch nachschlagen, oh, schnell Essen umrühren gehen, zurück zum Buch und stand da nicht noch was in... ohje, der Topf kocht über und würzen sollt ich auch noch... und dann während des Essens noch ein paar Sätze tippen... Also nicht falsch verstehen. Kochen kann ich noch. Nur alles abzuwiegen, die Mengen mitzuschreiben und auf die Uhr zu sehen ist wieder vollkommen in Vergessenheit geraten. Entsprechend vage sind heute mal wieder die Mengenangaben. Aber das wird auch wieder! Und zum Glück sind vage Angaben heute auch gar nicht sooo wild:)


Möhren in Parmesanpanade mit in Salbeibutter geschwenktem Reis

Juliane von Schöner Tag noch! hat mich mal wieder verführt. Diesmal mit bzw. zu diesen absolut wundervollen Möhren in Parmesanpanade mit Salbei. Die haben mich sofort angelacht, so schön sahen die aus. Und schon allein das Wort "Parmesanpanade". Da muss man doch schwach werden, oder? Überhaupt die Idee, Möhrchen so fein zu panieren... Da muss man erst mal drauf kommen, liebe Living at Home-Readation. Geniale Idee, wirklich!
Und dann noch etwas Salbei dazu. Da muss ich zwar zuerst immer an Hustenbonbons denken, aber wenn der in Butter geschwenkt wird (was ich einfach mal als Erweiterung des Rezeptes getan hab), dann kann ich definitiv nicht mehr widerstehen!
Juliane hat sie als warme Tapas gegessen, und schlägt eventuell etwas Fleisch dazu vor. Beides klingt absolut lecker, aber mein Hunger war für Tapas zu groß, der Fleischhunger gleichzeitig aber zu klein. Also hab ich spontan einfach - nachdem ich ja eh schon vorhatte, das Rezept um etwas Butter zu erweitern - Reis dazu gekocht und diesen nach den Möhrchen noch in der restlichen Salbeibutter geschwenkt. Phantastisch sag ich euch:


Hühnchen in leicht scharfer Zucchini-Erdnuss-Soße mit Reis

Mmmmh, hatte ich da mal wieder Lust drauf! Eigentlich schon fast seltsam, da ich Erdnussbutter wirklich nur verkocht oder verbacken aber nicht pur auf dem Brot mag. Aber als Soße: En Traum. Und Zucchini passen da echt gut rein, ebenso wie eine leichte Schärfe. Und da eh Sojasoße drin ist auch in eben dieser mariniertes Hühnchen.
Nur hab ich mir das beim Metzgerbesuch schon fast wieder anders überlegt: Gibt es denn keine kleinen Bio-Hühner? Sprich mit Körbchengrößen unter Doppel-D? Oder bin ich die Einzige, die sich immer erstmal alle zeigen lässt um dann von der kleinsten nur die rechte oder linke mitzunehmen? Was müssen das denn für rießen Vögel sein, dass die kleinste Brust noch immer 500 g wiegt?
Naja, die erste Hälfte der Hälfte wurde heute jedenfalls erstmal ausführlich in Sojasauce baden geschickt, um sie anschließend mit ein paar Zucchini, Chili und Erdnussbutter in eine Pfanne und anschließend ins Reisgetümmel zu werfen. Naja, für's Foto eigentlich erstmal nur neben den Reisberg, aber der wurde anschließend bestiegen, gesprengt und abgebaut.
Die Soße wirkt übrigens erstmal etwas dick und schluckt viele Farben, mit dem Reis gemischt gibt sich das aber und es schmeckt einfach volle lecker. Um genau zu sein so lecker, dass die zweite Hälfte der Hälfte morgen eventuell genauso endet:)


Montag

Hochgestapelte Melanzane alla parmigiana

Der Sommer ist für mich ja oft so eine ganz schlimme Phase, da ich mich beim Einkaufen kaum vor frischen Zutaten retten kann und dann soviel kaufe, dass es zuhause weder in meinen Kühlschrank, meine Küche, geschweige denn meinen Bauch passen könnte.
Aber naja, dann gibt es eben umso mehr Gemüse, ist ja gesund. Auberginen hatten mich neulich jedenfalls auch mal wieder angelacht, und so sollte es Melanzane alle parmigiana geben, nachdem das Wetter nicht wirklich beständig genug ist, um eine Grillsession planen zu können.
Eigentlich ist das Rezept ja schon verbloggt, eigentlich dachte ich auch immer, dass ich dem nichts mehr hinzuzufügen sondern es lediglich noch ganz oft heimlich still und leise für mich zuzubereiten hätte.
Aber dann lachte mich doch neulich genau dieses Gericht aus der Juli-Ausgabe des tegut-Kundenmagazins an. Prinzipiell nichts ungewöhnliches, ist ein Klassiker, es ist Auberginensaison, und selbst die Zutatenliste entsprach grob meiner bisherigen.
Aber da war denn doch etwas, was mich so richtig begeistert hat: Die Auberginen waren nämlich längs in Scheiben geschnitten und mit den restlichen Zutaten ordentlich aufgestapelt! Was als Beilage einfach nur phantastisch aussieht, fast sämtliche zum-Teller-balancier-Unfälle ausmerzt, und somit auch nur für halb soviel Futter für das Fluchkassensparschweinchen sorgt:


Mittwoch

Wok-Gemüse mit grünem Spargel, Sojasauce, Honig und Chili

Gestern war anscheinend Wok-Gemüse-mit-dunkler-Soße-und-Honig-Tag. Ich wusste das auch nicht, hab aber frisch überfressen an meiner leckeren Abendessensportion beim anschließenden Um-die-Arbeit-Drücken festgestellt, dass sowohl bei Elly als auch bei Katharina gestern Gerichte auf den Tisch gekommen sind, die dem meinen sehr ähneln... :)
Das schöne an dieser Wok-Pfanne ist, dass sie unheimlich schnell geht, und ganz schön wandelbar ist. Außerhalb der Spargelsaison einfach ohne Spargel, mal mit etwas mehr Gemüse, mal mit etwas weniger, mal mit Fleisch, etc. Deswegen gab es sie bei mir in den letzten Wochen auch des öfteren, wobei ich meist so in Eile war, dass weder ein Rezept, geschweige denn ein Foto hier gelandet ist. Dafür aber heute gleich in zwei Abwandlungen, und mit ein paar Erweiterungstips:


Risotto mit karamellisiertem grünen Spargel und Walnusskernen

Marktstände sind wirklich unfair! In der gesamten Innenstadt lacht einen gerade überall frischer fränkischer Spargel an. Da kann man einfach kaum wiederstehen. Vor allem, wenn es wunderbar dünner grüner Spargel ist. Obwohl ich es natürlich auch toll finde, dass hier auf dem Markt weißer Spargel "kostenlos und umsonst" bzw. einen Stand weiter "gratis und umsonst" geschält wird. Dabei schälen die nicht mal umsonst, sondern wirklich gut und schnell, und die Schalen bekommt man auch noch mit.
Sorry, ich schweife ab. Zurück zum grünen Spargel und meinem Risotto. Das hab ich eigentlich wie immer zubereitet, nämlich mit im Ofen mit etwas Butter und Puderzucker leicht karamellisiertem grünen Spargel. So mag ich es am allerliebsten! Nur Zitrone hatte ich nicht da, aber nach kurzen verzweifelten Überlegungen wanderten stattdessen denn einfach ein paar Blatt Zitronenmelisse mit ins Alufolienpäckchen. Hat auch wunderbar gepasst.
Das einzig wirklich neue sind die gerösteten Walnusskerne. Die Idee dazu hab ich von hier. Und ich muss sagen: Durchaus lecker, verleiht dem ganzen nochmal etwas mehr Biss - obwohl ich den Spargel auch eher bissfest zubereite -, muss für mich jetzt aber nicht immer zwingend mit dabei sein. Irgendwie bin ich da vielleicht Purist. Denn der karamellisierte grüne Spargel an sich ist einfach schon ein Hochgenuss:


Samstag

Thunfischsteak mit Zitronen-Kräuter-Risotto und gefüllten Rondini

Beim Gründonnerstag hatte ich mich ja nur zufällig in die Riege deren eingereiht, die denn auch grün gekocht haben, aber am Karfreitag musste es natürlich Fisch geben.
Und zwar nach einem faulen Nachmittag im Hain etwas aufwändiger, etwas edler, aber zu zweit bzw. zu dritt in der Küche wirklich gut bewältigbar!
Auf Thunfischfilet hatten wir uns schnell geeinigt, bei der Beilage waren wir länger am überlegen. Aber Risotto war dann ein allgemein für gut befundener Vorschlag des Eigentümers meiner neu erworbenen Gastgrillwohnung, und als mich im Supermarkt noch die Rondini angelacht haben, wurde kurzerhand noch mein Zucchini-Tomaten-Camembert-Gemüse, nur eben ausnahmsweise in formschöne Rondini gefüllt, dazu serviert. Und kleine Salatreste, aber das ist ja nun weniger spektakulär und war eigentlich auch mehr Deko, denn wirklicher Bestandteil des Gerichtes.
Abgeschmeckt wurde alles mit Petersilie und Basilikum, und das Risotto hat passend zum Fisch einen leicht zitronigen Touch erhalten.
Dank vergessener Kamera musste für die Fotos mal wieder das Telefon des Eigentümers meiner Gastkochwohnung herhalten, aber so langsam haben wir auch bei ihm die Lichtverhältnisse raus, und ich bin ja dennoch immer wieder gebeistert von den Fotoergebnissen:


Donnerstag

Curry-Garnelen in Bananen-Kokos-Curry mit Reis

 Der Herr im Hause liebt Garnelen, weswegen es mal wieder Curry mit Garnelen gab.
Und weil ich gekochtes Obst so gerne mag, gab es diesmal mal wieder Bananen mit rein. Eigentlich war ich mir auch relativ sicher, dass er die auch mögen würde, aber dann kam nach ein paar Bissen die Frage "Hast du da Banenen mit rein?". Schluck. Jaaaa... "Das ist voll genial!". Puh! Glück gehabt. Und dieser Satz fiel dann in Abwandlungen noch das eine oder andere Mal... :)
Nur das einzige Problem an Currygerichten konnte ich noch immer nicht lösen: Sie sehen auf Fotos nicht besonders appetitlich aus, wenn man nicht foodfotographenmäßig alles getrennt statt lecker zusammen in einem Topf gekocht auf den Teller bringt. Aber solange es schmeckt, ist ja alles in Ordnung:


Melanzane alla parmigiana - Italienischer Auberginenauflauf

Eigentlich etwas zeitaufwändig in der Zubereitung, aber ich hatte mal wieder richtig Lust darauf.
Der Auflauf kann sowohl pur, als Beilage zu Fleisch, mit Reis oder einfach mit etwas Brot als Vorspeise serviert werden. Und am besten lauwarm!
Aber zwei Fragen haben sich soeben ergeben: Zum einen, was eigentlich alle anderen machen, damit sie immer so unglaublich sauber blitzende Auflaufformen fotografieren? Oder ist das nur Photoshop?
Und zweitens, ob außer mir eigentlich auch noch andere vergessen, die schon fertig gehackten Kräuter über - in diesem Fall - den Auflauf zu geben, bevor er fotografiert wird? Ich hab sie schon wieder erst wieder gesehen, als ich den Auflauf schon aus der Form raus hatte. Und dabei sieht er mit etwas Grün darauf noch viel leckerer aus:


Dienstag

Recette réunionnaise: Rougail Saucisse

Für die französische Woche beim Discounter war ich leider zu spät dran, und der französische Markt hier in der Stadt entpuppte sich als bloße Ansammlung von Käse- und Salamiständen. Auch nicht schlecht, aber eben wieder keine Merguez.
Beim Metzger hab ich dann immerhin Würstchen bekommen, die er mir als "fast genauso" angepriesen hat. Sich aber leider als wesentlich weniger würzig und scharf entpuppt haben. Naja.
Aber trotz dieses Mangels war es schön, endlich mal wieder immerhin eine Annäherung an ein Rougail Saucisse zu essen. Ich würde es mal als eines der typischsten réunionesischen Gerichte bezeichnen. Immerhin bekommt man es wirklich überall, und bei fast jedem Sonntagsnachmittagsfamilienpicknick am Strand war es mit dabei. Also nicht, dass ich da als Student ständig dabei war, aber Sonntags ist der sonst fast menschenleere halbwegs schattige, baumbewachsene Abschnitt hinter fast jedem Strand plötzlich voller Menschen, Tischen, Stühlen, Unmengen an Essen, Musik, ...
Aber zurück zum Rougail Saucisse, einem eigentlich relativ simplem, scharfen Ragout aus Würstchen, Tomaten und Zwiebeln. Und dazu natürlich Reis:


Freitag

Risotto mit Paprikagemüse

Heute gibt es statt abenteuerlicher Eigenkreationen gleich nochmal ein ordentlichst aus einem Kochbuch nachgekochtes Essen. Und zwar aus dem gleichen Tomaten-und-Paprika-Kochbuch wie die Cipollata gestern.
Ich war übrigens richtig stolz, weil ich dachte, mich - bis auf die fehlende Paprikapaste - komplett an das Rezept gehalten hab. Dazu bin ich nämlich eigentlich nicht fähig, weil ich immer irgendwann einfach nach Gefühl weiterkoche, statt immer wieder ins Buch zu sehen. Aus diesem Grund werden auch Tütengerichte, denen man noch frische Zutaten zufügen muss, bei mir meistens nichts. Aber das ist eine andere Geschichte.
Jedenfalls hab ich mich selbst an Gewürzangaben genau gehalten und hierfür sogar die Paprikaschoten geschält, obwohl ich das meist überflüssig finde. Aber gebacken schmecken sie einfach anders, also hab ich den Mehraufwand gerne in Kauf genommen. Nur fiel mir irgendwann auf, dass mein Paprikagemüse irgendie grünstichiger ist, als im Original. Also nochmal nachgelesen, und siehe da: Mein Supermarkt um die Ecke, der Lauch- / Frühlings- / oderwieauchimmer-Zwiebeln unter dem Namen "Schlotten" verkauft, hat mein Unterbewusstsein anscheinend soweit beeinflusst, dass ich statt "SchAlotten" nur "Schlotten" gelesen hab...
Eieiei. Hinzu kam noch, dass ich dann auch noch feststellen durfte, dass matschiger Reis und matschiges Paprikagemüse nicht wirklich fotogen sind.
Aber immerhin schmeckt es ganz wunderbar! Obwohl es für ein Mittagessen vielleicht eigentlich etwas zu weinlastig ist. Aber angesichts dieser frustrierender Missgeschicke, darf man sich sowas schon mal gönnen:



Sonntag

Recette réunionnaise: Poulet à la Vanille

Nachdem es gestern die etwas aufwändigere Variante mit Lentilles de Cilaos gab (siehe hier), heute das "normale" réunionesische Hühnchengeschnetzelte in Vanillesoße. Leider sieht Geschnetzeltes auf Fotos nicht ganz so attraktiv aus, aber es schmeckt wirklich wunderbar, und die ganze Küche riecht nach frischer Vanille...
Dazu gab es Reis und ein scharfes Rougail Tomate. Hört sich erstmal seltsam an zu Hühnchen in feiner Vanille-Kurkuma-Sahnesoße, passt aber wirklich gut dazu (wenn man es scharf mag):


Samstag

Recette réunionnaise: Poulet à la Vanille avec des Lentilles de Cilaos

Eigentlich wollte ich heute - nachdem es die ganze Woche irgendwie nichts wirklich gekochtes, sondern lauter kleine Snacks gab - ein Rougail Saucisse kochen. Eines der klassischen réunionesischen Gerichte. Nur leider ist es außerhalb der Grillsaison - und vielleicht zusätzlich an einem Samstag Nachmittag, an dem die meisten Metzger schon zu hatten - nicht ganz so einfach, in Deutschland Merguez zu bekommen.
Also hab ich spontan umdisponiert. Und jetzt gibt es dieses Wochenende eben ein anderes und etwas edleres réunionesisches Gericht: Hühnchen in Vanillesoße. Ein Gericht, das dort im Restaurant gerade mal soviel kostet, wie man hier allein für ausreichend echte Bourbon-Vanille los wird; aber es schmeckt wirklich unheimlich lecker (und zugegebenermaßen bin ich noch im Besitz unzähliger von Réunion importierter Vanilleschoten, weswegen es für mich nicht sooo teuer ist).
Morgen gibt es die etwas einfachere Variante, wie man Poulet à la Vanille auf ganz Rénunion serviert bekommt. Heute erstmal die etwas aufwändigere Version mit Linsen, wie sie in einem der réunionesischen Bergkessel (dem Cirque de Cilaos) zubereitet werden. Und nicht wundern, dass die Soße gelb ist, da ist zwar nur natürliche Vanille drin, aber typisch réunionesisch eben auch Kurkuma:


Mittwoch

Scharfes Hühnchen und Gemüse in Hoi Sin Sauce mit Reis

Zur würdigen Überreichung eines Geburtstagsgeschenkes in Form eines Woks wurde dieser mit einem dreigängigen Menü gleich gemeinsam eingeweiht. Es gab Peking-Suppe, dieses Hähnchen und gebackene Bananen mit Honig im Knuspermantel. Die Rezepte kommen in den nächsten Tagen der Reihe nach, auch wenn ich ab Donnerstag schon wieder in der Weltgeschichte rumreise.
Hier erstmal der Hauptgang. Schmeckt übrigens besser, als es die alles braun färbende Hoi Sin Sauce optisch vermuten lässt:


Donnerstag

Rind mit Karotten-Zucchini-Gemüse

Schwaben sparen ja gern, also verwenden sie auch gerne Probepäckchen. Und ein bischen hat das abgefärbt. Ich hatte ein Rinder-Bouillon-Pröbchen in Form von Miniwackelpudding. Also musste Rind her. Und dazu Gemüse und Reis. Klar, wenn es nur Bouillon dazu gibt. Das in den Infobroschüre angegebene Rezept enthielt erstens Gemüse, dass ich in München nicht auf den Tisch bringen darf, zweitens sagte es mir auch selbst nicht ganz so zu. Also wurden versuchsweise einfach nur Karotten und Zucchini gestiftelt, und eine rote Zwiebel, Knoblauch und ein klein wenig Lauchreste aus dem Kühlschrank zugegeben.
Und immerhin das Gemüse war dann richtig gut. Von der Bouillon hingegen war ich nicht so überzeugt. Bzw.: Sie schmeckt viel zu sehr nach künstlich starkem Bouillonaroma. Also lieber nur ein halbes Päckchen nehmen, dann müsst es passen. Oder einfach den Fond, der durch das verwendete Rindfleisch entsteht, noch ein bisschen kräftiger würzen.
Optisch wie immer die typischen Licht- und Schärfeprobleme des Auswärtskochens... Aer irgendwann wird's nochmaö gekocht und die Fotos eventuell ausgetauscht:


Montag

Mexikanische Reispfanne

Mein kleiner Bruder hat vor einiger Zeit zuhause gekocht. Da meine alten Kinderkochbücher entsprechend offen rumlagen, hab ich mal wieder einen Blick hineingeworfen. Und bin über ein Gericht gestoßen, dass ich als Kind zwar ab und an kochen durfte, seitdem aber nie mehr so zubereitet hab. Nicht, weil es nicht schmeckt. Tatsächlich musste ich eher lachen, da das Rezept in seiner Grundrezeptur eigentlich in einige meiner Reisgerichte eingeflossen ist, auch wenn es nie wieder genau so simpel und lecker zubereitet wurde, wie damals. Aber jetzt endlich mal wieder:


Mittwoch

Schlikschlak

Seltsamer Name, aber wir haben es irgendwann in meiner Kindheit so getauft. Schlikschlak ist die Schaschlik-Variante für Faule und Soßen-Fanatiker. Da beides auf mich zutrifft, ist es entsprechend die Variante, die bei mir öfter als die tatsächlichen Spieße auf den Tisch kommt.
Da ich aber noch Reste - also rohe - hatte, und mein Kühlschrank bis Freitag halbwegs leer sein sollte, gab es eben gleich nochmal "Schaschlik", nur diesmal wirklich mit Ketchup-Soße im engeren Sinn:


Schaschlik-Spieße mit Reis

Leider nicht vom Grill, aber irgendwie gibt es die bei mir auch immer eher gen Herbst oder Winter. Ganz klassisch gehören sie mit Lamm oder Hammelfleisch zubereitet, aber es geht genauso mit Schwein oder Rind.
Und es ist eines der ganz ganz wenigen Gerichte, bei denen ich Ketchup als "Soße" akzeptiere, selbstgemachte Tomatensoße ist aber natürlich noch besser. Dazu wahlweise Reis, grüne Blattsalate oder einfach nur Brot servieren:



Samstag

Milchreis mit Bratapfel

Was macht man, wenn man sich nicht entscheiden kann? Richtig, man kombiniert einfach beides. Und nachdem man Milchreis ja oft genug mit Zimt und Zucker und / oder Apfelmus isst, dachte ich, dass ein Bratapfel nicht so fehl am Platze sein könnte. War nicht wirklich aufwändig, da man ja beides eigentlich nur vorbeiretet und dann noch den Reis ab und an umrühren muss, und nach einer halber Stunde ist beides fertig. Alternativ könnte man sicher auch das Bratapfel-Kompott dazu reichen.
Aber erstmal zum Milchreis mit Bratapfel. Denn siehe da: Passt ganz wunderbar!


Freitag

Ananas-Reis-Auflauf

Die die Ananasdose nunmehr eh schon auf war, konnte ich endlich mal wieder die gratinierte Variante eines einfaches Milchreises mit Ananas zubereiten: