Donnerstag

Meersalzkartöffelchen

Vor Jahren, in einem langen Interrailurlaub, haben wir manchmal etwas getan, was ich immer dachte, dass man vielleicht lieber nicht öffentlich sagt. Aber jetzt weiß ich, dass es eigentlich gar nicht sooo seltsam war, auch wenn es dennoch fraglich war, wie sauber das Wasser vielleicht war. Aber naja: Jedenfalls haben wir manchmal, abends, zeltend am Strand mit nicht mehr ganz sooo viel Trinkwasser in den Rucksäcken (und das musste morgens ja noch für Kaffee reichen), unsere Nudeln oder Kartoffeln in Meerwasser gekocht. Vorher erstmal aufgekocht, vielleicht nur jugendlicher Leichtsinn, aber wir dachten, so wäre immerhin ein Teil der vielleicht vorhandenen Bakterien oder so abgetötet. Und in Salzwasser sollte man das ja eh kochen. Bei Nudeln musste die Tomatensoße dann etwas weniger würzig ausfallen, bei Kartoffeln fand ich das sehr salzige Wasser eigentlich echt lecker.
Und dann stolper ich doch tatsächlich in meinem  Tapas-Kochbuch  über ein Rezept für Kartoffeln, die in sehr, sehr meersalzhaltigem Wasser gekocht werden. Da musste das mit beruhigtem Gewissen natürlich sofort ausprobiert werden:


Gratinierte Auberginenscheiben auf Tomatensugo

Nachdem in den letzten Wochen durch ein neues Kochbuch meine Lust auf Tapas neu erwacht ist, kommen nun auch ein paar altbewährte Rezepte wieder auf den Tisch. Das hier hab ich in Barcelona mal gegessen, und anschließend zuhause nachgebaut: Auberginen- und Tomatenscheiben auf Tomatensugo mit Manchego überbacken. Es hat ein bisschen Ähnlichkeit mit Melanzane alla parmigiana, schmeckt aber durch den Manchego doch ganz anders und ist vor allem schneller und einfacher zubereitet:


Mittwoch

Halbgetrocknete Kirschtomaten in Öl

Ich liebe ja getrocknete Tomaten! Die werden aber immer fertig eingelegt gekauft, weil es mir doch eher unsinnig vorkommt, sie bei unseren mittelmäßig sonnig-heißen Sommern selbst stundenlang im Ofen zu trocken. Außerdem hab ich da mittlerweile einen Lieblingsmarke gefunden, mit der ich vollauf zufrieden mit.
Nur halbgetrocknete Tomaten findet man kaum. Mancherorts gar nicht (ich hab schon fünf Stunden im Zug ein paar Gläser aus eben diesem Grunde trasportiert), hier bei mir wenigstens in einem Supermarkt. Nur leider seit zwei Jahren mit seeeehr schwankender Qualität. Das eine Glas ist super, das nächste schmeckt nur labberig, zäh und irgendwie bitter.
Also hab ich irgendwann angefangen, bei übermäßigem Kirschtomatenüberschuss einfach selbst welche zu trocknen. Im Winter eigentlich selten, diese Woche aber tatsächlich der Fall, weil ich dreimal einkaufen war, und es jedesmal so tolle Tomaten gab, dass ich schlichtweg vergessen hab, dass ich noch ganz viele daheim hab...
Frisch getrocknet machen sie sich wunderbar in Salaten, etwas länger haltbar und als Antipasti oder in Soßen verwendbar werden sie anschließend in Öl eingelegt.
Diesmal bin ich sehr puristisch vorgegangen und hab sie nur gesalzen, wenig gezuckert und in Kräuteröl eingelegt. Irgendwie hatte ich da mal wieder Lust drauf. Aber normalerweise kommt Thymian, Oregano, Rosmarin, manchmal auch Chili oder Knoblauch mit ran:


Blaubeer-Käsekuchen mit Vollkornboden

Mal wieder ein Rezept, bei dem zuerst eine Variante, und dann erst vielleicht irgendwann das bewährte Rezept auf dem Blog landet. Denn irgendwie hatte ich heute einfach mehr Lust auf Blaubeeren als auf Kirschen. Und eingentlich ist es ein Käsekuchen mit Kirschen.
Bzw. selbst das ist schon ein abgewandeltes Rezept, woher das Original stammt weiß ich gar nicht mehr. Aber sicherlich aus irgendeiner Zeitschrift oder so. Und ich weiß noch, dass es ein Käsekuchen ohne Boden war. Auch lecker, aber ich stehe einfach unglaublich auf Mürbeteig. Und heute befand ich, dass ein Vollkornmürbeteig sich sicher gut zu Blaubeer-Käsekuchen machen würde. Und behielt Recht: Zu dieser käsig-fruchtigen Füllung darf es ruhig auch mal ein Vollkornmürbeteig sein (aber ich mag Vollkornmürbteig auch allgemein ganz gern, auch wenn er etwas weniger süß ich als die "normale" Variante"):


Dienstag

Tomate-Mozzarella mal etwas anders partytauglich gemacht

Ich bin ja nun noch nicht sooo alt, aber ich erinner mich noch daran, als es langsam aufkam, dass man nicht mehr nur als Vorspeise beim Italiener einen meist vollkommen überteuerten Insalata Caprese bekam, sondern Tomate-Mozzarella plötzlich so hip war, dass es auf keiner Party fehlen durfte. Und irgendwie hat es den Hype überlebt und wurde zum Klassiker.
Anfangs gab es noch ordentlich geschichtete Platten, auf denen immer zuerst der Mozzarella alle war, dann kam das ganze als kleingeschnippelter Salat zu Grillfesten mit oder es lagen mit Pesto verzierte Kirschotmaten-Minimozzarella-Spießchen am Fingerfoodbuffet. Das war übrigens die einzige Entwicklung der ich anfangs noch seeeehr kritisch gegenüberstand: Mir fehlte der Balsamico, und irgendwie hatte ich sowohl so meine Probleme Tomate und Mozzarella in einem Haps vom Spieß in den Mund zu bugsieren und machte allzu oft eine rießen Sauerei mit heruntertropfendem Pesto.
Naja, auf jeden Fall kamen wir neulich darüber ins Gespräch und sind auf eine vollkommen neue Darreichungsform gekommen, die ich heute gleich mal auf ihre Alltagstauglichkeit überprüft hab. Etwas aufwändiger als Salat oder "normale" Spieße, aber sowohl mit Pesto als auch Balsamico zubereitbar, geschmacklich selbstredend top, und optisch mal was Neues, das sich sowohl auf einem Buffet (obwohl man sie schon lieber zerschneiden statt abbeißen oder eben auf einmal in den Mund stecken sollte, um keine Sauerei zu machen) als auch einer gemischten Vorspeisenplatte gut macht:


Montag

Nominierung für Superblog 2011 in der Kategorie Kochen

Bei Wo geht's zum Gemüseregal? hatte ich schonmal kurz davon gelesen, bei ein paar anderen die dazugehörige Graphik entdeckt, aber nie die Zeit gehabt, mich näher damit zu befassen. Bis ich Ende letzter Woche nun selbst eine Mail bekommen habe, dass mein Blog nominiert sei.

Also kurz informiert, und: Jeder kann seine Lieblingsblogs in 10 verschiedenen Kategorien nominieren, und zwar noch bis zum 31.03.2011. Die Abstimmung erfolgt dann in der Zeit vom 01.04.-07.04.2011.

Letzte Woche standen ein paar, heute schon relativ viele bekannte Blogs mit auf der Liste der Teilnehmer, zwei hab ich grad selbst noch nominiert. Aber das reicht natürlich nicht, und ich würde mich schließlich auch freuen, wenn auf dieser Liste noch ganz viele auftauchen, die ich noch gar nicht kenne und so kennen lernen kann.

Also wer das hier liest, Lieblingsblogs und ein, zwei Minuten Zeit hat: Hier klicken, unten auf der Seite URL des zu nominierenden Blogs eingeben, senden, fertig!

Ich freu mich schon darauf, die Liste Ende der Woche nochmal durchzuklicken! :)

Grüne Oliven mit pfeffrig-fruchtigem Orangensaft mariniert

Schmecken so ganz anders als alles, was ich bisher an Oliven gegessen hab. Die waren immer mit irgendeiner Füllung, Kräutern, Öl. Scharf, salzig, aber nie fruchtig. Die erste kam mir entsprechend noch etwas gewöhnungsbedürftig vor, aber je mehr ich gegessen hab, desto schneller leerte sich das Glas... :)
Dennoch hab ich neben der kräftigen Pfeffernote noch etwas vermisst und kurzerhand hinzugefügt: Ein klein wenig Salz. Aber das mag auch an meinen Oliven gelegen haben, dass das nötig war.
Des weiteren wurde die hier angegebenen Mengen mengenmäßig an mein Olivenglas angepasst. Und ich hab sie zwar vorschriftsmäßig (mindestens) zwei Tage marineiren lassen, aber nach vier Tagen jetzt die letzten gegessen. Keine Ahnung, wie lange sich frisch gepresster Orangen-Zitronen-Saft im Kühlschrank hält, aber ich befand, so langsam wurde es Zeit, dass das Glas leer wird: