Samstag

Fish'n'Chips with Mushy Peas and Sauce Tartar

Es heißt ja immer, Männer würden es nicht verstehen und entsprechend nicht merken, wenn Frauen sich die Nase an einem Schafenster plattdrücken, und sagen, dass das ja soooo schön sei. Entsprechend sollen Frauen denn auch nicht darauf hoffen, dass der Herr ihnen genau das dann bei der nächsten Gelegenheit schenken würde.
Ich weiß nicht, ob ich einfach nur allgemein Glück habe, oder ob sich das Glück auch bei meinem Mann nur darauf beschränkt, dass er es sich merkt, wenn er etwas selbst auch ganz toll findet. Ist aber auch vollkommen egal: Denn nachdem er mir beim letzten Londonbesuch schon das halbe Pub leergeklaut und sämtliche Essigpäckchen in seinem 1-Liter-Plastikbeutelchen im Handgepäck heimgeschmuggelt hat, hat er nun kurz vor Ostern Pomeroy & Winterbottom mitten in München aufgetan. Und mir sowohl Malzessig, Mushy Peas aus der Dose - die aussehen wie Monsterschleim, ich würde gerne wieder Calvin & Hobbes zitieren -, als auch einen Riegel Cadbury Caramel zu Ostern geschenkt (wer die Monsterschleim-Dose näher betrachten möchte, siehe hier auf Facebook)!
Gut, das freut sicher kaum eine Frau, aber ich stehe total auf englische Pommes, also Chips, mit Salz und Malzessig, ebenso wie auf Erbsenpüree. Seltsam, aber wahr. Und noch dazu hat der nette Herr im Laden meinen Mann auch noch gleich darüber aufgeklärt, dass der Essig auch noch perfekt für Chutneys ist, und wollte ihm gleich eine ganze Reihe von Rezepten mitgeben. Aber da informier ich mich das nächste Mal persönlich!
Jetzt gibt es erstmal das Rezept für Fish'n'Chips, bzw. in der klassischsten Form Cod'n'Chips. Dazu das Erbspüree aus der Dose - das das nächste Mal wieder selbst gemacht wird - und Sauce Tartar - die aber weiterhin gekauft auf den Tisch kommt, wenn ich kein Rezept finde, das genau so wie diese englische schmeckt:


Freitag

Schokomüsli mit Himbeeren und Paranüssen

Eine sehr müslilastige Woche für mich. Bei meinen Eltern gibt es immer eine rießen Auswahl, weil bei so vielen Menschen natürlich jeder was anderes besonders gern mag. Bzw. eigentlich ganz viele verschiedene Mischungen, denn eigentlich wird kein Müsli wirklich pur gegessen, wenn mehrere Gläser vor einem stehen. Und so macht das dann auch mir richtig Spaß.
Nur um ein Müsli hab ich mich dort erfolgreich gedrükt: Schoko Krispies. Als Kind mochte ich das mal, aber mittlerweile macht man mich mit Müslis glücklicher, die wirklich klassisches Müsli sind. Außer ungesundes Müsli enthält Zimt, dann werd ich schwach.
Aber dann bin ich direkt zu meinem Mann gefahren, und der liebt genau dieses Müsli. Und es ist das einzige, das grad im Haus ist. Und ich hatte sooooo Hunger. Und hab tatsächlich eine Variante gefunden, wie ich es plötzlich richtig gerne mag!
Nicht wirklich ein Rezept mal wieder, aber einfach superlecker mit der Schoko-Milch, die wunderbar zu den Himbeeren und Paranüssen gepasst hat. Da würd ich glatt noch ne Schüssel essen:


Donnerstag

Rucola mit Himbeeren, karamellisierten Paranüssen und Balsamico

Die große Stadt hat mich wieder! Und ich verzeifle mal wieder daran, wie lange man hier von A nach B braucht und wie teuer alles ist, und wie wenig ich mich noch immer in den Supermärkten hier auskenne. Aber sie gleichen nunmal auch eher einer Lagerhalle, in der man sich mehr aus den noch nicht ausgeräumten Paletten denn aus den Regalen bedient. Entsprechend möchte ich mich auch ganz herzlich bei allen Münchnern entschuldigen, denen ich heute mit meinem, zigfach auch gegen den Einkaufsstrom bewegten, Einkaufswagen (Die Anschaffung vonKörben wird bei Gängen, in denen keine zwei Wägen nebeneinander passen, ja auch vollkommen überbewertet :), mindestens einmal im Weg stand.
Aber letztendlich bin ich fündig geworden und freue mich darüber, dass dank der beschränkten Möglichkeiten was richtig kreatives und leckeres bei rausgekommen ist. Angelacht haben mich ein Päckchen Rucola und gleich daneben ein Päckchen Himbeeren. Himbeeressig oder klassische Pinienkerne waren nicht aufzutreiben, aber immerhin Ciabatta. Anfangs war ich etwas skeptisch gespannt auf diese Kombination, letztendlich bin ich vollauf begeistert! Mal eine ganz andere Salatkombination, der nicht ganz so naheliegende Balsamico und die Paranüsse haben hervoragend dazu gepasst! Und dank des beginnenden längeren Sonnenscheins werden auch die Fotos noch zu etwas späterer Stunde was:



Samstag

Schoko-Knusper-Taler und Zitronen-Pistazien-Kekse

Eigentlich gibt es von mir zu allen großen Festen ja immer Pralinen. Aber dieses Jahr hat mir die Zeit so gar nicht gereicht, also bin ich auf ganz einfache, schnelle Kekse ausgewichen.
Ich liebe dieses einfache Keksebacken ja unglaublich, bei dem man nur den Teig aufrollt, in irgendwas wälzt, abkühlen lässt, in Scheiben schneiden und bäckt. Supereinfach, superschnell und die einzigen Kekse, die ich auch in dick mag. Wir sind nämlich eigentlich solche, die Keksteig immer superdünn ausrollen, und dann dauert das natürlich seine Zeit, bis man fertig ist.
Das Grundrezept für die Schokoknuspertaler stammt übrigens aus einem uralten Sanella-Werbeheft, dessen Alter sich nur noch grob zwischen der Einführung fünfstelliger Postleitzahlen und des Euros verorten lässt. Und in dem in Kinderschreibschrift noch ein paar Anmerkungen von mir stehen. So lange besitze ich es schon, aber ich hab nur als Kind mal Kekse, und seitdem glaub nie wieder was daraus gebacken. Bis jetzt: Jetzt gibt es wieder diese leckeren, einfachen, und wer wie ich öfter keine Eier da hat, auch eifreien Kekse. In leichter Abwandlung bei den Mengenangaben, Butter statt Margarine, weil das bei Keksen eben sein muss, und mit einer zusätzlichen Neukreation, die ausgesprochen lecker geworden ist:


Thunfischsteak mit Zitronen-Kräuter-Risotto und gefüllten Rondini

Beim Gründonnerstag hatte ich mich ja nur zufällig in die Riege deren eingereiht, die denn auch grün gekocht haben, aber am Karfreitag musste es natürlich Fisch geben.
Und zwar nach einem faulen Nachmittag im Hain etwas aufwändiger, etwas edler, aber zu zweit bzw. zu dritt in der Küche wirklich gut bewältigbar!
Auf Thunfischfilet hatten wir uns schnell geeinigt, bei der Beilage waren wir länger am überlegen. Aber Risotto war dann ein allgemein für gut befundener Vorschlag des Eigentümers meiner neu erworbenen Gastgrillwohnung, und als mich im Supermarkt noch die Rondini angelacht haben, wurde kurzerhand noch mein Zucchini-Tomaten-Camembert-Gemüse, nur eben ausnahmsweise in formschöne Rondini gefüllt, dazu serviert. Und kleine Salatreste, aber das ist ja nun weniger spektakulär und war eigentlich auch mehr Deko, denn wirklicher Bestandteil des Gerichtes.
Abgeschmeckt wurde alles mit Petersilie und Basilikum, und das Risotto hat passend zum Fisch einen leicht zitronigen Touch erhalten.
Dank vergessener Kamera musste für die Fotos mal wieder das Telefon des Eigentümers meiner Gastkochwohnung herhalten, aber so langsam haben wir auch bei ihm die Lichtverhältnisse raus, und ich bin ja dennoch immer wieder gebeistert von den Fotoergebnissen:


Donnerstag

Bärlauch-Walnuss-Pesto

Das Osterwochenende und damit eine gute Woche, in der meine Wohnung verlassen sein wird, naht. Für morgen und für Ostergeschenke, bei denen ich noch nicht weiß, wann ich sie backen soll, wurde zwar nochmal groß eingekauft, aber ansonsten müssen die Reste dringend weg. Oder eben haltbar gemacht werden, denn irgendwie hab ich viel zu viele Sachen da.
Entsprechend ist mein restlicher Bärlauch erstmal in einem Pesto - und einem Stückchen Butter, aber dazu später - gelandet. Mal nicht klassisch mit Pinienkernen, sondern etwas kräftiger im Geschmack - aber das verträgt Bärlauch ja gut - mit Walnusskernen. Und Pecorino. Schmeckt ganz klassisch zu Nudeln, aber auch als Brotaufstrich, zu Kartoffeln oder kräftigem, gegrilltem Fleisch:



Apfel-Rhabarber-Kompott mit Kardamom

Eigentlich neige ich ja dazu, mit den ersten wirklich warmen Sonnenstrahlen auch essenstechnisch plötzlich vollkommen auf Frühling eingestellt zu sein. Alle leckeren Eintöpfe, Wintergemüse, Orangen und tatsächlich auch Äpfel, werden dann erstmal aus Hirn und Küche verbannt. Erst ein paar Monate später entdecke ich zumindest Äpfel und Orangen meist wieder, beim Gemüse dauert es bis zum Herbst.
Diesmal lief aber alles etwas anders, da noch ein paar restliche Winteräpfel ganz dringend auf ihre Verarbeitung warteten, und drei kleine, frühlingsfrische Rhabarberstangel ebenfalls weg wollten. Kurzerhand landeten sie gemeinsam im Topf. Eigentlich ja mehr aus der Not heraus, und weil ich dachte, leicht süßliche Äpfel müssten schon mit Rhabarber harmonieren. Dazu gab es noch einen Schuss Weißwein, wenig Zucker und etwas Kardamom, damit es nicht ganz so langweilig ist.
Ich hatte es vor lauter Lesen fast vergessen, und letztendlich war mein Kompott denn auch fast einen Ticken zu lange auf dem Herd. Aber das war mir vollkommen egal, denn: Es schmeckt phantastisch!
Gut, optisch ist hellgelb mit hellgrün nun nicht unbedingt der Renner schlechthin. Aber Äpfel und Rhabarber passen wirklich super zusammen, und dazu noch diese leichte Kardamom-Note. Das schmeckt, sagt ich euch! Und wie: