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Donnerstag

Green Smoothie für Unmutige: Kiwi-Bananen-Smoothie

Kennt ihr Green Smoothies? Die sollen ja voll gesund sein. Aber mir machen die echt noch Angst, denn die bestehen zu 40% aus Grünzeugs. Also Grünzeugs im Sinne von Salaten, grünem Gemüse oder Kräutern. Bei relativ geschmackslosen Salaten kann ich mir das ja irgendwie noch vorstellen, aber so ein Bündel Petersilie in meinem Obst-Smoothie? Dafür reicht der Mut noch lange nicht.
Um mich aber immerhin langsam heranzutasten, hab ich mich jetzt erstmal an die Farbe statt den Geschmack herangewagt. Und siehe da: Kiwigrün samt schwarzen Kernen sieht weder ungesund noch eklig aus und schmeckt einfach wunderbar! Mal sehen, ob ich das nächste Mal vielleicht schon ein bisschen mutiger bin und zumindest ein paar grüne Blättchen mit hineinmogele:


Montag

Die Basenwoche. Tag 6.
Frühstück: Kokos-Dattel-Shake mit Zimt
Mittagessen 1: Spinatsalat mit Austernpilzen, Kirschtomaten & Sesam
Mittagessen 2: Klare Kartoffel-Steinchampignon-Suppe
Abendessen: Blumenkohl-Kartoffel-Pfanne auf indische Art

Tag 6. Mir gehts super. Ich bin erholt, entspannt und topfit. Aber ob das nun am Entschlacken oder schlicht am Entspannen liegt? Keine Ahnung. Ist mir aber auch egal.
Was mich allerdings doch sehr verwundert ist, dass ich immer weniger Heißhunger auf die ganzen verbotenen Lebensmittel hab. Anfang der Woche hätte ich für ein Stückchen Käse gemordet. Heute würde ich leichtfertig die Woche noch um ein paar Tage verlängern. Bin ich nun nur entgiftet oder am Ende vielleicht nur gar nicht ganz so diätungeeignet, wie ich immer dachte? :)
Fragen über Fragen, also kommen wir lieber zurück zu dem, wozu wir wirklich etwas sagen können: Leckerem basischen Essen.

Zum Frühstück gab es heute einen Kokos-Dattel-Shake, der mich vom Namen her von Anfang an unheimlich angelacht hatte. Frische Datteln bekommt man zur Zeit ja zum Glück auf dem Markt, und mit dem Zimt drin schmeckt es laut dem Herrn der Gastkochwohnung auch ganz wunderbar weihnachtlich. Ich hab wohl etwas weniger Zimt erwischt, denn meiner schmeckte eher nach Südseeurlaub.
Einig waren wir uns allerdings, dass man den Shake am besten zurück in eine Kokosnuss füllen sollte, denn sonderlich ansehnlich ist dieses hellbraune Säftchen nicht...

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Kokos-Dattel-Shake


Zutaten (pro Portion)

- Datteln (3 frische)
- Kokosmilch (200 ml frische - ersatzweise Kokoswasser und eventuell ein paar Kokosflocken)
- Zimt (eine Prise)


Zubereitung (10 MInuten)

Datteln aufschneiden und Kerne entfernen. Anschließend mit der Kokosmilch (oder dem Kokoswasser und den Kokosraspeln) pürieren. Mit Zimt abschmecken.

Bei Zugabe von Kokosflocken eventuell durch ein Sieb ins Glas füllen.


Preis (pro Portion) 1,00 Euro

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Da so ein kleines fruchtiges Frühstück einfach echt nicht lange vorhält, überkam mich mittags dann ein solcher Heißhunger, dass meine Austernpilze nur wahlweise im Salat untergehen oder nur als Vorspeise dienen konnten. Ich entschied mich für letztere Variante und kochte nebenbei noch schnell ein klares Champignon-Kartoffel-Süppchen.
Aber fangen wir mit dem Salat an: 

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Babyspinat-Salat mit gebratenen Austernpilzen, Kirschtomaten und Sesam


Zutaten (pro kleiner / Vorspeisenportion)

- Babyspinat (eine Hand voll)

- Austernpilze (etwa 6 Stück, gute 100 g)

- Kirschtomaten (etwa 6 Stück)

- Zitronensaft (etwa 1 EL)
- kaltgepresstes Sesamöl (etwa 2 EL plus welches zum anbraten)

- Pfeffer, Meersalz

- Sesam (ein guter EL)

- Kresse (wahlweise 1 TL)


Zubereitung (15-20 Minuten)

Babyspinat waschen, putzen und grob trocknen.

Sesam kurz in einer Pfanne anrösten, anschließend beiseite stellen.

Die Austernpilze putzen und in heißem Sesamöl anbraten.

Kirschtomaten waschen und halbieren.

Aus Zitronensaft, Sesamöl und etwas Wasser mit einem Milchaufschäumer ein Dressing anrühren. Dieses mit Pfeffer und Salz abschmecken.

Den Salat mit dem Dressing anmachen. Den gerösteten Sesam untermengen. Und mit den gebratenen Austernpilzen, den Kirschtomaten und etwas Kresse dekoriert servieren.


Preis (pro Portion) 2,40 Euro

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Und damit auch direkt zur anschließend gereichten klaren Kartoffel-Champignon-Suppe. Eine klare Pilzsuppe steht nämlich eh schon seit letztem Winter auf meiner imaginären Nachkochliste. Und die ist basisch, yeah! Noch ein paar Kartoffeln als Sättigungsbeilage mit rein und natürlich mit der guten, basischen, selbst gemachten Gemüsebrühe gekocht.
Das Ergebnis war nicht schlecht, aber ich glaube, das nächste Mal probier ich es "teilpüriert".

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Klare Kartoffel-Steinchampignon-Suppe


Zutaten (pro großer Portion)

- Egerlinge (gute 150 g)
- Kartoffel (eine größere)
- Lauchzwiebeln (zwei)
- Kaltgepresstes, neutrales Öl (2 EL)
- Gemüsebrühe (600 ml)


Zubereitung (30-40 Minuten)

Kartoffel schälenund in Würfel schneiden. Champignons putzen und in Scheiben schneiden. Lauzwiebeln waschen, trocknen, putzen und in Streifen schneiden.

Das Öl in einer Pfanne erhitzen und zuerst die Kartoffel darin kurz anbraten. Anschließend die Champignons zugeben.

Lauchzwiebeln zugeben, mit warmer Gemüsebrühe aufgießen und zugedeckt etwa 20-25 Minuten köcheln lassen.

Anschließend mit Pfeffer und Salz abschmecken.


Preis (pro großer Portion) 1,70 Euro

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Was man übrigens auch viel zu selten macht, wenn nicht gerade Basenwoche ist, was aber richtig toll ist: Ins Thermalbad fahren. Dabei ist es so herrlich entspannend, ein bisschen auf Salzwasser rumzuschweben, gemütlich ein paar Runden zu ziehen, sich von diversen Waserstrahlstärken und -größen massieren zu lassen oder einfach nur ewig lange faul im Dampfbad rumzuliegen.

Zur Stärkung dafür gab es bei uns Blumenkohl auf indische Art. Von dem wir soviel gekocht haben, dass tatsächlich zum ersten Mal in dieser Woche etwas übrig blieb. Warum, weiß ich selbst nicht so recht. Denn lecker war es. Und bisher war vor allem einer der Herren eigentlich beständig latent hungrig ob des ganzen puren Gemüses. Aber anscheinend wird man(n) nach einiger Zeit auch von Grünzeug satt... ;)

Das Rezept ist übrigens gewürztechnisch ganz schön abgewandelt worden - was aber weniger am Originalrezept denn an uns schlichtweg sponatn fehlenden Zutaten liegt:

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Blumenkohl-Kartoffel-Pfanne auf indische Art



Zutaten (für 3 Portionen)

- Blumenkohl (ein großer)
- Kartoffeln (etwa ein gutes Kilo)
- Erbsen (250 g, hier TK)
- Tomaten (etwa 6 Stück)
- neutrales, kaltgepresstes Öl
- Gemüsebrühe oder Wasser (etwa 500 ml)
- Kurkuma (ein guter TL)
- Cayennepfeffer (nach Geschmack)
- Kreuzkümmel (1/2 TL)
- Pfeffer, Meersalz


Zubereitung (50 Minuten)

Blumenkohl waschen und in Röschen teilen.

Kartoffeln schälen und in große Stücke schneiden.

Das Öl in einer Pfanner erhitzen, Curcuma, Kreuzkümmel und Cayennepfeffer zugeben und kurz darin anschwitzen.

Anschließend Blumenkohl und Kartoffelwürfel zugeben und kräftig darin anbraten.

Die Tomaten würfeln und zusammen mit der Gemüsebrühe zugeben.

Zugedeckt etwa 20-25 Minuten köcheln lassen.

Die TK-Erbsen kurz vor Ende der Kochzeit zugeben (frische am Anfang mit den Tomaten zugeben!) und alles mit Pfeffer und Salz abschmecken.


Preis (pro Portion) 2,00 Euro

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Fazit Tag 6

Was soll ich sagen? Mir geht es super, ich bin entspannt, bester Laune, fit und wohlgenährt. Alles bestens. Woran das nun liegt ist mir egal, denn bis auf den schweren Start am ersten Tag, war es bisher einfach nur eine sehr entspannte, schöne und kulinarisch durchaus ansprechende Woche. Was will man mehr... :)

Samstag

Die Basenwoche. Tag 4.
Frühstück: Orangen-Bananen-Mandel-Saft
Mittagessen: Italienischer Salat mit Oliven, Paprika, Zucchini & Tomaten
Snack: Mandeln mit Kräutern der Provence
Abendessen: Gebackene Rosmarinkartöffelchen mit Ratatouille

Tag 4. Eigentlich alles beim Alten. Nur die Essensportionen werden so langsam etwas größer. So eine "normale" Salatportionsgröße reicht mittags einfach nicht aus, wenn es draußen Minusgrade hat, man morgens nur ein Säftchen zu sich nimmt und immer erst abends was wirklich sättigendes zwischen die Kiemen kriegt. Basenfasten ist echt nicht für mein Essverhalten konzipiert.

Da hilft auch das viele trinken nicht gegen an. Wobei mich das ja so langsam echt ein bisschen zu nerven beginnt. Also nicht, dass es nur stilles Wasser und Kräutertee ist. Das trink ich ja sonst auch ständig. Nur: Drei Liter sind einfach doppelt soviel Flüssigkeit wie normal - was mich zum reinen Durchlauferhitzer mutieren lässt, der ständig mal nochmal wo hin muss... ;) 

Naja, dafür schmeckt weiterhin alles. Manches sogar so gut, dass es gleich nochmal gemacht wird. Wie der Orangen-Bananen-Mandel-Saft von Tag 2, den es heute schon wieder gab. Ich find ja immer noch, dass es etwas seltsam klingt, kann aber nur sagen: Probiert das aus, es ist echt richtig lecker!

Komplette Tage werden aber nicht wiederholt, und so gab es zum Mittagessen einen Italienischen Salat, den ich noch mit etwas geriebener Zucchini verfeinert, und Mengen und Dressing etwas abgeändert hab. Lecker - und in großer Portionsgröße auch sättigend:

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Italienischer Salat


Zutaten (pro Portion)

- Blattsalate (eineeinhalb Hand voll, hier Endivien- & Kopfsalat)
- Paprika (1/2 rote Schote)
- Schwarze Oliven (etwa 10-12 - ohne Essig und Knoblauch eingelegt)
- Zucchini (etwa 1/4 mittelgroße)
- Kirschtomaten (etwa 6-8)
- Frühlingszwiebel (eine dünne oder eine halbe)

- Apfelsaft (frisch gepresst von einem halben Apfel)
- Zitronensaft (1-2 EL)
- kaltgepresstes Olivenöl (2-3 EL)
- Wasser
- Pfeffer, Meersalz
- Basilikum, Oregano, Thymian, Rosmarin (etwa 2 TL frisch gehackt)


Zubereitung (15 Minuten)

Salat waschen, grob trocknen, putzen und in Stücke reißen.

Restliches Gemüse ebenfalls waschen, trocken und putzen.

Die Zucchini fein reiben. Paprika in feine Streifen schneiden. Kirschtomaten halbieren. Abgetropfte Oliven und Lauchzwiebeln in feine Ringe schneiden.

Aus frisch gepresstem Apfelsaft, etwas Zitronensaft, Öl und Wasser mit einem Milchaufschäumer ein Dressing anrühren und mit Pfeffer, Salz und frisches Kräutern abschmecken.

Dressing und Gemüse zum Salat geben und alles gut vermischen.


Preis (pro Portion) 2,30 Euro

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Auch wenn der Salat groß war: Nachmittags kommt immer irgendwann der Hunger wieder. "Drei bis vier Mandeln" darf man dann bspw. zu sich nehmen. Also bei uns sind das immer ein paar mehr. Aber ab heute mit Kräutern der Provence aufgepeppte Mandeln. Hab ich vor ein paar Wochen nämlich mal probiert, und wollte das dann unbedingt mal selbst machen. Welch glücklicher Zufall, dass die basisch sind! Also nix wie ran: Die Mengen sind nur sehr grobe Angaben, erster Versuch halt. Und die Kräuter dürften ruhig etwas feiner gemörsert sein. Aber man ist ja soooo schwach in einer Basenwoche - bzw. zumindest wurde uns das vorher erzählt. Tatsächlich war ich nur zu faul. Erstmal sehen ob das überhaupt so funktioniert, wie ich mir das vorstelle. Und: es hat funktioniert! Nächstes Mal wird dann also feiner gemörsert und abgewogen!

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Mandeln mit Kräutern der Provence


Zutaten (für etwa 50 g)

- Mandeln (etwa 50 g - je besser die sind, desto besser natürlich das Ergebnis)
- Kräuter der Provence (1 gehäufter TL)
- Salz (eine gute Prise)


Zubereitung (10 Minuten plus etwa 15 Minuten Trockenzeit im Backofen)

Die Kräuter mit dem Salz fein mörsern (je feiner, desto besser haften sie an den Mandeln, aber meine faule erster-Versuch-nur-mal-schauen-Variante schmeckt auch!).

Anschließend etwa 1 EL Wasser zu den Kräutern geben, so dass eine zähe Masse entsteht.

Die Mandeln zu den Kräutern geben und darin wenden, bis die Kräuter gut an ihnen haften.

Anschließend auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und bei 50°C im Ofen etwa 15 Minuten trocknen.


Preis (pro Portion) minimalst mehr, als der Preis der Mandeln... ;)

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Das Abendessen - Gebackene Rosmarinkartoffeln mit Ratatouille - wurde heute wieder gemeinsam begangen und mit den Worten geedelt: "Das war jetzt ja echt richtiges Essen! Da hat man gar nicht gemerkt, dass das basisch war!". Dass es nicht so ganz basisch war, weil gekochte Tomaten sauer wirken, hab ich erst hinterher festgestellt. Naja, in weißer Voraussicht hatten wir nur ganz wenige verwendet. Und ja auch auf Knoblauch verzichtet. Also vielleicht alles halb so wild?
Wirklich genial und ganz sicher basisch waren aber die Rosmarinkartöffelchen! "Bamberger Hörnla" sind nicht nämlich nur die trockenere fränkische Version einen federleichten Croissants, sie sind vor allem auch eine richtig leckere Kartoffelsorte, bei der man definitiv zugreifen sollte, wenn man sie mal irgendwo sieht! Nussiges Aroma und als Backofenkartoffeln oder Salat echt genial.

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Gebackene Rosmarinkartöffelchen mit Ratatouille


Zutaten (für 3 Portionen)

- Zucchini (zwei mittelgroße)
- Aubergine (eine große)
- Paprika (eine Schote, wahlweise rot, gelb oder grün)
- Zwiebel (eine große, idealerweise eine Gemüsezwiebel)
- kaltgepresstes Olivenöl (einige EL)
- Tomaten (hier 5 Flaschentomaten)
- Gemüsebrühe (etwa 300 ml)
- Pfeffer, Meersalz
- Rosmarin, Thymian, Oregano, Basilikum, o.ä. (hier eine bunte Mischung, etwa 1-2 EL)

- Kartoffeln (900 g, hier Bamberger Hörnla)
- kaltgepresstes Olivenöl (2-3 EL)
- Rosmarin (1 Zweig)
- Meersalz


Zubereitung (50-60 Minuten)

Kartoffeln gut waschen und abtrocknen.

Anschließend gegebenenfalls putzen und je nach Größe halbieren.

Mit Öl, Rosmarinnadeln und Salz gut vermischen und auf ein Backblech geben.

Das Gemüse waschen, trocknen und putzen.
Zucchini in dickere Scheiben, Aubergine in halbierte oder geviertelte dickere Scheiben, Paprika in Streifen und die Zwiebel in breitere Ringe schneiden.

Tomaten wahlweise waschen oder häuten und anschließend in kleine Würfeel schneiden.

Die Kartoffeln bei 200°C etwa 30 Minuten backen.

Zucchini und Aubergine in nicht zu kleinen Pfannen von beiden Seiten in Olivenöl anbraten.

Zwiebel und Paprika gemeinsam anschwitzen, anschließend das restliche Gemüse zugeben und mit der Gemüsebrühe aufgießen.

Fein gehackten Rosmarin zugeben und mit etwas Pfeffer und Salz leicht abschmecken.

Zugedeckt etwa 20 Minuten leicht köcheln lassen.

Anschließend die restlichen Kräuter zugeben und nochmal mit Pfeffer und Salz abschmecken.

Zusammen mit den Rosmarinkartoffeln servieren.


Preis (pro Portion) 2,80 Euro

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Fazit Tag 4

Tag 4? Wie, die Hälfte ist schon rum? Wow! Aber: Wo bleibt die große Wirkung? Bisher keine geistige Erleuchtung. Auch kein neues Körpergefühl, nur etwas entspannter. Gewichtsverlust können wir alle nicht so wirklich beurteilen, bezweifeln es jedoch. Ist aber auch egal, denn wir essen wirklich gut und zudem bewusster, entspannen mal wieder ein bisschen und es geht uns eben einfach gut. Vielleicht waren wir ja auch einfach schon so unheimlich erleuchtet und basisch...? ;)

Einer immerhin hatte die ersten Tage etwas zu kämpfen, was sich so langsam legt. Wir wissen aber nicht, ob das nur am harten Einstieg mit Kater am ersten Basentag liegt, Entgiftungserscheinungen sind oder einfach nur der kalte Entzug. Aber wie auch immer: Es geht nach den ersten paar Tagen aufwärts, und das ist doch das wichtigste!

Das Zwischenfazit fällt also definitiv schonmal positiv aus! Dennoch freuen wir uns auch schon auf die Säurenzufuhr nächste Woche. Jeder vermisst ja was anderes am meisten: Das geht von einem Käsebrot über Kaffee & Kippe und Feierabendbier bis hin zu einem großen Batzen Fleisch. Aber mittlerweile können wir darüber sprechen ohne zu sabbern. Es scheint so langsam absehbar und fühlt sich mehr nach Vorfreude als Tortur an. Und ich bin ja echt gespannt, was dann tatsächlich das erste "Sündigen" werden wird...

Donnerstag

Die Basenwoche. Tag 2.
Frühstück: Orangen-Bananen-Mandel-Shake
Mittagessen: Grüner Salat mit Egerlingen, Orangenfilets und Walnüssen
Abendessen: Bunte Kartoffel-Gemüse-Suppe

Tag 2. Und alles ist anders! Nachdem der gestrige Tag geschmacklich eher ein Reinfall war, haben wir uns heute bei allen Rezepten etwas aus dem Fenster gelehnt. Natürlich nur basische Zutaten, keine zu wilden Mischungen und mild gewürzt. Aber etwas abwechslunsgreicher, pfiffiger und mit Biss. Da hatte ich dann geschmacklich echt nichts mehr auszusetzen - auch wenn mir auf Dauer ein paar Zutaten dennoch fehlen würden... ;)

Was hingegen durchaus noch etwas Übung bedarf: Den Tag stressfrei um zwei heimische und einen externen Essenstermin, einen Großeinkauf auf dem Markt, ein paar Leseeinheiten zuhause, einen Bibliotheksbesuch, ein basisches Fußbad, undundund herumzuplanen. Etwas weniger zu arbeiten funktioniert ganz gut, aber der Freizeitstress lässt definitiv grüßen. Ich sehe es ja kommen, dass ich die perfekte Planung erst am siebten Tag herausfinde. Dann halt, wenn die alte Ordnung wieder praktikabel wird.

Aber kommen wir zum Essen! Das Frühstück sollte ein Bananen-Orangen-Shake werden. Der lachte mich ja nicht so an: Pürierte Banane mit gemahlenen Mandeln und Orangensaft, naja. Aber: Das ist erstaunlich gut. In der Kombination zwar noch etwas fad und fast leicht bitter, aber mit zusätzlich ein, zwei Mandarinen und einer Prise Zimt wirklich lecker. So lecker, dass es ihn wieder geben wird:

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Orangen-Bananen-Mandel-Shake


Zutaten (pro Portion)

- Orangen (2 Stück)
- Mandarine (eine große oder 2 kleinere)
- Banane (eine reife)
- gemahlene Mandeln (1 EL)
- Zimt (eine kleine Prise)


Zubereitung (keine 10 Minuten)

Zitrusfrüchte auspressen, Banane grob zerkleinern und alles zusammen kurz pürieren.


Preis (pro Portion) 1,40 Euro

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Mittags gab es wieder Salat. Wobei: Mittags? Beim Durschnittsstudenten gegen zwei oder drei, also doch eher nachmittags. Aber wir gehen jetzt einfach mal davon aus, dass unser jahrelang falsch antrainierter Tagesrhythmus auch irgendwie richtig ist und wir deswegen nicht nur bis 18, sondern eher bis 21 Uhr was essen dürfen. Wir fangen ja auch später an... ;)

Jedenfalls: Salat. Feldsalat mit Champignons um genau zu sein. Der Herr von der Gastgrillwohnung hatte den gestern schon, war aber nicht wirklich begeistert. Also hab ich den zu einem "gemischten Blattsalat mit Egerlingen, Orangenfilets und gerösteten Walnüssen" aufgemotzt. Sehr lecker, trotz Zitronendressing.
Basentechnisch fraglich ist jedoch, ob man Obst und Gemüse mittags überhaupt kombinieren darf. Und ganz allgemein frage ich mich, ob ich Entzugserscheinungen habe, mein plötzlich basisches Hirn komisch tickt, oder ob der Blauschimmelkäse, den ich mir dazu so gut vorstellen könnte, auch wirklich gut rein passt. Naja, ich werd es wohl nächste Woche ausprobieren müssen. Mit 18% Käse im Salat und 2 % Essig. 20% Säure sollten es im Alltag ja sein... ;)

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Gemischte Blattsalate mit Egerlingen, Orangenfilets und Walnüssen


Zutaten (pro Portion)

- grüne Blattsalate (etwa ein knapper halber Kopf Lollo Bianco, Kopfsalat, Endivien, ...)

- rote Zwiebel (eine halbe kleine)
- Zitronensaft (etwa 1 guter EL)
- Orangensaft (etwa 2 EL)
- kaltgepresstes Olivenöl (etwa 2 EL)
- Pfeffer, Meersalz
- Thymian (etwa 1/2 TL bis TL)

- Egerlinge (3-4 mittelgroße)
- Orange (eine kleine)

- Walnüsse (2 Stück, also 4 Hälften)


Zubereitung (10-15 Minuten)

Salate waschen, putzen, grob trocken schleudern und in Stücke zupfen.

Die Orangenschale abschneiden und die Filets heraustrennen. Saft dabei auffangen.

Die Egerlinge putzen, Böden der Stiele abschneiden und in möglichst dünne Scheiben schneiden.

Die Walnüsse knacken, grob hacken und in einer Pfanne kurz anrösten.

Ein Dressing aus Zitronensaft, Orangensaft, kaltgepresstem Öl und etwas Wasser anrühren. Mit Pfeffer, unraffiniertem Salz und Thymian abschmecken (die Mengenangaben sind übrigens sehr variabel, ich hab das nicht genau abgemessen oder so...:)

Preis (pro Portion) 1,80 Euro

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Am Nachmittag gabs Bananenchips, Mandeln und Trockenobst. Dass man sowas wirklich immer bei sich tragen sollte während einer Basenwoche hat der Herr von der Gastgrillwohnung auf die harte Tour am eigenen Leib erfahren, als er in einem Vortrag saß, das Buffet schon riechen konnte, und weder Häppchen noch Gratis-Alkohol anrühren durfte. Nicht lustig war das!

Zum Ausgleich gab es dann ganz viel basische Suppe. Vielleicht sogar Basensuppe, nur unpüriert. Jeder scheint da so sein eigenes Rezept für Basensuppe zu haben. Und immer ist es eigentlich nur Gemüsesuppe mit Kartoffeln. Meist püriert. Darauf zumindest haben wir allerdings verzichtet - und stattdessen gut gekaut. Nur mindestens 30 Mal kauen pro Bissen war echt nicht drin. Ich weiß ja nicht, ob ich nur zu wenig auf einmal in den Mund nehme oder die ersten 15 Mal schon ordentlich genug kaue. Aber bei 30 Mal kauen würd ich eher knirschen. Und das würde wohl maximal den Geldbeutel meines Zahnarztes freuen. Fragen über Fragen kommen da auf, ich sag es euch!

Aber kommen wir mal lieber zurück zum Abendessen: Einmal bunte Gemüsesuppe also. Hat was von Pichelsteiner oder Kartoffelsuppe. Nur eben ohne Fleisch, Speck, Würstchen oder Brot dazu:

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Bunte Kartoffel-Gemüse-Suppe


Zutaten (für 3 Portionen)

- Knollensellerie (eine halbe größere Knolle)
- Möhren (etwa 2-3 dickere bis dicke)
- Lauch (eine halbe größere Stange)
- Kartoffeln (etwa 6-8 große)
- Zwiebel (eine große)
- kaltgepresstes Öl (2-3 EL)
- Wasser (2,5-3 Liter)
- Lorbeer (wahlweise 1-2 Blätter)
- Petersilie (frisch gehackt, krause oder glatte, etwa 3-4 EL)
- Pfeffer, Meersalz


Zubereitung (50 Minuten)

Kartoffeln, Möhren, Sellerie und Zwiebel schälen und in Würfel oder Ringe schneiden. Bei uns wurde das Gemüse relativ klein gewürfeln, die Kartoffeln in dickere halbierte Scheiben geschnitten. So als Hauptaugenmerk quasi... ;)

Lauch gut waschen und quer in Streifen schneiden.

Die Zwiebel in heißem Öl glasig schwitzen, wahlweise das restliche Gemüse ebenfalls kurz zugeben.

Oder erst das Wasser zugeben, aufkochen lassen, und dann das Gemüse und Lorbeer zufügen.

Zugedeckt etwa eine gute halbe Stunde köcheln lassen, bis das Gemüse nur noch leicht bissfest ist.

Mit Pfeffer, Salz und frischer Petersilie abschmecken.


Preis (pro Portion) 1,60 Euro

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Fazit Tag 2

So eine Basenwoche geht also wohl doch auch in leckerer Ausführung, sehr schön! Meine Hoffnung steigt, dass wir das auch relativ abwechslungsreich über die Bühne bringen können.
Eher problematisch scheint die Salatportion am Mittag zu werden. Mit diesem Zitronendressing bin ich noch nicht so glücklich, und ohne etwas Brot dazu macht das nur bedingt satt. Insbesondere keine großen starken Männer im Winter. Und nachmittags soll man ja eigentlich nur sehr kleine Portionen snacken und nicht etwa tütenweise Mandeln, Bananenchips, Trockenobst oder Oliven in sich reinschaufeln. Vielleicht also doch lieber mal was warmes mittags? Abends immer noch mehr Suppe kochen, auf dass am nächsten Tag noch Reste da sind? Mal sehen...

Mittwoch

Die Basenwoche. Tag 1.
Frühstück: Ananas-Bananen-Saft
Abendessen: Blumenkohlsuppe mit Kartoffeln und Karotten

Tag 1. Gerade mal Tag 1. Man sollte ja gar nicht glauben, dass man da schon soviel falsch gemacht haben kann. Aber wir können das! Weil... hm... wir ja nicht mehr so spontan sind in unserem Alter, haben wir nämlich den seit Wochen stehenden Plan für den letzten Tag vor der Basenwoche nicht etwa abgeblasen, als wir lasen, dass man davor ein paar Entlastungstage einlegen sollte. Nix gibts, wir entschieden uns für die harte Tour: Am Tag davor zuerst verkatert ein paar Stunden Einkaufs- marathon bei Ikea hinter uns bringen, sich den ganzen Tag von den sauren Resten im Kühlschrank ernähren und anschließend nochmal die Nacht durchfeiern. Solange man noch nicht geschlafen hat, ist ja noch nicht morgen!

Im Endeffekt wurde unser erster Basenwochentag dadurch dann doch übermäßig anstrengend und vielleicht im Nachhinein eventuell eher ein Entlastungs- denn ein Basentag. Auch wenn wir uns schon rein basisch ernährt haben...
Besonders glücklich hat uns das alles aber nicht gemacht. Dass man nicht so dolle würzen darf, ok. Aber muss deswegen gleich alles fade und bisslos sein? Ich bin unzufrieden - aber der Reihe nach:

Das Frühstück sollte ein Ananas-Bananen-Saft sein. Klingt doch eigentlich ganz lecker, oder? Nur war mir morgens erstens mal so gar nicht nach einem flüssigen Frühstück und die Jungs gelüstete mehr nach etwas deftig herzhaftem. Auf solche Wunschvorstellungen aufbauend, hat uns der Saft dann alle dreie nicht überzeugt: Seltsam breiige Konzistenz, zu bananig und ziemlich langweilig im Geschmack. Hätt ich mal lieber nicht püriert oder zumindest noch etwas Apfel oder vielleicht auch nur Crushed Eis mit rein getan. Aber vielleicht waren wir auch noch zu übersäuert, um das wirklich beurteilen zu können:

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Ananas-Bananen-Saft


Zutaten (für eine Portion)

- Ananas (eine halbe)
- Banane (eine)


Zubereitung (keine 5 Minuten)

Ananas und Banane schälen, in grobe Stücke schneiden und gemeinsam im Mixer oder mit dem Pürierstab mixen.


Preis (pro Portion) 1,40 Euro

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Da der mittägliche Salat bei mir ausfiel, gehen wir mit dem Urteil direkt weiter zur abendlichen Blumenkohlsuppe mit Kartoffel und Karotten. Bei uns ein bisschen anders zusammengewürfelt als im Originalrezept, und mit einer winzig kleinen Prise Curry versehen. Geschmacklich: Eigentlich ganz lecker. Nur: Der Biss fehlte!
Also naja: Man soll ja irgendwie einfacher essen, die ganzen Suppenrezepte sind püriert. Aber nur pürierte Suppe, ohne Gemüsestückchen, ohne Croûtons, ohne Brot dazu? Das geht nicht, sorry. Ich will entspannen, wegen mir entschlacken, aber nicht auf das kleinste Bisschen Genuss verzichten. Ab jetzt gibt es nur noch teilpüriert oder Brühe mit Gemüse. Ist doch trotzdem noch basisch, oder? Ich kau dafür dann auch ganz ordentlich, versprochen! :)

Und wenn die Basenwoche rum ist, mach ich mir so ein Blumenkohlsüppchen als Vorspeise. In Butter angedünstet. Und mit ein paar Croûtons oben drauf oder einem Scheibchen knsuprig gerösteten Brotes dazu!

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Blumenkohlsuppe mit Karotten und Kartoffeln


Zutaten (für 3 Portionen)


- Blumenkohl (ein größerer Kopf)
- Karotten (etwa 3 mittelgroße - hier gelbe Möhrchen)

- Kartoffeln (etwa 6 mittelgroße)

- Zwiebel (eine)
- kalt gepresstes, neutrales Pflanzenöl (2-3 EL)

- Gemüsebrühe (2,5 Liter)
- Pfeffer, Meersalz
- Petersilie (frisch gehackt, etwa 3 EL)
- Curry (nur ganz wenig, vielleicht 1/2 TL)


Zubereitung (40 Minuten)

Blumenkohl waschen, putzen und grob zerkleinern.
Kartoffeln, Karotten und Zwiebel schälen und würfeln.

Das Gemüse im heißen Öl kurz andünsten, anschließend mit der Gemüsebrühe aufgießen und etwa 20 Minuten köcheln lassen.

Einen Teil des Gemüses aus dem Topf fischen, den Rest fein pürieren.
Das restliche Gemüse wieder zur Suppe geben.

Mit Pfeffer, Meersalz, ein klein wenig Curry und frisch gehackter Petersilie abschmecken.


Preis (pro Portion) 1,30 Euro

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Fazit Tag 1

Geschmacklich hat der erste Tag ja insgesamt nicht wirklich überzeugt. Immerhin: Satt wird man schon, das sollte nicht das Problem werden. Zumal man Mandeln und Trockenobst essen darf.
Aber schmecken sollte es halt noch. Man will ja nicht ne Woche lang sabbernd vor allen möglichen Auslagen stehen bleiben. Stress meiden geht anders! Also werden wir uns ab morgen einfach etwas mehr Freiheiten nehmen. Trotzdem nicht zu viele Sachen zusammenwürfeln, aber eben dennoch so kochen, wie es uns schmeckt statt uns stur an Rezepte zu halten.

Sonntag

Zitronenthymian-Tee

"Ihhh, das ist ja grün!" Nein, nein, das war nicht mein Gedanke, sondern nur das, woran ich denken musste, als ich die erste Tasse davon in der Hand hatte. Ich hab nämlich eigentlich so rein gar nichts gegen grünes Essen (wie denn auch als Waldmeistergötterspeisenfreak?). Aber ich liebe Calvin and Hobbes und krieg ihn beim Anblick grünen Essens einfach nicht aus dem Kopf (aber gut, ich argumentiere auch mit Haien in der Badewanne ;). Und ich liebe natürlich meine kleinen Geschwister, die mir mal mit eben diesem Satz abgewidert in den Kochtopf mit Poulet à la Vanille avec des Lentilles de Cilaos gespitzt haben (im Gegensatz zu Calvin ließen sie sich aber dadurch überzeugen, dass die grünen Bestandteile auch in Standardgerichten des Hauses wie Linsen & Spätzle oder Hühnchen mit Cashewkernen en masse vertreten sind). Hach ja, was soll ich sagen: Grünes Essen (genauso wie Kindersätze im Allgemeinen) trägt einfach immer wieder zur allgemeinen Erheiterung bei... ;)
Naja, aber zurück zum Tee. Drauf gestoßen bin ich, weil mein Zitronenthymian soooo rießig ist, dass ich wirklich nicht mehr weiß, wohin damit. Klar, sieht er auch einfach schön aus, aber ohne wirkliche Fensterbank kann ich irgendwann nicht mehr durch meine Miniwohnung laufen, wenn ich nicht alles ab und an abernte sondern nur in immer größere Töpfe pflanze. Also hab ich mal ein wenig "recherchiert". Und bin immer wieder auf Zitronenthymian-Tee gestoßen. Ohne Rezept, aber das braucht es ja auch nicht wirklich: Ein paar Zweige, Wasser, fertig.
Vom Geschmack war ich dann eher überrascht: Sehr "thymianig", nur eine leichte Zitronennote. Aber noch mehr erstaunt hat mich, dass ich Thyian in Teeform sehr gern mag. Gibt es grad jeden Tag. Und da fängt der Tag nicht nur wegen des guten Geschmacks, sondern auch wegen der hellgrünen Farbe ganz wunderbar freustrahlend grinsend an: 


Nektarine-Banane-Mascarpone-Smoothie

Not macht erfinderisch, und manchmal kommt dabei dann sogar so was tolles raus, dass man sich fragt, warum man das nicht schon viel früher mal so gemacht hat. Geht euch das auch so?
Bei mir war es heute jedenfalls mal wieder soweit! Denn morgen packt mich mein lieber Mann einfach mit ins Auto, und ich werd die ganze nächste Woche haben, um mich in München mit Herrn Luhmann anzufreunden. Davor musste hier natürlich einmal klar Schiff gemacht, sprich alle Lebensmittelreste aufgebraucht, werden.
Darunter waren unter anderem zwei Nektarinen, ein Pfirsich und eine Banane. Alles sehr reif, also dem Tode geweiht. Nur: Keine Milch mehr weit und breit. Dafür fand sich ein Joghurt mit abgelaufenem Mindesthaltbarkeitsdatum und eine angerissene Packung Mascarpone im Kühlschrank. Dann vielleicht doch eine Creme mit Obst? Aber ich wollte doch unbedingt einen Smoothie... Naja, no risk no fun. Wird schon auch gemeinsam püriert schmecken. 
Und siehe da: Es schmeckt so gut, dass ich in Zukunft wohl mehr Smoothies (oder naja, in dem Fall ist es ja eher ein fruchtiger Trinkjoghurt geworden) mit geringerem gesunden Obstanteil und dafür ein bisschen Mascarpone drin trinken werde:)


Donnerstag

Himbeer-Apfel-Limetten-Smoothie

Ich bin in letzter Zeit hier und da über Himbeer-Smoothies gestolpert, und immer wieder hieß es, die seinen viel zu sauer. Das musste direkt ausprobiert werden, weil ich Himbeeren (und auch Himbeer-Smoothies) ja sehr mag, aber sie eigentlich eher pappsüß als säuerlich finde. Und Tatsache, auch bei den heutigen ungezuckerten TK-Himbeeren hab ich direkt mal wieder noch etwas Limettensaft mit in den Smoothie gegeben. Weil das die Süße ausgleicht und wunderbar dazu passt (ich mach das auch bei Smoothies mit Milch drin, aber H-Milch, und die flockt trotz Limettensaft erst nach längerer Zeit aus, sprich die Reste im Glas, nicht das, was ich trinke... ;)
Aber wie auch immer: So ein Smoothie ist einfach herrlich fruchtig und unheimlich erfrischend, insbesondere an sommerlich warmen Tagen, denn irgendwie ist es ja doch eher ein Himbeer-Apfel-Limetten-Sorbet, denn ein Smoothie. Auch wenn ich zum Beweis dessen das Foto vielleicht nicht vom zweiten Glas machen hätte sollen, bei dem es schon nicht mehr sooo gefroren, sondern nur noch sehr erfrischend kalt war. Aber dazu war es zu lecker:


Samstag

Herzige Schoko-Tassenkekse in drei Variationen

Vor einigen Wochen hab endlich auch ich einen Tassenkeks-Ausstecher ergattert! Einen Tag später hab ich nämlich direkt bei Sweet Trolley ein Kakao-Tassenkekse-Rezept gesehen. Aber es irgendwie nie geschafft, endlich mal selbst Kekse zu backen,
Eigentlich war ich ja auch übermotiviert und wollte sowohl Zitronen-Pistazien-Kekse als auch Schoko-Kekse machen, letztendlich wurde es dann doch nur ein Schoko-Teig - irgendwo zwischen dem Butterteigrezept meiner Mama und dem Rezeptvorschlag auf der Keksverpackung.
Dafür hab ich dann aber wenigstens sonst ein bisschen rumprobiert: Ohne Schokolade, mit weißer Zimt-Schokolade, mit Zartbitter-Chili-Schokolade und ganz kitischig mit Schokolade und Zuckerherzchen - die wurden irgendwann mal für eine Hochzeit gekauft und warten seitdem darauf, endlich verwendet zu werden.
Und was soll ich sagen: Mir schmecken sie alle, und die ersten Vorkoster haben wohlwollend "Ah" und "Oh" und "Mmh" gemacht! Pur, zu Tee, zu Kaffee, und vor allem zu entsprechender heißer Schokolade. Also werde ich zukünftig wohl jeweils eine passende Kreation zu heißer Zimt-/ Chili-/ etc.-Schokolade zubereiten, bzw. sie auch mit einem (selbstgemachten) Päckchen dieser Schokolade verschenken:


Donnerstag

Frozen Joghurt Strawberry Smoothie

Ist ja schon ein ziemlich abgefahrener Anglizismus. Aber er klingt im Gegensatz zu Erdbeer-Joghurt-Smoothie eben nicht nach einem mit Milch verlängerten Erdbeerjoghurt, sondern nach dem, was es ist: Frische Erdbeeren mit gefrorenem Joghurt aufpüriert!
Also keine verrückte Früchtekombination oder so. Ein simpler Smoothie. Aber dennoch einen Post wert. Weil es eben doch nicht nur pürierte Früchte oder eben eine simple Erdbeer-Milch ist. Denn der Honig und der gefrostete Joghurt bringen doch nochmal einen besonderen Geschmack rein. Und ein bisschen auch einfach deswegen, weil ich bisher jedesmal wieder am rumexperimentieren bin, wieviel von welcher Zutat ich nun zugeben muss. Und jetzt hab ich es schriftlich zum nachgucken beim nächsten Mal:


Sonntag

Schnelle Maibowle im Glas

Ich bin ja ein rießen Waldmeisterfan, und liebe entsprechend auch Maibowle. Insbesondere auch weil es eben was ganz besonderes ist, wenn man sie nur so selten bekommt. Zum einen schonmal durch die allgemeine jahreszeitliche Einschränkung durch den Waldmeister - und selbst den bekomm ich im Frühjahr nicht immer -, als auch, weil so eine Bowle eben eigentlich nur für großere Feste zubereitet wird.
Bis jetzt! Denn nachdem ich letzte Woche Waldmeister ergattern konnte, und diesen gleich mal zu Sirup verarbeitet hab (siehe hier), hab ich gestern Abend mal ausprobiert, ob man damit auch eine leckere "Bowle" direkt im Glas, also ohne Ziehzeit und in kleinen Mengen zubereiten kann. Ist ja schließlich nur etwas Wasser mit viel Zucker und Waldmeistergeschmack. Also genau das, was in eine Maibowle sowieso mit reingehört.
Und siehe da: Es funktioniert ganz wunderbar! Auch wenn wir letztendlich so viele Gläser getrunken haben haben, dass man schon fast eine kleine Bowle hätte ansetzen können... Aber Weißwein und Sekt bekommt man für den Normalgebrauch mittlerweile ja auch in handlichen kleinen Fläschchen, und zusammen mit etwas Sirup lässt sich so wunderbar eine kleine Portion Maibowle direkt im Glas zaubern. Nur hoffentlich verliert sie ihren Reiz nicht, nachdem ich sie nun ständig und nicht mal jahreszeitlich so sehr eingeschränkt genießen kann...
Dazu gab es übrigens noch ein paar Erdbeeren mit ins Glas, Maibowlenpuristen lassen die einfach weg. Ebenso wie sie vielleicht lieber ungefärbten Sirup verwenden, auch wenn das geschmacklich natürlich keinen Unterschied macht. Sieht aber eben etwas anders, sprich grüner aus, als mit frischem Waldmeister:



Mittwoch

Waldmeister-Sirup

Eigentlich bin ich ja ein ganz puristischer Leitungswassertrinker. Keine Kohlensäure, kein gekauftes Wasser, sehr selten Säfte oder Limonade. Daheim eigentlich so gut wie nie, wenn dann auswärts.
Aber in einem Jahr Frankreich hab ich immerhin Sirup für mich entdeckt. Nicht dauerhaft, insbesondere weil es hier in Deutschland auch keine besondere Auswahl gibt, aber immerhin so ein-, zweimal im Jahr, gibt es ein kleines Fläschchen. Undzwar dann meist selbstgemacht, denn wie gesagt: Die Auswahl im Supermarkt um die Ecke beschränkt sich meist auf das, was man in Kaffee oder Cocktails tun kann.
Eigentlich vollkommen irrelevant. Denn es geht ja um selbstgemachten Sirup. Diesmal Waldmeister. Denn neulich lachte mich plötzlich mitten aus einem Urwald anderer Kräutertöpfchen ein kleiner Stock Waldmeister an. Den hatte ich schon ewig nicht mehr gesehen, also musste er gleich mit zu mir nach Hause kommen. Und da ich mich nicht allein an einer Maibowle damisch trinken wollte, wurde er nun zu Sirup verarbeitet:



Freitag

Irish Coffee

Heute ist sowas von nicht mein Tag. Schon bevor ich mein Mittagessen halb versemmelt hab, musste ich nochmal vier Stockwerke hochrennen, weil ich meinen Schlüssel hab stecken lassen und dann hab ich beim einkaufen auch noch die Hälfte vergessen. Der Nachmittag war nicht besser, und zu allem Überfluss bin ich heute Abend auch noch von meinem Küchenhocker gefallen. Irgendwann musste das passieren, weil ich in meiner Küche auf einem wackligen Hocker mit minimaler Grundfläche, dafür aber sehr langen Beinen grundsätzlich alles von den oberen Regalen hole, ohne ihn dabei viel zu verrucken. Sprich mich immer in irgendeine Richtung lehne. Glücklicherweise hab ich mir nicht viel dabei getan, obwohl ich ein paar große Holzsplitter im Fuß hatte und meine Schienbeine wohl morgen lustig bunt gesprenkelt sein werden. Aber viel schlimmer ist ja auch die Tatsache, dass mein geliebter, auf einer Hausauflösung erstandener Hocker, der ach so perfekt in meine Küche passt nun defekt ist, und ich jetzt wohl wieder einen rießigen Stuhl in meine Küche bugsierern muss, wenn ich irgendwas von "oben" brauch. Und in meiner winzigen Küche, ist fast alles irgendwie "oben".
Naja. Immerhin hab ich dafür für heute alle Arbeit los, weil ich mich dann entschieden hab, heute lieber nichts mehr anzufassen, und mich stattdessen mit einem Irish Coffee in einem rießigen Kissen- und Deckenberg einzumummeln, bis der Herr später übers Wochenende zu mir kommt. Und da ich mir beim Irish Coffee machen weder die Hände verbrannt noch Kaffee in der Küche rumgespritzt hab (passiert mit meiner Napolitana des öfteren), und selbst die eigentlich viel zu warme Sahne nicht geronnen ist, habe ich wieder ein Fünkchen Hoffung, dass ich selbigem beim Begrüßungskuss nicht gleich Zähne ausschlag oder so... :)


Dienstag

Apfel-Amaretto-Punsch

Vor Jahren gab es in meinem Freundeskreis mal eine krasse Amaretto-Apfel-Phase, in der wir teils mehrere Flaschen am Abend geleert haben. Billig, lecker, aber eigentlich richtig pappsüß. Mittlerweile packt mich entsprechend seltener die Lust auf einen klassischen kalten Amaretto-Apfel (ich trinke ja selbst Apfelschorle mit extrem wenig Apfelsaft, weil es mir sonst zu süß ist), aber ab und an packt mich die Lust.
Insbesondere im Winter. Denn da kann man Amaretto-Apfel nicht nur kalt mit ganz vielen Eiswürfeln trinken, sondern auch warm als Glühwein- und Fruchtpunschersatz. Und warm ist er nicht mal mehr soo süß:


Donnerstag

Bananen-Zimt-Milch

Eigentlich war ich bei Bananenmilch immer ein Purist: Banane, Milch, eventuell etwas Vanillezucker. So gab es das in meiner ganzen Kindheit, und genauso muss es schmecken, damit ich mich dahin zurückversetzt fühle.
Aber dann war ich doch mal kreativ und mutig, und hab etwas Zimt hinzugefügt und dann sogar noch mit Rhum rumprobiert. Und selbst mit kleinem Schuss schmeckt es wirklich lecker, und dank dem Zimt einfach wunderbar weihnachtlich, winterlich:


Apfel-Mandarinen-Smoothie

Flüssiges Frühstück klingt zwar nach schwerstem Alkoholiker, kann aber auch gesund und lecker sein.
Im Sommer sind Smoothies ja unglaublich einfach herzustellen: Man kippt einfach ganz viel reichlich verfügbares frisches Obst zusammen und püriert es. Im Winter wird das entweder teuer, oder man braucht eine Gefriertruhe für die ganzen Tiefkühlfrüchte. Das konnte aber ja nicht alles sein, und nachdem ich neulich schon recht erfolgreich mit Mandarinen in Smoothies (hier) bzw. Shakes (hier) rumexperimentiert hab, hab ich mich spontan mit meinem restlichen Obst an einen winterlichen Smoothie gewagt. Nicht mit Zimt oder so, aber auch Apfel und Mandarine. Und er hat genauso geschmeckt, wie ich es mir vorgestellt hab: Eine wunderbare Kombination aus der Süße der Mandarinen und der Säure des Apfels:


Waldbeeren-Mandarinen-Shake

Die Tage hab ich ja schon einen Waldbeeren-Smoothie hier vorgestellt, jetzt kommt eine mindestens ebenso leckere Variante als klassischer Shake:


Dienstag

Waldfrucht-Smoothie mit Mandarine

So schön fruchtig. Und die Mandarine bringt ausreichend Süße als Gegengewicht zu den teils doch leicht säuerlichen Waldbeeren, so dass man auf Zucker verzichten kann. Und wen die Kerne stören, kann das Ganze natürlich noch durch ein Sieb streichen, aber mir schmeckt es auch so:


Mittwoch

Frisch gepresster Orangensaft

Sooo lecker zum Frühstück. Eigentlich auch kein wirkliches Rezept, weil ich jedesmal eine andere Kombination verwende, aber ich wollte es dennoch mal posten, weil ich schon viel zu oft wirklich nur pure Orange vorgesetzt bekommen hab. Was auch sehr lecker ist, aber in Kombination mit anderen Zitrusfrüchten wird es noch viel leckerer. Und wie man sieht, dürfen bei mir auch ein paar "Stückchen" mit drin sein, bzw. werden zumindest nicht weggeschmissen:


Dienstag

Recette réunionnaise: Rhum arrangé

Charrette, j'arrête jamais!
Der Rhum Charrette ist ein typisch réunionesischer Rhum agricole, sprich aus frischem Zuckerrohrsaft statt Melasse hergestellt. Er wird entweder pur, in diversen Punch-Variationen (eine davon hier) oder eben als Rhum arrangé getrunken. Wobei man Rhum arrangé ganz grob mit einem typisch deutschen Rhumtopf vergleichen kann. Nur werden ebenetwas exotischere Früchte eingelegt, und es gibt unglaublich viele Sorten. Unter anderem auch mit Piment und Ingwer. Wobei mein liebstes Fundstück immer noch der "Rhum Poubelle" war (überall sonst einfach "Salad de fruits" genannt).
Hier jetzt aber einfach mal gesammelt die wichtigsten Rezepte, auf dass ich nicht in zig Posts hintereinander das gleiche schreibe. Auf dem Foto sind leider nicht alle Varianten.
Ich muss noch hinzufügen, dass ich keine Ahnung habe, wie es mit anderen Rhumsorten schmeckt, da ich momentan noch über ausreichend große Charrette-Vorräte verfüge. Aber irgendwann werde ich es mal mit einem in deutschen Supermärkten erhältlichen Rhum agricole versuchen.