Freitag

Gourmandes Spaghetti mit Avocado und getrockneten Tomaten

So! Jetzt aber! Nach den vielen selbstgemachten Ravioli- und Tortellinivariationen der letzten Tage, wieder ein nachgekochtes Lieblings-Nudel-Rezept vom Gewinnspiel (wer übrigens noch mitmachen will, ich freu mich über jedes weitere Lieblingsnudelrezept!:).
Eigentlich sollte ja das aktuelle Supermarktsortiment über die Wahl des nächsten nachzukochenden Rezeptes entscheiden, dank eines spontanen Gewitters tat das dann aber spontan einfach mein Kühlschrank. Oder eben die Küche, wenn mans genau nimmt. Denn da waren getrocknete Tomaten und Avocado drin. Perfekt, denn eines der Lieblingsrezepte von Gourmande von Gourmandises végétariennes sind Spaghetti mit Avocado und getrockneten Tomaten.
Also eigentlich schreibt sie Pasta, aber gekocht hat sie es mit Spaghetti. Und auch wenn ich mich nicht bei allen nachzukochenden Rezepten zu 100% an die angegebene Nudelsorte halten werde, so musste sie doch zumindest hier beim ersten Versuch sein. Denn bei Spaghetti bin ich wirklich seeeeehr kritisch. Die dürfen erstens schonmal nicht zu dick sein. Aber vor allem mag ich es nicht, wenn die Soße aus so großen Stücken besteht, dass ich immer nur abwechseln Nudeln ODER Soße essen kann. Ich will beides gleichzeitig!
Und bei diesem Rezept hat das ganz wunderbar funktioniert! Und die Avocado hat auch noch ganz hervorragend zu den Nudeln gepasst, zu getrockneten Tomaten (hier in Öl eingelegt) muss man wohl eh nix sagen, und erweitert wurde das ganze nur noch durch etwas frisch geriebenen Parmesan. Aber das ist für mich einfach fast bei allen Nudeln eine perfekte Abrundung...
Aber das wichtigste: Dieses Lieblingsnudelgericht wird es aber sowas von definitiv wieder geben! Der Meinung war übrigens auch der Herr von der Gastkochwohnung, der mitverköstigt hat:


Donnerstag

Tortellini mit Ziegenkäse, getrockneten Tomaten, Parmaschinken & Ricotta

Mmmmmmmh, sag ich da nur! Oder vielleicht mit noch mehr "m", das wäre durchaus möglich. Das war nämlich so lecker, dass ich sogar kurz überlegt habe, die Füllung einfach pur zu essen.
Aber ich wollte ja unbedingt noch einmal selbst Tortellini falten. Das hab ich mir nämlich neulich mal erklären lassen, dass es da zig verschiedene Möglichkeiten gibt. Für die ganz klassischen wird der Teig anscheinend am besten rund ausgestochen, aber auch Dreiecke kann man halbwegs klassisch formen, indem man nur die "unteren" Ecken zusammendrückt. Aber man kann sie diese auch übereinanderschlagen. Und das wollt ich mal ausprobieren. Darf ja ruhig anders aussehen als gekaufte... ;)
Das hat insgesamt auch ganz gut funktioniert, einziges "Problem": So entsteht an einer Stelle doch eine relativ dicke Teigschicht, weswegen es etwas länger dauert, bis die Tortellini durch sind.
Eigentlich kein Problem? Doch, denn die Füllung ist so lecker, dass man eigentlich keine Minute länger als nötig auf den Genuss dieser Tortellini warten mag:)


Mittwoch

Ricotta-Bärlauch-Ravioli mit karamellisierten Tomaten

Die Bärlauchsaison ist um? Na und? Wofür hab ich denn noch Bärlauch-Walnuss-Pesto und Bärlauchbutter im Kühlschrank stehen? Wenn man Bärlauch mag ist sowas absolut nötig, da die Saison einfach viel zu kurz ist, man so aber auch später im Jahr immer mal wieder ein kleines Bärlauchrevival feiern kann!
Zum Beispiel, wenn man die rießigen Reste des Nudelteiges für die Räucherlachs-Frischkäse-Ravioli noch verarbeiten muss und zudem so richtig Gefallen am Nudelfüllen gefunden hat! Sobald der frische Nudelteig aufgebraucht ist, werd ich mich wieder all den anderen leckeren Rezepten vom Gewinnspiel widmen, heute aber musste erstmal eine Rießenportion Bärlauch her: Als Pesto in den Ravioli und dazu in Form von Bärlauchbutter, in denen sowohl die Ravioli als auch die karamelliserten Tomaten und Schalotten geschwenkt wurden:


Dienstag

Amaretto-Kirschen mit Mascarpone-Creme und Amarettini

Ich liebe Amaretto-Kirschen und könnte sie eigentlich auch einfach pur essen. Bzw. eigentlich mach ich das auch, denn solange sie marinieren hab ich eigentlich ständig das Bedürfnis nachzusehen, sprich zu probieren, ob sie denn "schon gut" sind. Und bin denn tagelang nicht nur erheitert, sondern tatsächlich auch dauerhaft leicht angeheitert. Aber das ist im Winter bei Rumrosinen nicht anders, und eigentlich auch nicht bei einem klassischen Rumtopf...
Dazu übrigens noch kurz eine Anekdote einer meiner letzten Mitfahrgelegenheiten: Da unterhielten sich zwei Studentinnen tatsächlich darüber, dass einer auf der Kalte-Ente-Party auch noch ganz stolz erzählt hätte, dass sie die Früchte eine ganze (!) Woche in Alkohol eingelegt hätten. Die zweite meinte daraufhin todernst, dass es dann ja kein Wunder sei, dass es ihnen heute nicht so gut gehe, die Früchte waren dann ja sicher nicht mehr gut...
Naja, aber es gibt ja auch auf fast jeder Party einen Spezialisten, der nur die leckeren Früchte aus der Bowle fischt, aber nichts davon trinkt, weil er ja nicht betrunken werden will...
Aber zurück zu den Amarettokirschen! Die sind nämlich auch schon nach etwas kürzerer Zeit wirklich lecker, der Amaretto erhält zudem einen genial fruchtigen Beigeschmack, und eine simple Mascarpone-Creme reicht vollkommen aus, um daraus ein superleckeres Dessert zu zaubern:


Samstag

Valentinas Räucherlachs-Frischkäse-Ravioli mit karamellisierten Knoblauch und Zwiebeln

Nachdem schon so unheimlich viele leckere Rezepte beim Gewinnspiel eingegangen sind, bin ich mittlerweile schon voll dem Nudelwahn verfallen und musste ganz dringend das erste Rezept ausprobieren. Der Zufall hat entschieden, als mich heute ein Päckchen Nudelteig im Supermarkt anlachte, und so wurden als erstes Valentinas Räucherlachs-Frischkäse-Ravioli mit karamellisierten Knoblauch und Zwiebeln nachgekocht.
Rücherlachs war eh im Haus, nachdem mich der Herr von der Gastkochwohnung letzte Woche wieder mit diesen Räucherlachs-Röllchen angefixt hatte, die restlichen Zutaten waren allerdings nicht mehr so ganz im Kopf. Also musste denn doch etwas improvisiert werden. Aber wirklich nur ganz leicht, denn das Rezept klang so toll, da wollt ich eigentlich gar nichts anders machen. Und die Ravioli (heißen sie eigentlich auch noch so, wenn ich sie dreieckig mache? ;) schmecken wirklich genial! Und ich muss Valentina insbesondere voll und ganz Recht geben, dass karamellisierter Knoblauch und Zwiebeln dazu der helle Wahnsinn sind!
Ich will sofort eine Nudelmaschine, damit ich noch ganz oft selbst Nudeln machen kann:


Freitag

Asiatisch angehauchter Gemüse-Eintopf

Ich weiß nicht, wie das bei euch ist, aber bei mir sammeln sich immer wieder Unmengen von Gemüseresten an. Da kann man noch soviel an den Mengenangaben anpassen, wenn ich nicht tagelang das immer gleiche essen mag, quillt mein Gemüsefach irgendwann über. Meist gibt es dann irgendwelche Kartoffelpfannen (denen ich dann u.a. gerne tolle Ländernamen verpasse ;) oder eben einen Eintopf (wie bspw. meinem heißgeliebten Pichelsteiner).
Angesichts meines wirklich randvollen Gemüsefaches kam mir der erneute Wetterumschwung dann irgendwie gerade recht, denn Anfang der Woche hätte ich mich dank gefühlter 40°C in meiner kleinen Dachgeschosswohnung doch eher geweigert, den Herd zum Eintopfkochen anzuschmeißen, geschweige denn, dann auch noch heiße Suppe in mich hineinzulöffeln.
Aber bei dem grauen Regenwewtter da draußen war ein Eintopf dann genau das richtige. Und um es nicht ganz so bodenständig urig deutsch zu machen, hab ich mich vom Fondue Chinois und Tom Yam Gai inspirieren lassen, und meinem Gemüseeintopf mit etwas Sojasauce, Austernsoße, Fischsoße, 5 Epices und Koriander einen asiatischen Touch verliehen. Ob das nun wirklich asiatisch ist, ist fraglich, aber für den unwissenden Durchschnittsdeutschen hat es einen lecker fernöstlichen Touch und schmeckt nun wirklich nicht mehr nach "Resteessen":


Oregano-Mandel-Pesto

Ich bin ein Zauberkünstler! Ich hab rießige (naja, ein bisschen übertrieben vielleicht... ;) Mengen Oregano, Mandeln, Parmesan, Knoblauch und Öl in vier winzige (das stimmt aber wirklich) Gläser gepackt! Ich kann es selbst kaum fassen, aber es schmeckt phantastisch, also was solls?
Ich glaube ja, es liegt daran, dass ich mir mal wieder wirklich die Mühe gemacht hab, das Pesto von Hand zu machen, und dabei wohl weniger Öl als bei der Variante mit Pürierstab verwendet hab, weil es ja dann zur Verarbeitung gar nicht erst so flüssig sein muss.
Naja, ist aber nicht so wild, auch wenn Oregano-Pesto sowieso sehr würzig ist. Denn bei mir landet es eh eher selten auf dem Brot oder pur auf Nudeln. Stattdessen wird es meist gestreckt verwendet (bspw in einer Sahnesoße), oder muss einfach als frische Würze für eine Tomatensoße herhalten. Aber man muss es ja nutzen, wenn der frische Oregano gerade wächst wie blöd! Jetzt wart ich nur noch drauf, bis mein roter Basilikum soweit ist, dass ich auch aus dem mal ein Pesto zaubern kann ;)