Sonntag

Schokolierte Zimt-Mandeln

An Weihnachten hatten wir noch gescherzt, ob wir die Geschenke bei diesem schönen Wetter nicht vielleicht lieber draußen verstecken sollten. So für den Fall, dass wir zum Ausgleich dann an Ostern bei Minusgraden und Schnee drinnen sitzen sollten...
Damals war das lustig, jetzt scheint es traurige Realität zu werden. Und die Existenz von Karmagöttern scheint damit auch immer wahrscheinlicher... ;)
Aber hey: Think positive! Immerhin heißt das auch, dass die Zimtsaison noch nicht um ist! Und ich kann auch an Ostern nochmal ein paar dieser oberleckeren schokolierten Zimt-Mandeln verschenken. 
Und selbst ganz viele naschen. Denn dank der süßen Hex Karin weiß ich jetzt ja endlich, dass man die nicht für teuer Geld kaufen muss, sondern auch ganz einfach selbst herstellen kann! Die Zutaten mal mehr, mal weniger abgewandelt steht bei mir seitdem immer wieder mal innerhalb kürzester Zeit eine rießige Menge schokolierter Mandeln als Last-Minute-Geschenk oder zum selber Vernaschen bereit:


Montag

Das erste Mal: Rinderrouladen

Der Winter will und will uns einfach noch nicht so ganz verlassen. Also verlassen uns auch die deftigen Sonntagsbraten noch nicht. Naja, also einen richtigen Bratenbraten gibt es diesmal nicht... Aber im weitesten Sinne fallen Rouladen sicher auch unter die Definition "Sonntagsbraten". Immer sind sind sie auch ganz schön deftig, fleischlastig und müssen ne ganze Weile schmoren, bevor sie auf den Tisch kommen.
Also auf ans Rouladenrollen! Dazu erstmal Samstag Mittag wieder beim Metzger anrufen. Rouladen und Speck zurücklegen lassen. Die 1,3 Kilo in Empfang nehmen und auf dem Rückweg noch mit massig Suppengrün und Essiggürkchen eindecken. Und Sonntag dann ab in die Küche. Bei der Zubereitung grob am Schulkochbuch von Dr. Oetker orientieren - sowie ein paar Erfahrungen vom kindlichen Über-die-Schulter-Gucken bei Oma (ich) oder Papa (er) mit einfließen lassen.
Und tadadada: Zwei Stunden später lagen Rouladen auf unseren Tellern, die für den ersten Versuch tadellos aussahen - und an denen geschmacklich eigentlich nur noch eins zu verbessern wäre: Ein kleines bisschen mehr Salz am Fleisch. Aber nachdem das das einzige kleine Manko war, wandert das Rezept jetzt sofort in die öffentliche Sammlung:


Donnerstag

Optisch aufgewertete karamellisierte Karotten mit geröstetem Sesam

"Ja, Hallo erstmal. Ich weiß gar nicht, ob Sie's schon wussten, aber..."1 ich liebe Karottengemüse. Also karamellisierte Karotten, aber bei uns daheim heißt das einfach nur Karottengemüse. Und man muss sich mit allen anderen Familienmitgliedern um jeden einzelnen Löffel kloppen. Es ist aber auch einfach sooo lecker - und dabei so schön einfach.
Aber "normales" Karottengemüse in Scheibchenform macht sich optisch eben nur neben deftiger, gut bürgerlicher Hausmannskost wie Schweinebraten richtig gut. Außerdem ist es ohne Küchenmaschine ganz schön zeitaufwändig, die Karotten in Scheibchen zu schneiden. Daher wurde das Karottengemüse nun endlich auch mal privat in der optisch ansprechenderen, mindestens genauso leckeren gestiftelten Variante zubereitet. Und macht ich ab jetzt auch super als Beilage zu fancy Schicki-Micki-Essen :)
Hinzu kam diesmal auch noch etwas Sesam, weil ich das neulich mal irgendwo gesehen hab (weiß leider nicht mehr wo, bitte melden, wenn sich wer angesprochen fühlt ;). Auch lecker, wirklich hübsch, aber geschmacklich nicht zwingend notwendig:


Montag

3 Jahre Engelchens Küche
- Zeit für einen Apfel-Mandel-Kuchen mit Marzipan-Mürbeteig

3 Jahre ist es jetzt her, dass ich mich entschieden habe, meine Rezepte in diesem Blog zu sammeln. Um der chaotischen Schmierzettel-Sammlung in meiner Küche ein Ende zu bereiten. Um die Rezepte stattdessen über Labels und eine Suchfunktion einfach wieder auffinden zu können. Und um Fotos dazu zu haben, um mich auch optisch inspirieren zu lassen.
Obwohl ich im letzten Jahr viel zu selten zum Bloggen gekommen bin, gibt es hier nach drei Jahren mittlerweile so viele Rezepte, dass ich selbst mit dem mal-wieder-Nachkochen kaum hinterherkomme.
Die meisten Schmierzettel sind mittlerweile "abgearbeitet", und neue Rezepte sind dazugekommen.
Aber tatsächlich fliegt in meiner Küche noch immer der eine oder andere Schmierzettel herum. Also gibt es heute diesen leckeren Apfelkuchen, den es offensichtlich seit drei Jahren nicht mehr gab. Erschreckend, denn er ist echt lecker, und vollkommen zu Unrecht in Vergessenheit geraten:


Donnerstag

Tipps & Tricks: Passierte Tomaten - nie mehr Reste wegwerfen

Passierte Tomaten sind ja irgendwie schon ne feine Sache. Kann man mal ne schnelle Pizzasoße draus machen. Oder eine Tomatensoße strecken, wenn spontan noch wer zum Essen vorbeikommt oder man sich schlichtweg ein wenig verschätzt hat. Oder einer dunklen Soße noch etwas Bindung und Geschmack verpassen, wenn man anfangs etwas wenig Tomatenmark mit angeschwitzt hat.
Nur: Passierte Tomaten kommen in verdammt großen Verpackungseinheiten! Ich meine: Wie oft braucht man schon einen halben Liter (!!!) passierte Tomaten??? Also ich eigentlich so gut wie nie. Ein paar EL hier und da könnt ich hingegen oft super brauchen.
Trotzdem hab ich passierte Tomaten denn irgendwann fast komplett aus meiner Küche verbannt. Ein verlorenes Päckchen steht da zwar im Vorratsregal - angetastet wird das aber nur in Notfällen. Denn danach steht das angebrochene Päckchen  meist doch nur im Kühlschrank rum wie in der Todeszelle und wartet darauf, in ein paar Tagen im Müll zu landen.
Also was tun? Ich mein: Nachträglich Tomatenmark zugeben oder gar Ketchup ist einfach auch nur suboptimal! Lebensmittel wegschmeißen? Doof! Passierte Markentomaten in überteuerten 250-g Päckchen kaufen, von denen man dann immerhin weniger wegwirft? Auch nicht das Optimum, sagen mein Studentengeldbeutel und der sparsame Schwabe in mir.
Was also tun? Hm... Na klar: Einfrieren! Und zwar so:


Samstag

Food-o-grafie #1: Kamera-"Ausrüstung"

Dank der lieben Zorra kann man zur Zeit einen kleinen Blick hinter die Kulissen zahlreicher Foodblogs werfen: In Teil 1 ihres Food-o-grafie-Events wird die jeweilige Kameraausrüstung vorgestellt, in den folgenden wird es dann bspw. noch um das liebe Licht, das Setting und die Nachbearbeitung gehen.
Nachdem in meinem Fall nun wirklich nicht von einer Kamera-"Ausrüstung" gesprochen werden kann, habe ich zuerst gezögert, ob ich meine Kamera überhaupt vorstellen sollte. Aber wenn schon, denn schon!
Außerdem gibt es da draußen ja sicher noch viele andere Blogger, die auch nur über eine kleine Kompaktkamera verfügen. Und immerhin hab ich da mittlerweile - leihweise - schon mit mehreren Modellen meine Erfahrungen gemacht.

food-o-grafie 2013 - #1 Kamera Ausrüstung (Einsendeschluss 28.02.2013)

Donnerstag

Schwäbischer Zwiebelrostbraten mit selbstgemachten Kroketten und Bohnen im Speckmantel

Warum ich so lange darauf verzichtet habe, Zwiebelrostbraten selbst zu machen? Ich weiß es nicht! Ich weiß es wirklich nicht!
Aber nachdem ich ihn am 21.12.2012 - weil man ja doch nie weiß ;) - spontan als "Henkersmahlzeit" vor dem "Weltuntergang" - bzw. zur Stärkung für die Weltuntergangsparty - zubereitet habe, habe wir uns in selbstgemachten Zwiebelrostbraten verliebt. Und gönnen ihn uns ab jetzt wohl ab und an, wenn es Wichtiges oder auch mal Nichtiges zu feiern gibt!
Und dazu gibt es dann Kroketten. Nicht ganz originalgetreu: im Ländle gibt's dazu natürlich eigentlich Spätzle. Aber ich liebe Kroketten einfach. Und wenn man sich schon mal was gönnt, dann so richtig! 
Deswegen gab es statt einem kleinen Salat auch gleich noch Bohnen im Speckmantel dazu. 
Perfekt! Danach kann man dann zwar nur noch zum Verdauungsschlaf Richtung Sofa kullern, nachdem man sich schwer zusammenreißen musste nicht noch pappsatt den Teller sauber zu lecken. Aber dafür ist man kulinarisch zutiefst befriedigt und stundenlang mit einem glücklichen Grinsen gesegnet :)