Samstag

Champagner-Trüffel - fluffig handgerollt

Ich bin heute sprachlos, denn ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, was ich zu Champagner-Trüffeln noch sagen soll, außer dass ich sie einfach nur liebe!
Bisher gab es sie bei mir immer nach einem oft erprobten Standardrezept, oder mit noch cremig-flüssigerem Kern in Pralinenformen zubereitet (letzteres sollte sich auch für Hohlkörper eignen).
Diesmal hab ich mich jedoch daran versucht, sie handgerollt noch etwas fluffig-locker-leichter bekommt, denn noch cremiger im Sinne vom flüssiger war da wirklich nicht mehr drin. 
Und siehe da: "fluffig-locker-leicht" hat tatsächlich funktioniert! Und zwar indem ich einfach die Füllung beim Abkühlen extrem oft aufgeschlagen hab und die Pralinen anschließend nicht mit 
dem Spritzbeutel, sondern mit zwei Löffeln geformt habe.
Und weil ich heute so sprachlos bin, gibt es als kleines Extra noch ganz viele Fotos der einzelnen Zubereitungsschritte. Aber fürs nächste Mal plant der Herr von der Gastkochwohnung schon ein schönes kleines Video von mir mit schokoladenverschmierten Händen:)


Zutaten (für circa 40 Stück)

- Butter (80 g)
- Puderzucker (80 g)
- weiße Schokolade (575 g)
- Sekt (100 ml trockenen, eventuell halbtrockenen)
- Zitronensaft (1 EL)

- Zucker (als alternativer Überzug)


Zubereitung (mehrmals etwa 30 Minuten, dazwischen Abkühlzeiten)

175 g geahackte Kouvertüre über einem Wasserbad langsam schmelzen.
Anschließend zuerst die Butter stückchenweise darin schmelzen, dann Puderzucker, Sekt und Zitronensaft in kleinen Portionen abwechselnd zugeben und gut verrühren.

Masse etwas (etwa 30 Minuten) abkühlen lassen, währenddessen immer wieder umrühren, damit sie gleichmäßig abkühlt und fluffig bleibt.

Anschließend aus der etwas abgekühlten, aber noch nicht erstarrten Masse mit zwei Teelöffeln kleine Kugeln formen (etwas kleiner als die Pralinen werden sollen, da ja noch ein Schokoladenüberzug darüber kommt!) und diese auf einen Teller oder Backpapier setzen.


Diese Kugeln anschließend zwischen den Handflächen zu halbwegs glatten Kugeln formen. 
Dazu idealerweise, auch wenn das für Frauen im Winter irrsinnig klingt, die Hände vorher und zwischendurch immer wieder eiskalt waschen, so bleibt weniger Schokolade daran kleben.


Diese Kugeln komplett erkalten lassen. Dies kann eventuell im Kühlschrank geschehen, aber am besten bei Raumtemperatur über ein paar Stunden, da sie anschließend auch bei Raumtemperatur weiterverarbeitet werden sollen, damit der Überzug nicht matt oder fleckig wird.

Anschließend die restliche Schokolade ebenfalls hacken und über einem Wasserbad schmelzen.


Wer die Pralinen anschließend "igeln" will, streicht sich jeweils etwas Schokolade auf die linke (Linkshänder wahrscheinlich andersrum ;) Hand und rollt mit der rechten Hand jeweils eine Praline in der Schokolade, bis sie komplett bedeckt ist.
Anschließend die Praline auf Backpapier erstarren lassen.
Dann wahlweise zwischen den Handflächen mit einer zweiten Schicht Schokolade leicht igeln oder mit einer Pralinengabel in die Schokolade tauchen, überschüssige Schokolade abtropfen lassen und die Praline anschließend auf ein Pralinengitter setzen. 
Dort den Überzug etwas antrocknen lassen (ich mach währenddessen immer etwa 2 weitere Pralinen), dann erst vorsichtig mit einer Pralinengabel (je nach Größe eine mit 2 oder 3 Zinken) über das Gitter rollen, bis die Oberfläche die gewünschte Struktur hat.
Anschließend auf dem Pralinengitter oder auf Backpapier gesetzt voll erstarren lassen.


Wer die Pralinen nur glatt überziehen oder in Zucker wälzen will, taucht sie am besten direkt mit einer Pralinengabel in die Schokolade, lässt die überflüssige Schokolade etwas abtropfen und setzt die Pralinen anschließend zum trocknen auf Backpapier bzw. in Zucker.


Für den Zuckerüberzug den Schokoladenüberzug noch kurz antrocknen lassen, und die Pralinen erst dann durch den Zucker wälzen - sonst zerbrechen sie leicht.
Ich mach immer etwa 3-4 Pralinen, bevor ich dann mit dem wälzen beginne.

Und dann einfach in Pralinenförmchen setzen oder sonstwie schön verpacken.


Preis (für etwa 40 Stück) 4,60 Euro

Kommentare:

  1. die sehen wirklich super gut aus, die vielen bilder haben sich auf jeden fall gelohnt, machst du deine bilder mit einer spiegelreflex?

    schön das du die kosten mit aufgeführt hast, wenn man so kleine köstlichkeiten kauft ist man schnell das dreifache los...

    liebe grüße

    trina

    AntwortenLöschen
  2. Oh Maaaaann, jetzt will ich gerne wieder eine Riesenportion von deinen wunderbaren Pralinen verdrücken, ach, wie gemein! ;-)

    Ich wünsch dir noch ein schönes neues Jahr! :)

    AntwortenLöschen
  3. @ Trina: Dankeschön erstmal! :)
    Die Kamera ist übrigens eine ganz einfache Digitalkamera, hier ist auch ein Foto davon zu sehen. Von einer Spiegelreflex träum ich aber noch immer, und irgendwann wird der Traum sicher auch erfüllt werden...
    Die Preise sind natürlich immer nur grobe Werte, da kann man je nach dem wo man einkauft auch ein Stück drunter oder drüber liegen. Aber du hast schon recht: gekaufte Pralinen sind schon richtig, richtig teuer - aber eben auch echt zeitintensiv in der Herstellung, da versteh ich den Preis dann (leider) schon...

    @ Gourmande: Oh... da wird hier gerade jemand ganz schön rot - und würd sich am liebsten kurz in die Küche stellen und ein Päckchen schnüren, wenn nur nicht alle schon vernascht wären... ;)
    Dir übrigens auch ein schönes neues Jahr - freu mich schon auf viele kulinarische Köstlichkeiten von dir!

    Liebe Grüße,
    Ina

    AntwortenLöschen
  4. Hui, die sehen ja toll aus! Die würde ich auch glatt verdrücken wollen, egal ob grad Weihnachten war oder nicht, und dafür würde ich glatt alle guten Vorsätze in den Wind schreiben. :-)

    AntwortenLöschen
  5. Wow !!!! Ich liebe weiße Schokolade und das sieht super lecker aus und ist zudem noch eine ganz wunderbare Geschenkidee :) DANKEschöön <3

    Ein schönes Wochenende wünsche ich Dir, HERZensgrüße S:)

    AntwortenLöschen
  6. Genial! Das ist das Rezept, das ich vor ca. 20 Jahren mal hatte. Stammte damals aus der Brigitte und ich wollte es mal wieder machen, habe es aber nicht gefunden. Du bist klasse. Meine Hohlkörper warten schon!
    Viele Grüße

    AntwortenLöschen
  7. Uiui, du hast aber einen schönen Blog! Und diese Pralinenrezepte, da bekomme ich ja Lust, selbst auch mal welche zu machen. Als Geschenk sind die sicher ganz toll.

    Liebe Grüße
    Nadja

    AntwortenLöschen
  8. @ Katharina: Ach, zu den guten Vorsätzen gehört doch sicher auch Genuss und sich ab und an was zu gönnen, oder? ;)

    @ S:): Dankeschön! Und ja: Wirklich ein wunderbares Geschenk. Auch wenn man da manchmal Sätze hört à la: "Neee, die sind soooo schlecht, die kannst du keinem anderen zumuten. Gib die lieber alle mir!"

    @ Petra: Ich muss ja ehrlich sagen, dass ich gar nicht mehr weiß, wo ich das Ursprungsrezept damals her hatte. Ist ja auch schon über 10 Jahre her... ;)
    Aber superlecker sind sie auf jeden Fall! Und wenn du Hohlkörper hast, würd ich dir fast noch ein klein bisschen mehr Sekt in der Füllung empfehlen. So mach ich's bei Pralinenformen, und das wird ganz herrlich zartschmelzend-cremig! Nur von Hand kann man so ne flüssige Füllung halt nicht überziehen... ;)

    @ Nadja: Vielen lieben Dank! Als Geschenk sind sie wirklich super, auch wenn man am Anfang etwas Geduld braucht, bis das alles klappt mit dem "pralinieren"... ;)

    Liebe Grüße,
    Ina

    AntwortenLöschen
  9. Wow! Da bekomm ich auch Appetit! Das klingt ja super lecker!
    Witzig ist auch, dass ich mich eben (nachdem ich mir im Café einen leckeren Risen-Trüffel mit Batida de Coco-Füllung gegönnt habe) gefragt habe, ob man Trüffel auch per Hand rollen kann?!
    Hier ist sozusagen die Antwort!
    Danke für das Rezept, das mach ich ganz bestimmt auch mal!

    AntwortenLöschen
  10. *schmatz*

    Ich will auch welche *_* - UND ich plädiere auch stark für ein Video :)

    AntwortenLöschen
  11. @ Vera: Dankeschön! Und ja: Handrollen ist möglich. Wobei die Champagnertrüffel definitiv am schwersten sind, da sie einen wesentlich flüssigeren Kern haben als alle anderen Sorten, die ich bisher gemacht hab. Aber mit halbwegs kalten Händen und etwas Übung geht es schon - vom Naschen all der an den Händen klebengebliebenen Füllung hat man anschließend trotzdem einen kleinen Schokoladen-Sekt-Rausch... ;)

    @ Lilly: Das Video wird kommen - und mit ihm neue Pralinchen... :)

    Liebe Grüße,
    Ina

    AntwortenLöschen
  12. Danke für das tolle Rezept! Auch wenn ich es etwas unfair finde, das Rezept am Sonntagmorgen zu entdecken, ich habe nämlich nicht genügend Schokolade da...

    AntwortenLöschen
  13. Wow, die sehen unglaublich lecker aus! Ich muss das Rezept unbedingt ausprobieren!

    AntwortenLöschen
  14. @ Julia: Gerne doch - auch wenn es mir jetzt natürlich leid tut, dich einen Sonntag lang leiden zu lassen. Aber ich hoffe, du hast eine andere süße Leckerei gefunden, die du aus deiner Restschokolade als Ersatz zaubern kannst!

    @ Miss Multicul(t)inaria: Dankeschön - und viel Spaß beim ausprobieren! :)

    Liebe Grüße,
    Ina

    AntwortenLöschen
  15. Von deinem Standardrezept war ich ja schon total begeistert. Das nächste Mal werde ich dann deine neue Variante ausprobieren.
    Und tooolle Bilder hast du gemacht!

    AntwortenLöschen
  16. @ Sarah: Vielen, lieben Dank! Und ich hoffe, diese Variation gefällt dir dann genauso gut! :)

    Liebe Grüße,
    Ina

    AntwortenLöschen
  17. Hallo Ina,
    ein tolles Rezept und total ansprechend fotografiert. Respekt! Sag mal, hast du dir ein komplettes Pralinenset (Besteck etc.) zugelegt, habe noch nicht alles in deinem Blog durchstöbern können und wäre froh, wenn du für mich einen Link zum entsprechenden Post in deine Antwort setzen könntest.
    GLG von Barbara :-)

    AntwortenLöschen
  18. @ Barbara: Vielen, lieben Dank erstmal für die lieben Worte! :)
    Ich hab leider glaub nicht mal ein Foto, wo man mein Pralinenbesteck sehen könnte. Aber es ist ein relativ einfaches, das ich vor mittlerweile 14 Jahren mal bei Tchibo erworben hab. Das enthält ein Pralinengitter, eine spiralförmige Pralinengabel und eine mit zwei und eine mit drei Zinken. Und ein paar Ausstecher. Die verwende ich aber eigentlich nie...
    Aber dieses Set hält jedenfalls bis heute - bei etwa zwei- bis dreimaliger Großproduktion pro Jahr.
    Es gibt bestimmt auch hochwertigere, oder umfassendere, aber ich würd dir für den Einstieg auf jeden Fall auch so ein Grundset für etwa 10 bis 15 Euro empfehlen! Aufrüsten kann man dann gegenenenfalls immer noch... :)
    Oder Pralinenförmchen, mit denen geht es sogar noch einfacher als handgerollt. Eine relativ ausführliche Anleitung zu deren Handhabung (werden leider ohne Anleitung geliefert, und das ist das Ergebnis meiner bisherigen Versuche ;) findest du bei diesen Rotwein-Chili-Pralinen. Nach dem gleichen Prinzip funktionieren da auch Champagner-Trüffel. Mengenangaben dafür findest du hier.

    Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen!

    Liebe Grüße,
    Ina

    AntwortenLöschen
  19. Dieses Rezept wanderte gleich mal auf meine To-Do-Liste!!! Ich besitze zwar kein Pralinenbesteck, aber das wird sicher auch so funktionieren. ;)

    Lieben Gruß von der Zuckerschnute

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Klappt auch wahlweise mit Pralinenförmchen oder Kuchengabeln ;)

      Liebe Grüße und viel Spaß beim Pralinen rollen,
      Ina

      Löschen
    2. Hallo,

      die Diskussionen hier sind zwar schon ein Jahr alt aber vielleicht antwortet ja doch einer. Bei mir ist die Masse einfach nicht fest geworden.... Ich weiß nicht wieso. Schoki geschmolzen, butter und restliche Zutaten nach Vorgabe eingerührt. Es ist schlichtweg flüssig. Was mach ich falsch?

      Liebe Grüße
      Vicky

      Löschen

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...